Frutiger und sein bekanntester Font

13.11.2014 09:00:00
Die „Frutiger“ erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Wer hat die Schrift gestaltet und wie kam es dazu?

Es gibt Fonts, die haben es zu Kultstatus gebracht die Frutiger ist eine davon. Sie machte ihren Gestalter, Adrian Frutiger, weltberühmt. Mittlerweile gibt es mehrere Ableger der Schrift und auch zahlreiche ähnliche Fonts. Wir erzählen, wie die Frutiger entstanden ist und welche bekannte Schrift Adrian Frutiger noch entworfen hat.

Adrian Frutiger

Der 1928 in der Nähe von Interlaken geborene Adrian Frutiger absolvierte zunächst eine Schriftsetzerlehre, bevor er an der Kunstgewerbeschule in Zürich studierte. Von 1952 arbeitete Frutiger bei der Pariser Schriftgießerei Deberny & Peignot. In der Nähe der französischen Hauptstadt gründete er schließlich zehn Jahre später sein eigenes Grafikatelier. Dort arbeitete er eng mit Bruno Pfäffli und Andre Gürtler zusammen. Adrian Frutiger lebt heute in der Nähe von Bern. Neben der Frutiger zählt die Univers zu seinen bekanntesten Schriften. Sein Buch Der Mensch und seine Zeichen, erschienen 1978, ist ein Standardwerk für die Anwendung von Zeichen.

Die Vorgänger der Schrift

Quelle: Airlohner / Wikimedia Commons

Quelle: Airlohner /
Wikimedia Commons 1959 erschien bei Sofratype die Schrift Concorde, die Adrian Frutiger gemeinsam mit André Gürtler entwickelt hatte. Sie war der Frutiger bereits sehr ähnlich, unterscheidet sich aber in den Buchstaben M, Q und g. 1970 gestaltete Andre Frutiger die Schriftart Roissy. Sie wurde für die Beschilderung am Flughafen Paris-Charles de Gaulle eingesetzt. Die Schrift basiert auf der Concorde und bildet selbst die Basis für die Frutiger. Im Vergleich zur Roissy umfasst die Frutiger weitere Schriftschnitte.

und ihre Nachfolger

Quelle: Lumu / Wikimedia Commons

Quelle: Lumu /
Wikimedia Commons Die überarbeitete Version, die 2001 bei Linotype erschien, heißt Frutiger Next. Sie wurde nach einer Idee von Adrian Frutiger entwickelt und von Erik Faulhaber umgesetzt. Akira Kobayashi schuf 2008 zu Frutigers 80. Geburtstag die Frutiger Serif, entstanden aus einem Schriftentwurf von Adrian Frutiger. Sie harmoniert in besonderer Weise mit der Frutiger Next und umfasst 20 Schriftschnitte. Akira Kobayashi stützte sich bei der Gestaltung auf den Schriftentwurf Meridien, der ebenfalls von Adrian Frutiger stammte. 2009 kam die Neue Frutiger hinzu, die eher der Frutiger nahe kommt als der Frutiger Next. Vergangenes Jahr folgte dann die Neue Frutiger 1450, die die Norm für barrierefreies Lesen unterstützt. Die Ziffern lassen sich beispielsweise besser unterscheiden.

„hnliche Schriften

Die Frutiger hat zahlreiche Schriftgestalter inspiriert und zu ähnlichen Entwürfen angeregt. Enge Beziehungen bestehen beispielsweise zur Myriad von Adobe und zur Hausschrift von Siemens, der Siemens Sans. Auch die Schrift der Berliner Verkehrsbetriebe verwenden mit FF Transit einen Font, der auf der Frutiger basiert. Selbst auf Microsoft-Rechnern ist eine ähnliche Schrift präsent: Die Segoe UI, vorhanden seit der Betriebssystem-Version Vista, kommt der Frutiger Next sehr nahe.

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!