Farben im Webdesign

07.07.2016 09:00:00
Nicht alle Farbkombinationen sind im Webdesign unproblematisch. Wir erklären, was man aufgrund der Barrierefreiheit beachten sollte.

Viele Menschen haben eine Fehlsichtigkeit, sie sind weit- oder kurzsichtig. Andere können Farben nicht richtig erkennen und unterscheiden. Webdesign muss darauf Rücksicht nehmen: Im Sinne der Barrierefreiheit sollte man bestimmte Farbkombinationen vermeiden und Kontraste deutlich erhöhen. Was gibt es genau zu beachten?

Welche Farbfehlsichtigkeit gibt es?

Fast jeder zehnte Mensch ist farbfehlsichtig.
Quelle: Petra Bork / Pixelio.de
Menschen nutzen drei verschiedene Rezeptoren für das Wahrnehmen von Farbe. SObald einer oder mehrere Rezeptoren nicht richtig oder gar nicht funktionieren kommt es zu einer Farbfehlsichtigkeit. Bei der Monochromasie ist nur noch ein Rezeptor intakt. Menschen, die unter einer Monochromasie leiden, können gar keine Farben erkennen, sondern nur noch verschiedene Helligkeitsstufen. Bei der Dichromasie arbeiten noch zwei Rezeptoren. Personen mit einer Dichromasie sind entweder rot- oder grünblind. Sie haben eine Rot-Grün-Sehschwäche und können die beiden Farben nicht auseinander halten. Immerhin neun Prozent der Männer und etwa 0,8 Prozent der Frauen sind davon betroffen. Menschen, die keine Einschränkungen im Farbsehen haben weil alle drei Rezeptoren funktionieren, nennt man „Trichromaten“.

Hohe Kontraste

Internetnutzer mit einer Farbfehlsichtigkeit brauchen ausgeprägte Kontraste, um vor allem Text problemlos wahrnehmen zu können. Für sie können zudem sogenannte Caprchas zur Verifizierung schwierig werden. Diese Captchas verzerren den Text und arbeiten zum Teil mit unterschiedlichen Kontrasten. Schnell sperren sie so Personen aus, die mit einer Monochromasie zu kämpfen haben. Im Zweifel sollte man immer noch ein weiteres Verifizierungsverfahren anbieten, beispielsweise das Vorlesen des Codes per Audiodatei. Ähnlich schwierig können blinkende Inhalte werden, vor allem, wenn es sich dabei um Text handelt, der immer wieder aufblitzt.

Rot und grün nicht mischen

Roter Text auf grünem Grund oder umgekehrt kann von Personen mit einer Rot-Grün-Sehschwäche oft gar nicht entziffert werden. Daher ist diese Farbkombination generell sehr problematisch und am Besten zu vermeiden. Eher sollte man auf Rot-Gelb, Grün-Blau oder andere Verbindungen ausweichen, wenn Text überhaupt auf farbigem Grund abgebildet wird. Komplette Farbschemata für Webseiten sollten nicht gleichzeitig Grün und Rot enthalten.

Hilfreiche Tools

Mit diesem Werkzeug lässt sich Farbfehlsichtigkeit simulieren.
Quelle: Colorblind Web Page Filter
Wer wissen möchte, wie Webuser mit Farbfehlsichtigkeit eine Internetseite wahrnehmen, kann sich einen speziellen Filter für Photoshop herunterladen. Vischeck ist kostenlos für Windows und Mac erhältlich. Besonders im Entwicklungsprozess von Webseiten ist das hilfreich. Fertige Internetpages, die bereits im Netz stehen, kann man mit der Seite Colorblind Web Page Filter testen. Hier gibt man eine URL ein und erhält im Ergebnis eine Ansicht der Seite, so wie Nutzer mit Farbfehlsichtigkeit sie sehen. Verschiedene Filter simulieren dabei die unterschiedlichen Farbfehlsichtigkeiten. Ein hervorragender Weg, um Schwierigkeiten aufzudecken, wenn man selbst alle Farben gut wahrnehmen kann.

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