Gänsefüßchen richtig nutzen

06.03.2014 09:00:00
An- und Abführungszeichen gibt es in verschiedenen Varianten. Wann ist welche Version richtig?

An- und Abführungszeichen, oft auch salopp Gänsefüßchen genannt, sind in Texten unverzichtbar. Sie kennzeichnen die wörtliche Rede, heben Begriffe hervor oder kennzeichnen die Distanzierung zu ihnen. Aber in welche Richtung zeigen sie? Wann setzt man sie unten, wann oben und welche Fehler sollten auf keinen Fall passieren?

Gänsefüßchen in Deutschland

Quelle: Sandra Küchler

In der deutschen Rechtschreibung sind zwei Varianten der An-und Abführungszeichen zulässig: einmal die Version, die wie ein doppeltes Komma aussieht und einmal die französischen Zeichen mit Doppeleck. Die erste Variante sieht aus wie die Zahl 99, die Anführungszeichen zeigen also von rechts oben nach links unten und werden auch unten gesetzt. Die Abführungszeichen sehen aus wie die Zahl 66, sie reichen von links unten nach rechts oben. Die auch als Möwchen bezeichneten Guillemets rahmen das Wort ein.

Varianten in deutschsprachigen Ländern

Werden Möwchen in –sterreich verwendet, so zeigen sie wie in Deutschland auch auf das Wort. In der Schweiz wird dagegen die französische Variante eingesetzt hier zeigen die Spitzen vom ausgezeichneten Wort oder Begriff weg. Möwchen haben den Vorteil, dass sie keine Leerstellen im Text entstehen lassen, sie gelten daher als lesefreundlicher. Traditioneller und für das Auge des Lesers geläufiger sind dagegen immer noch die klassischen doppelten An- und Abführungszeichen.

Weitere Tipps

Selbst wenn mehrere Varianten erlaubt sind innerhalb eines Textes sollte man nur eine Version der An- und Abführungszeichen einsetzen. Bei serifenlosen Schriften kann es schneller passieren, dass man Apostrophe und Zollzeichen mit den korrekten An- und Abführungszeichen verwechselt. Hier sollte man besonders aufpassen. Zulässig ist es dagegen, innerhalb der doppelten An- und Abführungszeichen einfache Zeichen zu verwenden, um beispielsweise in der wörtlichen Rede einen Begriff herauszuheben.

Bitte nicht!

Quelle: Sandra Küchler

Gerade bei An- und Abführungszeichen kann man viel falsch machen. Nicht korrekt ist es beispielsweise, beide Zeichen oben zu setzen oder gar beide unten. Auch die falsche Richtung der Zeichen sollte vermieden werden. Genauso wenig dürfen gelernte Gestalter auf andere Zeichen wie das Zollzeichen oder ein Apostroph ausweichen. In den Sonderzeichen sind meist die korrekten Versionen und Sprachvarianten hinterlegt, wenn man sie nicht automatisch auf der Tastatur findet.

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