Farbverbindlich Softproofen

06.01.2011 09:00:00
Prüfdrucke, die das spätere Druckergebnis simulieren, lassen sich auch am Rechner anzeigen. Dazu müssen die so genannten Softproofs aber eine Reihe von Bedingungen erfüllen.

Softproofs: Das sind Proofs, die nur am Monitor dargestellt werden. Sie dienen dazu, das spätere Druckergebnis zu simulieren. Texte, Bilder und andere Elemente lassen sich dabei genauso auf ihre Richtigkeit überprüfen wie die Farben. Damit der Softproof jedoch farbverbindlich dargestellt wird, muss man einige Vorgaben einhalten.

Was braucht man für einen Softproof?

Quelle: Quatographics

Quelle: Quatographics Um einen farbverbindlichen Softproof darstellen zu können, benötigt man zunächst einen Monitor, der kalibriert sein muss. Diese Kalibrierung wird mit einem speziellen Messgerät vorgenommen. Zudem muss der Bildschirm auf der ganzen Fläche über eine homogene Darstellung verfügen – die Ecken dürfen beispielsweise nicht schwächer ausgeleuchtet sein als die mittleren Bereiche. Wer es ganz genau nimmt, sollte den Bildschirm zudem mit einer Normlichtkabine betreiben, die für standardisierte Lichtverhältnisse sorgt. Eine weitere Komponente ist die entsprechende Software, die den Softproof erzeugt. Oft bringt sie Kommentarfunktionen mit, so dass sich ein virtueller Korrekturablauf aufbauen lässt.

Wann ist ein Softproof verbindlich?

Quelle: Quatographics

Quelle: Quatographics Wenn die Farbwerte aus der Vorlagendatei im Softproof übernommen werden, spricht man von einem farbgenauen Proof. Werden zudem bestimmte Normen eingehalten, wie der Medienstandard Druck des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) und werden außerdem die Grenzwerte des Fogra/Ugra-Medienkeils berücksichtigt, so spricht man von einem farbverbindlichen Softproof. Derzeit fehlen allerdings dafür noch die entsprechenden Referenzwerte. Wird die Einhaltung dieser Standards jedoch von einer herstellerunabhängigen Stelle bestätigt, so kann man von einem zertifizierten Softproof sprechen.

Was bringt die Zertifizierung?

Unterschiede zwischen Vorlage, Proof und späterem Druckergebnis sorgen zwischen Kunden, Kreativen und Druckbetrieben immer wieder für Differenzen. Setzt man einen zertifizieren Proof ein, so gehen die Dienstleister hier auf Nummer sicher: Im Streitfall kann der Proof als Beweismittel herangezogen werden. Auch die Drucker können sich bei der Einstellung der Maschinen auf diesen Proof verlassen. Zudem zeigt ein zertifizierter Softproof, dass der Druckbetrieb sein Handwerk genau nimmt. Er ist ein Qualitätsmerkmal.

Tipps für Softproofs

Quelle: Quatographics

Quelle: Quatographics Ein Softproof ist nur so gut wie die Person, die ihn erstellt hat. Das bedeutet zum einen: Mitarbeiter sollten im Erstellen von Softproofs geschult werden und ein Auge für mögliche auftretende Probleme haben. Zum anderen muss bei jedem Softproof dokumentiert werden, wer ihn wann mit welchen Hilfsmitteln erzeugt hat. Wichtig: Auch die jeweilige Dateibezeichnung sollte mit im Proof festgehalten werden – damit man nachher weiß, ob man auch über die richtige beziehungsweise endgültige Version einer Datei spricht. Wer ein zusätzliches Kontrollinstrument in den Arbeitsfluss einbauen möchte, der kann einen gedruckten Proof erstellen und ihn mittels Farbmessung mit dem Softproof am Bildschirm abgleichen.

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