Fachbegriffe in der Typografie

21.01.2010 09:00:00
Die Typografie dreht sich rund um die Welt der Buchstaben. Fachbegriffe, die meist aus dem Lateinischen stammen, bezeichnen Klein- und Großbuchstaben sowie andere Elemente.

Minuskeln und Majuskeln, Kapitälchen und Versalien: Was bedeuten diese Begriffe aus der Typografie und wo haben sie ihren Ursprung? Rund um die Buchstaben gibt es einige Fachbegriffe, die auch den Aufbau der Zeichen näher beschreiben. Selbst die Abstände nach oben, unten, links und rechts tragen eigene Bezeichnungen.

Minuskeln

Sie werden auch „Gemeine“ als Synonym für „Gewöhnliche“ genannt: die Minuskeln. Gemeint sind damit die Kleinbuchstaben. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen: Hier steht „minusculus“ sinngemäß für „etwas kleiner“.


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Majuskeln und Versalien

Die Großbuchstaben werden auch Majuskeln genannt – im Gegensatz zu den Minuskeln. Ein weiterer, gebräuchlicher Begriff lautet Versalien. „Majusculus“ lautet im Lateinischen der sinngemäße Ausdruck für „etwas größer“, während der Begriff „Versalien“ auf das lateinische Wort „Versus“ für Zeile zurückzuführen ist.


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Kapitälchen

Auch Kapitälchen sind streng genommen Großbuchstaben, dürfen jedoch nicht mit den Versalien verwechselt werden, da bei den Kapitälchen die Großbuchstaben kleiner sind als im Fließtext. Daher eignen sie sich auch besser als die Versalien zum Auszeichnen von Textpassagen.

Punze


Quelle: Rainer
Sturm (Pixelio) Nichtdruckende Innenbereiche eines Buchstabens bezeichnet man als Punzen. Beim Buchstaben „O“ ist damit beispielsweise die ovale Innenfläche gemeint. Man unterscheidet auch zwischen offenen und geschlossenen Punzen. Eine offene Punze gibt es unter anderem beim Buchstaben „n“. Die Punzen wurden früher im Bleisatz aus dem Material herausgeschlagen. Die Bezeichnung leitet sich vom englischen „punch“ für „schlagen“ her.

Fleisch, Vor- und Nachbreite, Kegelhöhe

Nichtdruckende Bereiche ober- und unterhalb des Buchstabens nennt man Fleisch. Vor und nach einem Wort sind ebenfalls nichtdruckende Bereiche zu finden: Sie werden als Vor- und Nachbreite bezeichnet. Die Höhe von Buchstaben inklusive Fleisch wird als Kegelhöhe bezeichnet.

Dickte

Nimmt man die Breite eines Buchstabens, einschließlich der Vor- und Nachbreite, so erhält man die Dickte.

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