Fotopsychologie

06.08.2015 09:00:00
Wenn der Mensch hinter der Kamera auf den Mensch vor der Kamera trifft, dann kann daraus ein gutes Portrait werden - wenn auch digital die Chemie stimmt.

Ein gutes Portrait ist mehr. Es weiß auch dann zu faszinieren, wenn wir gar nicht wissen, wer der Abgebildete ist. Was ist das für Mensch? Was erzählt er in einer 1/125 Sekunde? Sehr, sehr viel. Aber wie entsteht diese Aura um ein Foto? Und was hat das Bild von Tante Erna, mit dem des Unterwäschemodels oder des Papstes gemeinsam, wenn es gelungen ist? Es ist immer jede Menge Psychologie dabei. Oder ein paar Tricks.

Die Lage

Quelle: Kesberger

Es gibt Gesichter, die lieben die Kamera. Aber von solchen Glücksfällen abgesehen, ist vielen Menschen das Agieren beim Portraitieren eher unangenehm. Natürlich ist anders. Im Alltag ist ja auch nicht ständig eine Kamera dabei. Und werde ich gut aussehen? Was macht der Fotograf mit meinen Fotos? Wer zu viel über das Foto nachdenkt, das da gerade entsteht, ist für ein gutes Foto sowieso schon verloren.

 

 

Die Strategie

Quelle: Kesberger

Ablenkung kann da helfen. Man vertieft sich einfach mit dem Model in ein Gespräch und fotografiert wie nebenbei weiter. Die Wertigkeit des Fototermins kann im Idealfall auch die Wertigkeit des Gesprächs erhöhen. Dieser ganze Aufwand nur für mich das schmeichelt. Wer sich sprachlich öffnet, tut dies meist auch optisch. Übrig bleibt das gute Gefühl und die Erinnerung an eine intensive Zeit. Da hilft ein generelles Interesse an Menschen ungemein. Die Beschäftigung mit den großen Meistern der Zunft zeigt: Wer im Alltag seinem Gegenüber echtes Interesse entgegen bringt, der kann auch Staatenlenker einfühlsam fotografieren.

 

 

Das Kapital

Das Kapital des Portraitfotografen ist Vertrauen. Wer fotografiert wird, liefert sich aus. Da zählt vor allem, dass der Fotograf mir wohlgesonnen ist, sich für mich interessiert und dass er seine Technik beherrscht. Wer will schon von einem Stümper fotografiert werden. Im Idealfall beherrscht der Kamerakünstler sein Metier auch wirklich. Erfahrung und Vorbereitung gerade bei Lichtaufbauten helfen da ungemein. Und wenn die Verhältnisse mal nicht so sind, dann hilft für ein ehrliches Portrait ein unehrlicher Fotograf, der den Portraitierten nicht spüren lässt, dass gerade gar nichts funktioniert.

Der Fluss

Wenn kleine Haltungs- und Regieanweisungen nicht funktionieren, weil sich das Model sichtbar unwohl fühlt, dann sollte man diesen Weg nicht weiterverfolgen. Das heißt ja auch, den Abgebildeten ernst zu nehmen. Mit der Zeit löst sich die Verkrampfung. Da hilft ein kontinuierlicher Bildfluss in den meisten Fällen ungemein. Manchen stört da ein Blitz, andere pusht er sogar. Viele Bilder suggerieren gute Bilder. Jeder Blick auf das Display unterbricht dagegen nur die Kommunikation und zerstört das zarte Band wieder, das sich gerade erst aufgebaut hat. Also lieber noch ein paar Klicks mehr. Und wenn das Display lockt, dann nutzen Sie die Gelegenheit, um den Portraitierten immer wieder loben. Das Fotostudio ist ein Ort der positiven Motivation, das hilft bei der Tante genauso wie beim Profi-Model.

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