Feine Raster, feine Druckergebnisse

25.06.2015 09:00:00
Die verschiedenen Farben werden im Offsetdruck in unterschiedlichen Winkeln auf den Bedruckstoff aufgebracht. Warum ist das so?

Der Druckvorgang im Offsetverfahren ist ein hochkomplexer Vorgang, bei dem es auf viele Komponenten ankommt, um ein exzellentes Druckergebnis zu gewährleisten. Eine der Finessen besteht darin, die einzelnen Farben mit unterschiedlichen Rasterwinkeln zu drucken, um unerwünschte Effekte wie ein Moiré zu vermeiden.

Wieso Raster?

Im Offsetdruck wird die Farbe in Form von Punkten auf den Bedruckstoff Papier aufgebracht. Diese Punkte sind in einem Raster angeordnet. Je weiter weg das Auge des Betrachters ist, desto einheitlicher ist die Farbfläche, die einzelnen Punkte sind nicht mehr erkennbar. Im modernen Offsetdruck werden mittlerweile so feine Druckraster verwendet, das man oft nur noch mit Hilfe von Fadenzähler oder Lupe ein Raster erkennen kann. Je feiner das Raster ist, desto harmonischer und homogener erscheinen später die Bilder und Texte.

Der Nutzen von Rasterwinkeln

Würde man die Raster der Druckfarben genau oder nur in einer geringen Abweichung übereinander drucken, würde es zu unerwünschten Effekten kommen – deshalb verwendet man höhere Rasterwinkelwerte.
Würde man die Raster von allen Farben – also Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz – genau oder nur in einer Abweichung von wenigen Grad übereinander drucken, würde es zu unerwünschten Effekten kommen, darunter Moirés oder Überlagerungen. Deshalb verwendet man höhere Rasterwinkelwerte. Da bei vier Farben jedoch auch vier verschiedene Farbraster gedruckt werden, muss man die Rasterwinkelabweichungen zwischen diesen einzelnen Farben sorgfältig berechnen, um das Druckresultat so gut wie möglich zu gestalten.

Rasterwinkel im Druck

In der Regel wird im Druck zwischen den Farben Schwarz, Magenta und Cyan immer der gleiche Abstand eingehalten. Das liegt daran, dass Moirés besonders bei den dunklen Farben auffallen. Die unproblematischste Farbe ist Yellow. Sie wird daher mit einem geringeren Abstand in das Raster eingefügt. Das Gelb wird zudem oft vertikal oder horizontal ausgerichtet, um ihm trotz des geringeren Abstands genügend Gewicht beim Betrachter zu verleihen.

120er Feinraster bei LASERLINE

LASERLINE nutzt im Offsetdruck ein 120er Raster, das im Vergleich zum marktüblichen 80er Raster 50 Prozent mehr Druckpunkte bietet – und damit eine extrem hohe Qualität. Die Zahl gibt an, wie hoch die Streufrequenz der Druckpunkte ist. Druckmotive werden durch das 120er Raster fotorealistisch wiedergegeben, gerasterte Schriften überzeugen durch eine exzellente Kantenschärfe. Dies ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen HD- und dem veralteten Standard-Fernsehen SD.

Amplitudenmoduliertes Raster

Deutlicher geht es kaum: Die direkte Gegenüberstellung vom 120er Raster zum 80er Raster zeigt die große Differenz in der Druckqualität.
LASERLINE setzt ein so genanntes amplitudenmoduliertes Raster (AM-Raster) ein. Die Druckfläche wird dabei in Rasterlinien aufgeteilt und regelmäßig angeordnet. Ein AM-Raster schützt besonders gut vor optisch unerwünschten Effekten wie Moirés oder Rosetten. LASERLINE verwendet im Offsetdruck folgende Rasterwinkel: Cyan: 112,5; Magenta: 172,5; Yellow: 37,5; Schwarz: 52,5. In der Werbetechnik sind Rasterweite und Rasterwinkelung abhängig von Maschine und Bedruckstoff.

 

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