Endlich der eigene Chef sein

27.06.2013 09:00:00
Viele Kreative liebäugeln mit der Selbstständigkeit. Ist das lohnenswert und wie gründet man die eigene Firma?

Designer sind gefragt das treibt viele Gestalter an, als Selbstständige zu arbeiten. Abseits der Kreation müssen sie sich jedoch mit betriebswirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen, Eigenwerbung betreiben und Auftraggeber finden. Am Anfang steht die Gründung: Auch sie will richtig eingefädelt werden.

Gründung

Quelle: Konstantin Gastmann / Pixelio.de

Quelle: Konstantin Gastmann /
Pixelio.de Jeder Firmengründung muss ein tragfähiges Geschäftsmodell zugrunde liegen. Ein solcher Businessplan ist auch Voraussetzung für eine Finanzierung oder die staatliche Förderung. Beim Aufstellen eines Geschäftsmodells helfen verschiedene Internetportale, aber auch die Industrie- und Handelskammern. Wichtig ist es, sich schon im Vorfeld so viel Unterstützung wie möglich zu holen. Anlaufstellen im Web sind Seiten wie

www.existenzgruender.de, www.kultur-kreativ-wirtschaft.de oder www.forderdatenbank.de.

 

Auftraggeber finden

Manche Kreative haben schon während der Ausbildung und den ersten Berufsjahren Kontakte geknüpft, andere müssen ihr Netzwerk erst aufbauen. Kontakte sind das A und O bei der Selbstständigkeit. Zudem sollten Existenzgründer von sich aus auf mögliche Kunden zugehen. Dazu gehört die Eigenwerbung: Broschüren, Visitenkarten und das eigene Geschäftspapier geben einen entscheidenden ersten Eindruck der Leistungen. Kreative können auch mit anderen Selbstständigen zusammenarbeiten, beispielsweise im Bereich Text, Fotografie oder Webdesign. So können sie sich gegenseitig zu Aufträgen verhelfen und Projekte gemeinsam angehen. Messen und Fachveranstaltungen sind gute Gelegenheiten, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Wissen, was man wert ist

Einer der häufigsten Fehler von Selbstständigen ist, dass sie ihre Honorare zu niedrig ansetzen. Eine genaue Aufstellung aller Arbeiten, die für ein Projekt nötig sind, hilft bei der Kalkulation und sollte auch Vertragsgrundlage sein. Angehende Selbstständige müssen sich zudem mit Rechtlichem auseinandersetzen: Welche Nutzungsrechte werden dem Auftraggeber eingeräumt? Welche Vertragsbestandteile regeln die eigenen allgemeinen Geschäftsbedingungen? Beim Aufsetzen dieser Dokumente kann die Hilfe eines Anwalts lohnend sein.

 

Lohnt sich die Mühe?

Designer, die sich selbstständig machen wollen, müssen immer bedenken, dass es nicht bei der kreativen Arbeit bleibt. Es gilt darüber hinaus, Rechnungen zu schreiben, Umsatzsteuern beim Finanzamt anzumelden, sich um die Krankenversicherung zu kümmern und noch vieles mehr. Die Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses fällt weg, dafür gewinnt man die Freiheit, sein eigener Chef zu sein. Die Werbewirtschaft boomt nach wie vor, Designer sind überall gefragt. Entscheidend für den Geschäftserfolg sind jedoch Kontakte und die eigene Motivation.

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