Farbe managen mit ICC-Profilen

29.07.2010 09:00:00
Bei der Produktion von Drucksachen kommen verschiedene Ein- und Ausgabegeräte zum Einsatz. Mit ICC-Profilen bleibt die Farbe konstant.

„WYSIWYG“ – hinter dieser kryptischen Abkürzung verbirgt sich das allseits beliebte Motto „What you see is what you get“. Damit die Farbe auf dem Monitor und dem Proof auch so aussieht, wie sie später gedruckt wird, nutzt man Farbprofile. Federführend bei der Erstellung dieser Profile ist die European Color Initiative (ECI), deren Farbprofile auch LASERLINE einsetzt.

Was bringen Farbprofile?

Quelle: Marko Greitschus Pixelio

Quelle: Marko
Greitschus (Pixelio)

Mitunter kann das Aufbereiten von Druckdaten kompliziert wirken. Dennoch lohnt es sich mit ICC-Profilen zu arbeiten, die den reproduzierbaren Farbraum von Ein- und Ausgabegeräten beschreiben. Auf dieser Basis lässt sich das Farbmanagement vereinheitlichen. Farben, die auf einem Gerät darstellbar sind, auf einem anderen aber nicht, werden dabei mit Hilfe von so genannten Rendering Intents so verschoben, dass sie möglichst dicht am Original-Farbton bleiben. Das bedeutet, dass ein Zitronengelb sowohl auf dem Monitor, als auch auf dem Proof und später im Druck wie ein Zitronengelb aussieht – und nicht etwa sonnengelb. Das Druckergebnis wird damit auch hinsichtlich der Farben vorhersagbar.

Wo gibt es Farbprofile?

Ihren Namen haben die Farbprofile vom International Color Consortium (ICC). ICC-Farbprofile entsprechen den Spezifikationen dieses Konsortiums. Bereitgestellt werden sie auf der Webseite der European Color Initiative (ECI) European Color Initiative (ECI). Diese verfügt über einen Downloadbereich mit unterschiedlichen Farbprofilen. Die dort angebotenen Profile sind besonders empfehlenswert, da sie auf den Merkmalen des ProzessStandards Offsetdruck basieren, nach dem auch LASERLINE druckt. Wichtig: Es gibt dort nicht nur unterschiedliche Farbprofile für die jeweiligen Druckverfahren, sondern auch für das später im Druck verwendete Papier („PSO_Uncoated_ISO12647_eci.icc“ für Naturpapiere und „ISOcoated_v2_300_eci.icc“ für gestrichenes Papier)!

Wie installiert man ICC-Profile?

Quelle: Sandra Küchler

Zunächst lädt man sich die Profile von der Webseite der ECI herunter. Diese findet man im Archiv „eci_offset_2009.zip“. Anschließend speichert man sie im entsprechenden Verzeichnis (Library/ColorSync/Profiles). Unter Windows reicht es die Profile über den Klick auf die rechte Maustaste zu installieren – sie werden dann im Profilordner abgelegt. Anschließend lassen sich die Profile in den Adobe-Anwendungen unter „Bearbeiten“ und „Farbeinstellungen“ auswählen.

Was können Farbprofile nicht?

Farbprofile dienen in erster Linie dazu, das spätere Druckergebnis am Bildschirm oder im Rahmen eines Proofs zu simulieren oder aber eine Farbumwandlung durchzuführen. Für den Druckprozess selbst werden Farbprofile aber nicht benötigt.

Deshalb ist es auch nicht zwingend notwendig ein Farbprofil in eine CMYK-Datei einzubetten. Auch für die Erstellung eines Normproofs liegen LASERLINE die entsprechenden ICC-Profile bereits vor. Kunden können also sicher sein: Was auf dem Proof erscheint, kommt auch aus der Druckmaschine.

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