Fotografie als Beruf

21.11.2013 09:00:00
Viele Wege führen zum Berufs-Bild.

Früher fing die Fotokarriere mit einer Boxkamera an. Heute mit dem Handy. Das hat jeder. Und dank der Technik fühlt sich manch einer mit dem Kauf der ersten Kamera mit Wechselobjektiven gleich zu höheren Fotoweihen berufen. Die Familie ist begeistert, die Vereinskameraden freuen sich über kostenlose Abzüge und der weitere Lebensweg ist vorgezeichnet. Mann oder Frau wird Fotograf und bald schon steht man mit tollen Models am Strand. Oder so ähnlich. Nur wie macht man sein Hobby eigentlich zum Beruf?

Die Handwerksausbildung

Quelle: Essling

Am 19.8.1839 wurde die Fotografie der Menschheit vom französischen Staat zum Geschenk gemacht. Die gedruckte Anleitung musste man trotzdem kaufen. Aber dann konnte es losgehen. Und das gilt im Prinzip noch heute. Nur sind mittlerweile ein paar Ausbildungsmöglichkeiten dazugekommen. Der Klassiker ist immer noch die Lehre. Meist wird dies beim Portraitatelier vor Ort sein, aber auch große Werbestudios bilden durchaus noch aus. Wer Glück hat, macht dabei mehr, als drei Jahre nur Passbilder. Früher durfte man sich nur mit Gesellenbrief »Fotograf« nennen, alle anderen wählten lieber nichtgeschützte Bezeichnungen wie Foto-Designer oder Bildjournalist. Mittlerweile ist die Nutzung der klassischen Bezeichnung »Fotograf« zwar erlaubt, aber dann muss man sich auch zwingend in die Handwerksrolle eintragen lassen und hoffen, dass die örtliche Handwerkskammer auch rechtlich up-to-date ist.

Das Studium

Wenn man sich schon Foto-Designer nennt, dann kann man auch gleich Foto-Design studieren. Deutschland verfügt über einige renommierte Hochschulen wie beispielsweise in Essen, Dortmund oder Bielefeld. Viele Hochschulen und nicht zuletzt die dort lehrenden Professoren haben im Laufe der Jahre für unterschiedliche Profile gesorgt oder sie verfügen wie der Lette-Verein in Berlin und die Staatliche Fachakademie für Fotodesign in München schon über eine über 100jährige Tradition, die sich nicht von vorübergehenden Moden erschüttern lässt. Ob an der Hochschule eher die Grundlagen für ein erfolgreiches Künstlerdasein wie einst bei der berühmten »Becher-Schule« in Düsseldorf oder journalistisch herausragende Arbeiten gelegt werden, sollte man vorher schon herausfinden. Sonst wird es auch schwierig, das sehr aufwändige Auswahlverfahren mit Mappe, Test und N.C. überhaupt zu überstehen.

Die Privatschule

Quelle: Sony

Die Plätze an den staatlichen Hochschulen sind sehr begrenzt, die Nachfrage ist es scheinbar nicht. Das hat in den letzten 15 Jahren die Privatschulen wie Pilze aus dem Boden schießen lassen. So groß wie die Auswahl ist, so unterschiedlich ist auch die Qualität. Nicht immer sind sie staatlich anerkannt, was für den Berufserfolg eher egal ist, für den Erfolg beim BAFöG-Amt dagegen schon. Erschwerend für das Alltagsleben kommen noch die Studiengebühren dazu. Doch auch hier findet man renommierte Lehrherren und -damen, und es bilden sich langsam Netzwerke ehemaliger Absolventen heraus, die später im Job besonders wichtig werden. Die Konkurrenz wird dadurch immer größer und die Preise niedriger. Bilder, die früher noch ein einträgliches Auskommen für den Fotografen bedeuteten, bezieht der Kunde heute für wenig Geld von der Micro-Stock-Agentur. Da zählen Spezialisierung, die eigene Handschrift und die Eigenvermarktung besonders und das muss man eben erst lernen.

Die Assistenten

Neben Lehre und Studium gibt es noch einen dritten Weg: die Ochsentour als Assistent. Wer sich da unentbehrlich macht und die immer komplexere Technik macht es leichter, unentbehrlich zu werden wird vom nach außen wirkenden Starfotografen auch entsprechend bezahlt. Wichtig ist es natürlich trotzdem, rechtzeitig den Absprung zu finden und noch einen zweiten oder dritten Arbeitgeber zu finden, der einen für ein, zwei Jahre auch fotografisch weiterbringt und nicht nur Angst um die eigene Kundenkartei hat. Wer die Augen nicht nur bei der Aufnahme aufhält, sondern auch beim beruflichen Drumherum, lernt hier mehr fürs Profileben als an der Hochschule. Allerdings bieten sich teamorientierte Arbeitsweisen mit großen Sets wie bei Werbung und Mode für diesen Weg weit mehr an, als klassische Einzelgängerspielwiesen wie die Reportagefotografie.

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