Gut aufgelöst

22.03.2012 09:00:00
Je höher die Auflösung, desto mehr Details können Scanner, Digitalkameras, Monitore und Drucksysteme wiedergeben.

"Wie hoch ist denn die Auflösung?" Diese Frage wird häufig bei Scannern, Digitalkameras, Monitoren und Drucksystemen gestellt. Schwierig ist nur, dass dabei in unterschiedlichen Einheiten gemessen wird. Zu den verwendeten Parametern zählen dpi, lpi, ppi, Bit und Megapixel. Wir erklären, was hinter diesen Begriffen steckt.

Datentiefe

Bei Scannern kommt nicht nur die Auflösung zum Tragen, sondern auch die Farbtiefe. Sie wird in Bit angegeben. Erreicht ein Scanner acht Bit pro RGB-Farbe, so erzielt er eine Datentiefe von 24 Bit (drei mal acht). Das heißt wiederum, er kann 16,7 Millionen Farben erfassen, da 2 hoch 24 dieser Zahl entspricht. Das klingt sehr viel, kann aber trotzdem recht wenig sein. Die meisten Druckmaschinen, Officedrucker und Ausbelichter können zwar nicht mehr als 8 Bit pro Kanal darstellen, doch wenn man seine Daten erst noch bearbeiten muss, können 8 Bit sehr schnell bis hin zu sichtbaren Tonwertabrissen zusammenschmelzen. Da helfen 16-Bit-Daten (bzw. 48 Bit für alle drei Farben zusammen) als "Reserve" ungemein.

Dots und Pixel

Die Einheiten "dpi" und "ppi" stehen für die englischen Begriffe "dots per inch" und "pixel per inch". Hier liegt auch schon der wesentliche Unterschied: Punkte können von Drucksystemen ausgegeben werden, Pixel werden von Monitoren oder Scannern dargestellt. Im Deutschen heißt "dpi" deshalb auch Punktdichte. Eine Auflösung von 1.200 x 600 dpi bedeutet, dass sich horizontal 1.200 und vertikal 600 Punkte auf 2,54 Zentimetern (= ein Inch) verteilen. Die Einheit ppi wird auch Pixeldichte genannt. Wohlgemerkt sind diese Angaben relativ zur Maßeinheit Inch. Das im Agenturalltag so schnell dahingesagte "Ich brauch für den Flyer ein Bild mit 300 dpi" ist also nicht nur falsch, weil der Fotograf ja Pixel und keine Druckpunkte anliefert, sondern auch völlig aussagelos, solange die Größenangabe für das gedruckte Bild fehlt. Über 300 ppi bei einer Größe von 1 x 1,5 cm würde sich der Auftraggeber bestimmt nicht freuen, über 72 ppi bei 60 x 90 cm, die für die gewünschte Postkartengröße locker reichen, dagegen schon.

Linien

Im Druck kommt die Auflösung lpi zum Tragen, die für "lines per inch" steht. Hier ist die Rasterweite bzw. die Rasterfrequenz gemeint. Im Deutschen spricht man auch von der Zeilendichte. Beim Rastern der vier Farbauszüge Schwarz, Cyan, Magenta und Yellow werden die Halbtonwerte in Punkte oder Linien aufgelöst. Die Rasterweite gibt die Anzahl der Rasterlinien an. Je höher der lpi-Wert, desto feiner ist die Wiedergabe. Dafür müssen die zu druckenden Bilder auch geeignet sein: Ihre Auflösung sollte am besten doppelt so hoch sein wie die Rasterweite, d.h. bei einem Raster von 150 lpi ist eine Bildauflösung von 300 ppi ideal.

Megapixel

Die Auflösung von Digitalkameras wird in Megapixeln angegeben. Ein Megapixel sind eine Million Pixel. Je höher der Wert, desto mehr Details kann die Kamera festhalten. Erfasst eine Digitalkamera beispielsweise pro Aufnahme 3.072 x 2.304 Pixel, so löst sie sieben Megapixel auf. Der Trend zu immer höheren Pixelzahlen hat sich bei Digitalkameras mittlerweile merklich abgeschwächt. Solange der Sensor nicht mitwächst, werden dadurch die einzelnen Pixel auf dem Sensor immer kleiner. Das steigert die Ansprüche an die Optik zum Teil ins Nichtmehrauflösbare, erhöht die Gefahr des Bildrauschens und macht die Kamera zum Opfer von Beugungseffekten. Daher ist bei Kompaktkameras die Fahnenstange bei 12 Megapixeln längst erreicht, während sich Nikon im Spiegelreflex-Vollformat-Bereich gerade hoffnungsfroh an die 36 Megapixel wagt.

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