Fonts, die Geschichte(n) machen

28.08.2014 09:00:00
Schriftarten wecken Assoziationen beim Betrachter – auch deswegen sollte man bei der Fontwahl sorgfältig sein.

Schriften transportieren mehr als nur die Bedeutung, die Buchstaben und Wörter vermitteln: Sie wirken auch für sich selbst. Jeder Betrachter verbindet mit einer bestimmten Schriftart gewisse Eigenschaften, Geschichten und Epochen. Das sollten gute Gestalter bei der Auswahl des richtigen Fonts für ein Projekt beachten.

Schriften stehen für Epochen

Es gibt Fonts, die sofort mit einer bestimmten Zeit verbunden werden so erinnert die Fraktur an die Vergangenheit, oft auch an düstere Kapitel in der Geschichte. Moderne Inhalte werden damit nicht transportiert. Computerschriften und futuristische Fonts stehen dem entgegen. Schon allein, weil es PCs erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, erwecken sie einen zeitgemäßeren Eindruck. Es gibt Fonts, die an die Biedermeierzeit erinnern, an das Rokoko oder bestimmte Kunstepochen.

Schriften stehen für Zielgruppen

Viele Schriftarten eignen sich nicht für alle Einsatzzwecke. Handschriften lassen sich am Bildschirm und in Fließtexten schlecht lesen, wirken auf Mailings, die wie ein Brief aussehen sollen, aber perfekt. Klare Serifenschriften werden in Zeitungen und langen Texten für die gute Lesbarkeit verwendet, sind aber sehr nüchtern. Dass der Gestalter diese Einsatzzwecke berücksichtigt, wird von den Lesern erwartet. Sie assoziieren beispielsweise eine Times eher mit der Tageszeitung und eine Verdana mit dem Internet.

Spezielle Schriften

Quelle: Thorben Wengert/ Pixelio.de

Quelle: Thorben Wengert/
Pixelio.de Hausschriften, aber auch Fonts wie die Frutiger: Sie wurden für einen speziellen Zweck gestaltet. Hausschriften verweisen auf ein bestimmtes Unternehmen; Adidas nutzt zum Beispiel die Adihaus, Porsche die Porsche Franklin Gothic. Manche Firmen haben zwar keine eigene Hausschrift, verwenden aber immer den gleichen Font. Eine beliebte Schrift dafür ist die Frutiger, die auf die Flughafenschrift am Airport Charles de Gaulle in Paris zurückgeht.

Fonts mit Bedacht wählen

Gestalter sollten Schriftarten sorgfältig auswählen und sich die Geschichte, die Einsatzzwecke und die Assoziationen, die der Font transportiert, genau ansehen. Schreibmaschinenschriften wirken Retro, handgeschriebene Fonts weich und persönlich, Westernschriften ländlich, Comicschriften spielerisch. Jede Schrift transportiert automatisch Eigenschaften, die die Botschaft, die der Text vermitteln soll, noch verstärken können oder die ihr entgegenstehen.

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