Es bleibt in der Familie

21.03.2013 09:00:00
Eine Schriftfamilie umfasst verschiedene Erscheinungsformen eines Fonts. Wir erklären, was dahinter steckt.

Ob Arial, Frutiger oder Helvetica: Schriften werden in erster Linie durch ihren Namen gekennzeichnet. Doch ein Font kann viele verschiedene Erscheinungsformen umfassen. Man spricht dann von einer Schriftfamilie. Innerhalb einer Familie variieren beispielsweise Schriftstärke, Schriftlage und die Dickte.

Was ist was?

Ausgangspunkt jeder Schriftvariation ist der sogenannte Masterfont, auch Basisschrift genannt. In dieser Version hat der Gestalter die Schriftart entwickelt. Vom Masterfont ausgehend werden anschließend verschiedene Varianten gestaltet. Die gängigsten sind Italic, Bold und Bold Italic. Generell existieren bei den Bezeichnungen von Schriftvarianten unterschiedliche Namen. Italic wird auch als Kursiv bezeichnet, Bold auch als Fett. Neben den Buchstaben des Alphabets umfasst ein Font noch Sonderzeichen, Ziffern, Interpunktionszeichen und meist auch Ligaturen.

Schriftstärke

Die Schriftstärke ist eine Maßeinheit für den Schwarzgrad einer Schrift. Man unterscheidet hier die Varianten Ultraleicht (Ultra Light, Ultra Thin), Extraleicht (Extra Light, Fein, Thin), Leicht (Light, Light Plain), Halbleicht (Semi Light, Mager, Semi Light Plain), Normal (Regular, Buch, Werk, Book, Medium, Plain, Roman), Halbfett (Semi Bold, Kräftig), Fett (Bold, Dreiviertelfett, Demi, Heavy), Extrafett (Extra Bold, Black), Ultrafett (Ultra Bold, Extra Black, Ultra). Eine einheitliche Einteilung gibt es dabei nicht. Es bleibt dem Gestalter überlassen, wie er die Varianten bezeichnet.

Schriftbreite


Quelle: Linotype.de Die Dickte legt fest, wie breit die Buchstaben sind. Hier gibt es die Bezeichnungen Ultraschmal (Ultra Condensed), Extraschmal (Extra Condensed, Thin), Schmal (Condensed, Compressed, Narrow), Halbschmal (Semi Condensed), Normal (Regular), Halbbreit (Semi Extended), Breit (Extended, Expanded), Extrabreit (Extra Extended), Ultrabreit (Ultra Extended).

Schriftlage

Die Schriftlage legt fest, ob die Schrift gerade oder geneigt ist. Hier unterscheidet man die Begriffe Aufrecht (Upright, Normal), Kursiv (Italic für echte Kursive), Schräg, Geschrägt, Geneigt (Slanted, Oblique oder Sloped Roman für unechte Kursive, die einer schräg gestellten, aufrechten Schrift entsprechen). Hinzu kommen noch Sonderformen der Schrift. Dazu zählen beispielsweise Konturen (Outlined) oder Schattierte Formen (Shaded).

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