Fotohaltung

03.09.2015 09:00:00
Stillgestanden! Das kann schon mal helfen. Auch jenseits militärischer Disziplin gibt es Haltungen, die dazu beitragen, dass Fotos nicht verwackelt werden.

Früher gab es noch deutlich weniger Haltungsunterschiede beim Fotografieren. Da gab es nur rechtes oder linkes Auge am Sucher und selbst das kann man sich meistens gar nicht aussuchen. Es ist angeboren. Doch seit Durchblicksucher nicht mehr selbstverständlich sind, haben die Bildstabilisatoren deutlich mehr Arbeit bekommen. Nur warum sollte man sich überhaupt mit dieser Frage beschäftigen? Vielleicht weil scharfe Fotos meistens schöner sind als verwackelte und bestimmt auch weil man Zeit spart, wenn der Horizont nicht erst in Photoshop gerade wird.

Die Arme

Quelle: Sony

Physik ist grausam. Man kann nicht nur andere am ausgestreckten Arm verhungern lassen, man kann auch auch seine Kamera nicht mehr so sicher halten, wenn man von ganz weit weg auf das Display guckt. Wenn die Kamera oder das Handy keine Alternative zum Durchgucken bieten oder die Spiegelreflex zur exakten Scharfeinstellung oder im Videobetrieb gerade im LiveView-Modus werkelt, dann empfiehlt es sich, die Arme zumindest nicht zu sehr auszustrecken. Außerdem hat der liebe Gott Arm in Arm mit der Evolution den Menschen mit zwei Händen ab Werk ausgestattet, damit er auch beide benutzt, um die Kamera zu halten. Der Einhandbetrieb mag cooler aussehen, aber erst bei sehr kurzen Belichtungszeiten sehen später auch die Fotos cool aus. Am besten man aktiviert dann noch gleich die eingebaute Wasserwaage.

Nicht nur die Nase des Mannes

Quelle: Kesberger

Zwei Hände braucht es auch bei der historischen Kamerahaltung. Die rechte Hand sitzt seitlich mit dem Finger am Auslöser und im Kontakt mit einem mehr oder weniger ergonomischen Handgriff. Soweit so klar. Spannender ist die linke Hand, seit die nicht mehr manuell fokussieren muss und kaum noch Blendenringe zum Verstellen findet, ist sie zumindest bei Festbrennweiten häufig arbeitslos. Trotzdem ist sie der Hauptverantwortliche für eine verwacklungsfreie Kamerahaltung. Darum nicht seitlich ans Gehäuse, sondern unter Body und Objektiv. Hier liegt die Kamera auf. Wenn der linke Arm müde wird, lässt er sich mit dem Ellenbogen am Oberkörper abstützen. So sitzen die Finger dann auch richtig zum Zoomen und Fokussieren. Die dritte Stütze bildet das Auge und meist noch die Nase, egal ob groß oder klein, ob bei Mann oder Frau. Dann können auch schon mal etwas längere Zeiten gehalten werden.

Die Beine

Quelle: Sony

Als Faustregel gilt noch immer, dass längere Zeiten als der Kehrwert der Kleinbildäquivalentbrennweite nur schwer zu halten sind. So wird aus dem 60mm-Makro an der APS-C-Kamera umgerechnet ein 90er, so dass die 1/60s schon mutig ist und die 1/125 doch erfolgversprechender klingt. Doch Vorsicht, bei Pixelboliden mit 36 Megapixeln aufwärts sieht man auch schneller Verwacklungsunschärfen, die früher niemand wahrgenommen hat. Der menschliche Bildstabilisator ist nicht nur die Handhaltung, sondern auch die Beinstellung. Auch hier gilt, dass nebeneinander mehr daneben liegt. Also leichter Ausfallschritt, da steht es sich sicherer als wenn man militärisch Haltung angenommen hat. Stillgestanden ist gar nicht so stabil.

Die Höhe

Während die Kameradesigner mit der Platzierung des Handgriffs zumindest Rechtshändern, die im Querformat fotografieren, hilfreich zur Hand gehen, wird das Hochformat meist zur hohen Schule des verwacklungsfreien Fotografierens. Bei manchen Kameras hilft dann ein Zusatzhandgriff mit zusätzlicher Stromversorgung und optimalerweise auch einem Hochformatauslöser. Wenn nicht, wird der stützende linke Arm noch wichtiger. Die ultimative Lösung aller Haltungsfragen rückt dann wieder etwas näher: In Dubio pro Stativ.

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!