Geräteunabhängige PDFs ohne Adobe Acrobat erstellen

08.02.2018 09:00:00
Geräteunabhängige PDFs können auch ohne Adobe Acrobat erstellt werden. Wir erklären, wie man Dateien mit dem PostScript-Format einfach drucken kann und saubere und druckfähige PDF-Dateien erhält.

In der Publishing-Branche sind PDF-Dokumente für den einfachen Datenaustausch inzwischen Standard. Wer aber Adobe Acrobat in der Profi-Version nicht einsetzen kann oder will, gelangt über die Erstellung einer PostScript-Datei zum PDF.

Sie kann aus jedem Programm über das Druckmenü erstellt werden. In den Adobe-Programmen ist dazu bereits ein neutraler Postscript-Drucker installiert. Nutzt man diesen, lässt sich problemlos ein PS-Dokument und hieraus wiederum eine PDF-Datei erstellen.

Was ist PDF?

Auch ohne Adobe Acrobat kann ein druckfähiges PDF-Dokument erstellt werden.
Das plattformübergreifende Austauschformat PDF (= Portable Document Format), wurde 1993 von Adobe auf den Markt gebracht wurde. Es arbeitet unabhängig vom jeweils eingesetzten Betriebssystem.

Daher eignet es sich hervorragend als Ausgangsdatei für den Druck. PDF-Dateien enthalten alle Informationen, die für den Druck nötig sind, darunter hochaufgelöste Bilder und eingebettete Schriften. Die Daten sind komprimiert und dadurch verhältnismäßig klein.

PDF ist nicht gleich PDF

Entscheidend ist jedoch die korrekte Erstellung eines PDF-Dokuments: Die Export-Funktion, die in vielen Programmen enthalten ist, liefert meist keine befriedigenden Ergebnisse im Druck.

Daher wird der Umweg über PostScript und das Einrichten eines „PDF-Druckers“ – eigentlich eines „PostScript-Druckers“ – notwendig. Die durchzuführenden Schritte hierzu sind schnell durchgeführt.

PDF-Erstellung über Adobe Acrobat

Mit der Acrobat-Softwarefamilie von Adobe lässt sich aus einer PostScript-Datei ein sauberes PDF erstellen. Die Produktlinie des Adobe Acrobat besteht in der aktuellen Acrobat DC Version aus den Varianten Pro und Standard, wobei Standard nur für Windows erhältlich ist.

Die für die Druckbranche relevanten Funktionen bietet die Version Pro, mit der sich PDF-Dateien nicht nur sauber als Druckdaten auslesen lassen, sondern man kann damit auch umfangreich kommentieren und mehr. Sie kostet monatlich 17,84 Euro brutto.

Etwas günstiger sind zusätzliche Pakete für den Adobe Acrobat Reader, die beispielsweise PDFs konvertieren und miteinander kombinieren. Wer dieses Geld sparen und dennoch druckfähige PDF-Dateien erstellen möchte, kann seit einigen Jahren bereits auf Acrobat verzichten und direkt aus allen Adobe-Programmen heraus druckfähige PDF-Dateien erzeugen.

PDF aus Nicht-Adobe-Programmen erstellen

Tipps zur Erstellung eines druckfähigen PDFs gibt es in der LASERLINE Starterbroschüre.
Anders sieht es allerdings aus, wenn man nicht mit einer Adobe-Anwendung arbeitet und dennoch eine druckfähige Datei an den Drucker geben möchte. Denn obwohl macOS im Druckmenü die Option „Als PDF sichern“ anbietet und auch Windows inzwischen eine PDF-Druck-Funktion enthält, sind die Ergebnisse nicht unbedingt für die Belichtung einer Druckplatte geeignet.

Hier hilft es schon, wenn man sich Acrobat zunächst ohne Lizenz auf seinem Rechner installiert. Die Acrobat-Installation bringt nämlich alle benötigten Werkzeuge mit. Für die Erzeugung druckfähiger PDF-Dateien fügt der Acrobat-Installer dem Druckmenü einen Adobe-PDF-Drucker hinzu. Auf dem Mac finden Sie diesen im Druckdialog unten links unter „Save as Adobe PDF“. Bei Windows steht der „Adobe PDF“-Drucker gleichberechtigt neben bestehenden Druckern.

Bevor Sie jedoch das PDF erzeugen, muss der Adobe Distiller konfiguriert werden. Der früher als eigenständige Anwendung erhältliche Distiller ist inzwischen in Acrobat DC integriert. Aufgabe des Distillers ist es, ein für den Druckprozess geeignetes PDF zu erzeugen.

Damit das für LASERLINE-Aufträge klappt, muss die entsprechende Distiller-Konfigurationsdatei bei LASERLINE heruntergeladen und installiert werden. Öffnen Sie dazu nach dem Download mit einem Doppelklick die Datei, wodurch alle relevanten Einstellungen sofort übernommen werden.

Bei den Standardeinstellungen des Druckers sollten unter „Erweitert“ folgende Einstellungen – sofern möglich – getätigt werden: „Druckqualität 2.400 dpi“, „TrueType-Schriftart: Als Softfont in den Drucker laden“. Löschen Sie außerdem im Distiller unter „Voreinstellungen“ im „Schriftordner“ alle Pfade bis auf den Pfad, der auf die Schriften im Acrobat Fontordner im Programmordner verweist.

Anschließend können Sie für den Druck konforme PDF-Dateien einfach über den oben genannten „Adobe PDF“-Drucker erstellen, indem Sie die Datei unter diesen abspeichern.

Aus Postscript-Datei eine PDF-Datei erzeugen

Einige Anwendungen bieten auch die Möglichkeit, PostScript-Dateien zu erstellen. Das Format ist eng mit PDF verwandt. Allerdings ist nur eine direkte Konvertierung von PostScript zu PDF möglich, nicht aber in die andere Richtung.

Um aus PostScript- eine PDF-Datei zu erzeugen, bewegen Sie die PostScript-Datei per Drag & Drop auf den Distiller oder verwenden Sie dessen Menü „Öffnen“. Auf einem Windows-PC erstellte Dokumente mit der Endung .prn müssen eventuell in .ps umbenannt werden, damit Distiller ein PDF erzeugen kann. Im Anschluss können Sie die erzeugte PDF-Datei überprüfen.

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