Farbe im Offsetdruck

30.11.2005 09:00:00
Für ein haltbares und abriebfestes Druckprodukt muss man im Offsetdruck die Wechselwirkung zwischen Papier und Farbe beachten.

Offsetdruckfarben bestehen aus Pigmenten und Bindemitteln, deren Verhältnis darüber entscheidet, wie sich die Farbe in Verbindung mit dem Papier beim Druck verhält. Nur wenn die Eigenschaften sowohl des verwendeten Papiers als auch der eingesetzten Farbe bekannt sind, können gute Druckergebnisse erzielt werden. Anderenfalls kann es zu starkem Abrieb schon bei geringster Belastung oder Abspringen der Farbe bei der Weiterverarbeitung kommen. Deshalb ist es auch für den Grafiker wichtig zu wissen, welche Farb-Papier-Kombinationen beim Druckerzeugnis die besten Ergebnisse erzielen.

Die richtige Farbe

Farbe ist nicht gleich Farbe. Das weiss man spätestens, wenn man als Kind neben der Wasserfarbe auch die Dispersionsfarbe der elterlichen Werkstatt auf die Wand schmierte und ersteres sich gut wieder abwaschen, letztes aber einfach fest saß. Auch im Druck ist Farbe nicht gleich Farbe, weshalb man für jedes Druckverfahren einen besonderen Farbtyp nutzen muss, um ein optimales Druckergebnis zu erhalten. Die Farbe muss für ein gutes Ergebnis je nach Maschine und Papier zusätzlich nochmals modifiziert werden. Deshalb führt ein und dieselbe Farbe bei unterschiedlichen Druckverfahren zum Teil zu den unterschiedlichsten Ergebnissen in Bezug auf Druckqualität und Haltbarkeit. Aber auch das Papier spielt eine entscheidende Rolle, denn die Wechselwirkung im Druck und der Weiterverarbeitung von Papier und Farbe stellen drucktechnisch immer wieder eine Herausforderung dar.

Offsetfarbe

Für den Offset gibt es deshalb ebenso spezielle Farben, wie für den Digitaldruck. Setzt man beim Digitaldruck spezielle Toner ein, nutzt der Offset ein speziell auf die jeweiligen eingesetzten Maschinen abgestimmtes Gemisch aus Pigment, Bindemittel und sogenannten Additiven. Das Pigment gibt der Farbe den entsprechenden Farbton und ihre Eigenschaften, wie deren Lichtechtheit. Es wird auf chemischen Wege gewonnen, um eine konstante Qualität sicherzustellen. So wird "Schwarz" aus dem auf eine besondere Weise abgebrannten Ruß von Erdöl hergestellt. Dieses Verfahren ist aufwändig und teuer. Das Bindemittel hingegen hat Einfluss auf die tatsächliche Verdruckbarkeit der Farbe, also wie sie vom Papier aufgenommen wird. Dieses "Aufnehmen" oder auch Einsinken der Farbe in das entsprechende Papier wird in der Branche auch "wegschlagen" genannt. Zusätzlich sorgen die beigemischten Additive wie Wachse und Trockenstoffe für den Abstand des Farbfilms und die jeweilige Trockenzeit einer Farbe.

Das richtige Papier

Die genaue Zusammensetzung der Farbe muss relativ exakt nicht nur auf das Druckverfahren, sondern auch auf die Besonderheiten des Bedruckstoffs angepasst werden. Nur wenn der Drucker die Eigenschaften aller verwendeten Komponenten kennt und diese aufeinander abgestimmt sind, kann ein gutes und haltbares Druckergebnis erzielt werden. Das Papier muss deshalb nicht nur hinsichtlich seines Verhaltens gegenüber Feuchte und Temperatur geprüft sein, sondern auch gleichmäßig die Farbe aufnehmen, innerhalb eines Druckauftrags in seinen Eigenschaften nicht zu sehr variieren und ein konstantes Spannungs-Dehnungsverhalten aufweisen. Aber auch wie sich das Papier beim Farbwegschlagen (Farbaufnahme) verhält muss dem Drucker bekannt sein - und auch dem Grafiker, wenn er sich bereits im Gestaltungsprozess ein spezielles Papier aussucht.

Spezielle Papierwünsche

Denn Naturpapier saugt wesentlich intensiver als glatt gestrichene Künstlerpapiere, so dass sich die Farbpunkte bei ersterem stärker miteinander vermischen können. Zudem neigen bedruckte Falzkanten bei starken Papiersorten zum brechen und bei schwach saugenden Papieren kann es zu vermehrtem Abrieb kommen. Deshalb gilt es vor allem bei speziellen Papierwünschen auch auf die Wechselwirkung zwischen Farbe und Papier Rücksicht zu nehmen.

Große Auswahl an Standardoffsetpapieren

Im Offset sind in den letzten Jahren allerdings in guter Abstimmung zwischen Drucker und Papiermacher eine Vielzahl von Offsetpapieren und -kartons in ungestrichen und gestrichen, holzhaltig und holzfrei, matt und glänzend, maschinenglatt, satiniert und geprägt entstanden. Sie alle zeichnen sich hinsichtlich der Wechselwirkung zwischen Wischwasserfeuchte und Druckfarbe beim Offsetdruck durch besonders gute Oberflächenfestigkeit (Leimung) und Dimensionsstabilität sowie chemische Neutralität aus. Deshalb sollten Sie sich - um Probleme im Vorfeld bereits zu vermeiden - am besten für eines der Standardpapiere, die speziell auf den Offset und dessen Farben abgestimmt sind, entscheiden. LASERLINE bietet Ihnen hierzu eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten an, durch die Sie garantiert ein qualitativ hervorragendes Druckergebnis im Offsetdruck erzielen können. Und für noch längere Haltbarkeit haben Sie bei vielen Produkten auch die Möglichkeit, die Farbe durch einen Schutzlack nicht nur zu schützen, sondern sie noch brillanter erscheinen zu lassen.
 

Seminar Papier + Farbe

Wollen Sie mehr über die Wechselwirkung von Papier und Farbe erfahren, haben Sie dazu im kommenden Jahr 2006 die Möglichkeit. Unser Papierlieferant Michaelis wird in der LASERLINE ACADEMY am 31. März, am 30. Juni und am 20. Oktober direkt am Objekt die Probleme von verschiedenen Papiersorten mit Farben erläutern und zeigen, wie man diese umgeht. Ab der kommenden Woche können Sie sich zu den Seminaren der LASERLINE ACADEMY online anmelden und das gesamte Programm einsehen.

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