Geviert, Halbgeviert, Viertelgeviert

19.11.2009 09:00:00
Das Geviert und seine Kollegen bestimmen eine feste Größe in der Typografie. Sie sind Relikte aus der Zeit des Bleisatzes, die aber heute noch häufig als Begriffe verwendet werden.

Geviert, Halbgeviert, Viertelgeviert, Achtelgeviert – dies sind Begriffe, die Relikte aus dem Bleisatz sind. Typografen und Layouter arbeiten jedoch noch täglich mit diesen Einheiten in den heutigen Programmen. Vor allem dann, wenn es darum geht, Freiräume zu schaffen – sei es zwischen Zifferngruppen einer Telefonnummer oder als Abstand vor und nach dem Bis-Strich.

Woher kommt der Begriff?

Die Übersicht zeigt die Unterschiede zwischen Geviert, Halbgeviert und Viertelgeviert.
Quelle: Wikimedia

In den Zeiten des Bleisatzes wurden das Geviert und seine kleineren Varianten dazu eingesetzt, nicht druckende Bereiche zu markieren. Das Geviert entspricht einem Quadrat. Es fußt auf der Höhe eines Buchstabens, eines Zeichens oder einer Ziffer – mit anderen Worten dem Schriftgrad. Die kleineren Varianten weisen die gleiche Höhe auf wie das Geviert, sind jedoch in der Breite halbiert, geviertelt oder geachtelt. Im Englischen heißt das Geviert übrigens schlicht „EM“, da der Buchstabe „M“ in vielen Schriften etwa einem Geviert entspricht. Das Halbgeviert nennt man dagegen „EN“.

Einsatzgebiete

Die Begriffe Geviert, Halbgeviert und Viertelgeviert stammen vom Bleisatz beim Buchdruck
Quelle: Wilhei / Pixelio

Neben den Leerzeichen zwischen Wörtern (hier wird meist in etwa ein Viertelgeviert verwendet) kann man Gevierte nutzen, um beispielsweise Einzüge am Anfang eines Absatzes zu setzen oder Nummern wie Postleitzahlen oder Telefonnummern zu gliedern. Ziffern weisen in der Regel die Größe eines Halbgevierts auf. Dadurch stehen sie im Tabellensatz immer untereinander.

Geviertstriche

Unterschiedliche Striche basieren ebenfalls auf den Gevierten. Der Geviertstrich weist die volle Länge eines Gevierts auf. Man verwendet ihn jedoch in der Regel höchstens als schmückendes Element. Gebräuchlicher ist der Halbgeviertstrich. Er entspricht der Breite eines Halbgevierts und wird als Gedankenstrich verwendet – so wie in diesem Satz. Des Weiteren nutzt man ihn als Währungs-, Strecken- und Bis-Strich. Der Viertelgeviertstrich findet als Binde- und Trennstrich Verwendung.

 

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