Gib mir HTML5!

31.10.2012 09:00:00
Die Version 5 der „Hypertext Markup Language“ steht in den Startlöchern. Lohnt sie sich?

Die textbasierte Auszeichnungssprache HTML wird verwendet, um Texte, Bilder und Hyperlinks zu strukturieren und zu kennzeichnen. Die Version 5 befindet sich zwar noch in der Entwicklung, Entwürfe liegen jedoch bereits vor. HTML5 soll HTML4 ersetzen und bietet beispielsweise Unterstützung für zusätzliche Video- und Audio-Funktionen.

Der lange Weg zu HTML5

Quelle: W3C

Die Version HTML4 wurde bereits 1997 veröffentlicht, Fehlerkorrekturen dazu gut zwei Jahre später. Dann wurde HTML lange nicht weiterentwickelt, stattdessen lag der Fokus auf XML. Die Web Hypertext Application Technology Working Group (WHATWG), eine von mehreren Browserherstellern ins Leben gerufene Gruppe, entwickelte jedoch Mitte 2004 einen ersten Vorschlag für HTML5. Daraufhin gründete das World Wide Web Consortium (W3C) 2006 eine Arbeitsgruppe, um HTML weiter zu bringen. Beide Interessengruppen entwickeln nun gemeinsam den neuen Standard, ziehen dabei allerdings nicht immer an einem Strang.

W3C versus WHATWG

Das von Tim Berners-Lee gegründete W3C ist ein offenes Standardisierungsgremium für das World Wide Web. Die WHATWG dagegen ist eine Arbeitsgruppe, die von Unternehmen wie Mozilla Foundation, Opera Software ASA und Apple Inc. betrieben wird. Deren Gründung war eine Reaktion auf die schleppende Entwicklung von Web-Standards durch das W3C. Die Gruppe reicht ihre vorgeschlagenen Standards beim W3C zur Zustimmung bzw. Nachbesserung ein. Ihr Ziel ist ein versionsloses Modell der Entwicklung, welches ständig erweitert wird - während der W3C eine stabile Momentaufnahme als HTML5 herausbringen will.

Der heutige Stand

HTML5 hat mittlerweile den Status "Last Call". Das bedeutet, dass die Spezifikation so gut wie fertig und in vielen Browserversionen bereits teilweise integriert ist. Daher können auch Webentwickler HMTL5 bereits nutzen. HTML5 unterstützt weiterhin bestehende Inhalte und soll auf allen Endgeräten und für alle Weltsprachen verwendet werden können. Laut Zielvorgabe soll auch die Barrierefreiheit von Inhalt und Funktion gewährleistet sein. Es wird kein Flash Plug-in mehr zum Abspielen von Videos nötig sein. Dazu kommen rund 30 neue Tags, beispielsweise "Canvas": ein rechteckiger Bereich auf der Webseite, der mit Inhalten gefüllt wird, die auch bewegte Bilder enthalten können.

Kritik und Nachteile

Einige Experten stellen in Frage, ob HTML überhaupt weiterentwickelt werden muss. Auch die bisherige Version erziele zufriedenstellende Ergebnisse. Kritik gibt es zudem daran, dass Ian Hickson, einer der Initiatoren von HTML5, das alleinige Bearbeitungsrecht für die Spezifikation hat. Dieser Umstand macht es Externen schwierig, Verbesserungsvorschläge anzubringen und widerspricht der Vorgehensweise beim W3C, die eigentlich auf demokratischem Konsens basiert. Für die Elemente "audio" und "video" gibt es außerdem noch keinen Mindeststandard. Das bedeutet, es gibt bisher kein Format, das von allen Browsern unterstützt wird.

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