Goldene Tipps für gute Fotos

08.07.2010 09:00:00
Es sind kleine Dinge, mit denen man eine große Wirkung erzielen kann – auch in der Fotografie. Mit diesen Ratschlägen gelingen Bilder

Ein gutes Foto fesselt den Betrachter. Es verrät aber nicht, wie viel Arbeit hinter ihm steckt. Mit den richtigen Hilfsmitteln und Profi-Tipps ist der Weg zum Bild, das durch Leichtigkeit bezaubert, nicht schwer. Stative und Polfilter? Weißabgleich und Automatik? So nutzt man fotografisches Zubehör und die Technik geschickt für sich – und das Motiv.

Geeignete Wegbegleiter

Quelle: Uschi Dreiucker Pixelio

Quelle: Uschi
Dreiucker (Pixelio) Für gelungene Bilder reicht eine gute Kamera aus – bereits mit einem Standardobjektiv, das meist eine Brennweite von 50 mm mitbringt, lassen sich faszinierende Aufnahmen umsetzen. Profis setzen bei Bedarf außerdem auf ein Stativ. Damit gibt es keine Verwackler und man nimmt sich mehr Zeit für den bewussten Bildaufbau. Blendet die Sonne, lohnt sich der Einsatz eines Polfilters: Er schafft satte Farben und reduziert Spiegelungen. Soll es dagegen ins Detail gehen, verwendet man eine Nahlinse. Sie ist nicht so teuer wie ein Makroobjektiv und kann durch ihre geringe Größe immer dabei sein.

Den Blick schulen

Quelle: Rainer Sturm Pixelio

Quelle: Rainer
Sturm (Pixelio) Technik ist das eine – die Bildkomposition das andere. Um den Blick zu schulen, gibt es einen cleveren Trick: den Bildsucher. Er besteht aus Pappe oder Plastik, hat das Format des Bilds und lässt sich schnell vor das Auge halten. So kann man rasch prüfen, ob sich ein Motiv für die Aufnahme eignet. Auch ein Perspektivwechsel kann Wunder wirken – zum Beispiel das Fotografieren von einer Leiter oder vom Boden Richtung Himmel. Gute Fotografen haben den Blick fürs Wesentliche geübt. Sie verbannen unerwünschte Objekte und störende Details aus ihren Bildern und konzentrieren sich bei der Bildkomposition auf einen Kernpunkt.

Alles eine Sache der Einstellung

Quelle: Viktor Mildenberger Pixelio

Quelle: Viktor
Mildenberger (Pixelio) Die Kamera ist ein Werkzeug in den Händen des Fotografen. Ihm obliegt es, die passenden Einstellungen zu treffen. Den Weißabgleich kann man lassen, wie er ist – die Werte lassen sich auch später am Rechner noch verändern. Anders die Automatik: Eine halbautomatische Einstellung, die die Wahl von Blende und Belichtungszeit dem Fotografen überlässt, ist der Vollautomatik vorzuziehen. Eine alte Regel gilt in Bezug auf die Verschlusszeit: Sie sollte doppelt so kurz sein wie die Brennweite. Bei einem Standardobjektiv errechnet sich so eine Verschlusszeit von 1/100s. Überholt ist dagegen ein anderer Grundsatz: Mit modernen Digitalkameras kann man auch in die Sonne fotografieren. Gegenlicht bereitet ihnen kaum Probleme.

Unkonventionell bleiben

Auch Gegenstände, die man nicht unbedingt aus der Welt der Fotografie kennt, lassen sich mit kreativem Gewinn für sie nutzen. Ein Bohnensack wird zum Stativersatz, ein Schminkspiegel entwickelt neue Talente als Reflektor. Einfache Plastiktüten schützen das Equipment vor Regen, Staub und Sand. Mikrofasertücher, die sich in fast jedem Haushalt finden, dienen zum Putzen der Ausrüstung, puffern aber auch Stöße in der Kameratasche ab. Der wichtigste Rat zum Schluss: Einfach mal ohne großes Überlegen abdrücken. Manchmal entstehen so gelungene Aufnahmen. Falls nicht, kann man aus den gemachten Fehlern wunderbar lernen.

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