FineArt zu Hause

04.08.2016 09:00:00
Haltbare, bezahlbare, hochwertige Fotos bis zum Format DIN A2 auf edelsten Papieren mit Druckern, die gerade noch auf den Schreibtisch passen – eigentlich ganz einfach.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Jahrelang hatte Epson den Desktop-DIN A2-Markt ganz für sich alleine. Doch jetzt bläst Canon zum Angriff und will den Markt für Profis, die ihren Kunden nicht nur Daten in die Hand drücken wollen und Amateure, die einen Ersatz für ihr altes Heimlabor im Keller gefunden haben, nicht mehr den japanischen Kollegen überlassen. Schauen wir uns den Epson SC-P 800 und den Canon Pro 1000 XL einmal genauer an.

Die Gemeinsamkeiten

Darum geht’s vor allem. Der Canon Pro 1000 XL versammelt hinter einer Klappe gleich zwölf Patronen mit jeweils 80 ml Tinte.
Quelle: fotopioniere.com
Beide Geräte verfügen über Pigmenttinten mit 80 ml-Kartuschen, bei denen die Tinte über ein Schlauchsystem zum Druckkopf geführt wird. Im Schnitt pendeln sich die Tintenkosten bei 60 Cent pro A4-Foto ein. Durch unterschiedliche Papiereinzüge sind die gängigen FineArt-Papiere am Markt bis hin zu 500 g/qm kein Problem. Dank der Pigmenttinten liegen die Haltbarkeitswerte gerahmt bei 60 bis 100 Jahren unter Galeriebedingungen. Und mit den drei Graustufen lassen sich auch hervorragende Schwarzweißprints erstellen.

Vorteil Epson

Gerade im Schwarzweißbereich zeigt der Epson SC-P800 seine leichten Vorteile im Bereich der Maximalschwärze.
Quelle: fotopioniere.com
Zu dem Epson SC-P 800 bietet Epson optional auch eine Rollenhalterung. Selbst wenn man sich die spart, kann man im Gegensatz zum Canon auch größere Formate wie 40 x 120 cm anlegen und sich von Hand von den gängigen 43cm-Rollen Blätter abschneiden. Dazu kommt, dass der Epson auch Karton bis 13 mm Stärke bedrucken kann. In der Maximaldichte liegt der SC-P 800 knapp vorn und Schwarzweißfreunde werden sich freuen, dass der Tonungsbereich im Treiber großzügiger ausgelegt ist als bei der Konkurrenz. Zwischen warm und sepia lässt sich der Print besser abstimmen. Bildnerisch hat der SC-P 800 leichte Vorteile auf Barytpapier wenn es um den Übergang Tinte-Nichttinte in den Lichtern geht. Letztlich ist das ein Vergleich auf sehr hohem Niveau. Niemand wird einem Print ansehen ob er von der roten oder blauen Marke stammt.

Vorteil Canon

FineArt-Drucker nehmen Papiere von 80 bis 500 g/qm auf. Logisch, dass dazu ein Papiereinzug nicht reicht.
Quelle: fotopioniere.com
Der Pro 1000 XL wiegt über 12 kg mehr. Die höherwertige Mechanik kommt auch dem bequemeren und verlässlicheren Papiereinzug zu Gute. Dazu ist der Canon etwas schärfer, auch wenn sich das eher an Testdateien als bei echten Fotos zeigt. Während der Epson beim Wechsel von matten auf glänzenden Papieren den Platz am Druckkopf für schwarz durchspülen muss, da Matte Black und Photo Black sich den teilen, hat der Canon zwei separate Plätze. Das spart Tinte und schont die Nerven. Die Ersparnis wird allerdings dadurch ausgeglichen, dass die Canon-Tinte einen Gloss Optimizer benötigt, der auf Glossy- und Luster-Oberflächen großzügig verteilt wird. Zudem hat der Pro 1000 XL zusätzlich eine rote und blaue Patrone, also insgesamt zwölf Patronen am Start, was für einen etwas größeren Farbraum sorgt. Diese Farbeigenschaften werden noch durch ein eingebautes Messsystem gepusht, das die optimale Anpassung auf das Lieblingspapier unterstützt. Wer jedoch häufig die Papiersorte wechselt, wird eher bei den ICC-Profilen der Hersteller bleiben.

Die Alternativen

Der Epson SC-P600 kann zwar „nur“ A3+-bedrucken. Qualitativ sind die Prints aber nicht zu unterscheiden vom großen Bruder.
Quelle: fotopioniere.com
Geht's auch kleiner? Wer in der gleichen Druckqualität ein kleineres Format sucht, kann zum Epson SC-P 600 greifen. Dann schrumpft das das Maximalformat auf A3+, schöne Ausdrucke in 30x45 sind also kein Problem und auf Grund der kleineren Patronen steigt der Tintenpreis pro Seite um 50 %. Das macht nur Sinn, wenn man wenig druckt. Bei Canon ist die A3+-Maschine Pro-1 vor allem dann keine Alternative, wenn man ein Gerät mit kleinerer Stellfläche sucht. Selbst der kleine Bruder wird auf Palette angeliefert. Und Pigmentdrucker mit Graustufentinten im DIN A4-Format? Die gibt es schlicht nicht. Selbst für A4 Ausdrucke sind die beiden DIN A2-Konkurrenten die bessere Wahl.

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