Grenzen übertreten

17.06.2010 09:00:00
So findet man durch die Bildbearbeitung neue Wege in der Fotografie

Bilder sagen mehr als tausend Worte, aber was ein Bild aussagt, muss nicht unbedingt schon bei der Aufnahme vorhanden gewesen sein. Retusche und Bildbearbeitung eröffnen völlig neue Wege in der Fotografie und der Bildsprache. Doch wer die Grenzen der traditionellen Fotografie überschreitet, sollte nicht übers Ziel hinausschießen.

Photoshop sei Dank…?

Quelle: Naddi Gleim Pixelio

Quelle: Naddi Gleim
(Pixelio) Die Verbreitung von digitalen Kameras und Bildbearbeitungs-Software markiert einen Meilenstein in der Fotografie. Nicht länger gilt: „What you see is what you get“. Längst werden die Motive am Computer aufgehübscht, modifiziert oder ganz neu zusammengestellt. Ein Mausklick verändert die fotografierte Realität oder tilgt ein Motiv für immer. Auch Internet-Plattformen wie Flickr oder Picasa haben die Welt des Bilds verändert. Die große Mehrzahl der Fotos wird mittlerweile virtuell ausgestellt und geteilt, Fotobücher haben das traditionelle Fotoalbum abgelöst. Als Reservoir für eine schier endlose Bildflut dienen Festplatten und Speicherkarten mit immer höherer Kapazität.

Mit Verstand retuschieren

Quelle: Peter Kirchhoff Pixelio

Quelle: Peter Kirchhoff
(Pixelio) Seit sich die Schwerpunkte in der Fotografie von analog zu digital verschoben haben, sind die Möglichkeiten der Bildgestaltung dramatisch angestiegen. Nicht nur im Moment der Aufnahme kann in die Bildaussage eingegriffen werden, sondern auch noch später am Rechner. Doch nur weil vieles möglich ist, darf man noch längst nicht alles umsetzen. Auch bei der Bildbearbeitung sollte man zunächst den Verstand einschalten und planvoll vorgehen. Die Fragen „Was will ich erreichen?“ und „Wie kann ich es erreichen?“ sollten als erstes gestellt werden. Ohne eine klare Antwort darauf macht man mit bloßem Ausprobieren mehr kaputt als gut.

Dos….

Quelle: Sandra Küchler

Retuschen sollen in erster Linie die Bildaussage stützen und kleine Fehler tilgen. Zunächst erledigt man die größten Korrekturen, danach geht es ans Finetuning. Aber jede Bildbearbeitung kann nur so gut ausfallen wie ihr Original: Wer mit viel zu hellen oder unansehlich-dunklen Vorlagen arbeitet, kann schwerlich ein gutes Ergebnis erzielen. Tipp für Photoshop-Nutzer: Mit Hilfe der Schnappschüsse in der Protokoll-Palette kann man immer wieder eine Momentaufnahme der aktuellen Retuschearbeiten erstellen. Das macht es leicht, wieder zu einem früheren Bildstadium zurückzukehren, sollte man einmal über das Ziel hinausgeschossen sein.

…and Don’ts

Niemals darf ein retuschiertes oder manipuliertes Bild die Würde eines Menschen verletzen. Auch das „Dramatisieren“ – beispielsweise bei Unfällen oder Naturkatastrophen – muss ein Tabu bleiben. Das „Time Magazine“ lieferte hier ein unrühmliches Beispiel, als es die Haut des Mordverdächtigen OJ Simpson bewusst dunkler retuschierte. Peinlich wirkt es auch, wenn ein durch Agenturen verbreitetes Bild zu stark verändert wird und anderswo in „Originalform“ auftaucht – so geschehen bei Angela Merkels Dekolleté bei den Bayreuther Festspielen. Manche Bilder eignen sich schlicht überhaupt nicht für die Veröffentlichung. Bis heute gibt es beispielsweise keine Fotos von Lady Dianas tödlichem Unfall. Und das ist auch gut so.

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