Geld verdienen mit Stockbildern

02.12.2010 09:00:00
Bildagenturen sind immer auf der Suche nach Stockfotos. Aber wie müssen die Bilder gemacht sein, damit man auch Geld mit ihnen verdienen kann?

Es könnte so einfach sein: Passionierte Fotografen haben in ihrem Fundus viele besonders gelungene Aufnahmen. Könnte man diese Bilder nicht auch zu Geld machen? Bildagenturen sprießen im Internet überall hervor und per Mausklick kann man seine Fotos dort feilbieten. Wer zum erfolgreichen Verkäufer werden will, muss jedoch ein paar Dinge beachten.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

Quelle: Kreuznacher Zeitung Pixelio

Quelle: Kreuznacher
Zeitung (Pixelio)

…das klappt aber nur, wenn die Bildaussage deutlich ausfällt. Kunden lieben Motive, bei denen auf den ersten Blick klar wird, was sie herüberbringen sollen. Dabei sollte man ruhig abstrakt denken, auf Details achten und aktuelle Themen ins Visier nehmen. Ein Mann, der seine Hosentasche nach außen kehrt? Passt zur Wirtschaftskrise. Zerbrochene Glasscherben auf dem Boden? Symbolisieren alles, was zu Bruch gehen kann. Wichtig ist, dass die Aussage des Bildes eindeutig ausfällt und der Betrachter nicht raten muss, was ihm der Fotograf mit der Aufnahme eigentlich sagen will.

Quelle: Thommy Weiss Pixelio

Quelle: Thommy
Weiss (Pixelio)

Platz für Text lassen!

Fotos stehen in vielen Druckproduktionen nicht für sich alleine, sondern werden mit Textbausteinen verknüpft. Weißräume im Motiv schaffen Platz für diesen Text. In vielen Zeitschriften spielt man mit Bild und Text und lässt den Text beispielsweise um das Bildmotiv herum fließen. Das funktioniert natürlich nur, wenn dort auch Freiraum für die Textzeilen vorhanden ist. Am besten fotografiert man solche Motive vor einem weißen Hintergrund. Das bringt den Vorteil mit sich, dass der Text an jeder Seite des Bildes stehen kann – ganz so, wie es der spätere Verwender einsetzen möchte.

Form und Farbe

Quelle: Birgit H Pixelio

Quelle: Birgit H
(Pixelio) Die Wirkung eines Bildes entsteht im Auge des Betrachters nach wenigen Sekunden. Besonders großen Anteil daran, wie das Motiv wahrgenommen wird, haben die Farbe und die Form des Abgebildeten. Man kann sich hier die Farbpsychologie zunutze machen, die die Bildaussage wesentlich unterstützt: Rote Objekte verwendet man, wenn man Gefahr signalisieren möchte, alles Grüne untermauert Botschaften rund um die Natur. Sollen mehrere Farben zusammenwirken, muss man auf die Harmonie dieser Töne untereinander achten. Rot und Rosa beißen sich, während Blau und Orange eine angenehme Verbindung eingehen. Auch Formen kann man verwenden: Sie lenken den Blick des Betrachters und wirken vertraut.

Quelle: Dieter Schütz Pixelio

Quelle: Dieter
Schütz (Pixelio)

Bewährtes aus dem Layout übernehmen

Der berühmte goldene Schnitt – auch aus der Fotografie ist er nicht wegzudenken. Bilder, die nach diesem Prinzip aufgenommen wurden, wirken besonders gefällig und eindrucksstark. Auch das Dreieck-Prinzip sollte man kennen: Es setzt auf drei auffallende Punkte im Bild, von denen einer – meist der obere – stärker gewichtet sein sollte. Diese Methode findet man beispielsweise in der Kunst bei alten Porträtmalereien. Auf diesen Fotos verweilt der Blick gerne, weil sie harmonisch und ausgeglichen wirken.

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