Eine gute Verbindung

30.06.2011 09:00:00
Papierbogen zu einem Druckprodukt zu verbinden: Diese Aufgabe fällt der Bindung zu. Dabei stehen mehrere Varianten mit unterschiedlichen Vorteilen zur Verfügung.

Kataloge, Broschüren, Flyer: Bei Drucksachen, die aus mehreren Seiten bestehen, gibt die Bindung einen dauerhaften Halt. Ob Rückstich- oder Ringösenheftung, Klebebindung oder Wire-O: Jede Bindeart spielt ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen aus. Wichtig ist auch, bereits in der Druckvorstufe die Weichen richtig zu stellen.

Rückstich- und Ringösenheftung

Bei der Rückstichheftung halten Metallklammern die Papierbogen zusammen. Zum Einsatz kommen zwei oder vier Klammern, je nach Format. Bekannt ist die Rückstichheftung von Magazinen; viele Broschüren werden ebenfalls kostengünstig und unkompliziert so gebunden. Es gibt jedoch Grenzen bei der Dicke des Druckprodukts. Ab ca. 100 Seiten bei einem Papier mit 90 g/qm Grammatur ist Schluss. Ergänzend zur Rückstichheftung ist die Ringösenheftung: Hier werden Abheftösen als Bindeglied eingesetzt, um ein Abheften des Druckprodukts in einem Ordner zu ermöglichen. Soll diese Bindeart eingesetzt werden, muss in der Druckvorstufe ein Bundzuwachs einberechnet werden.

Klebebindung

Quelle: Uta Herbert Pixelio

Soll eine größere Seitenanzahl gebunden werden, setzt man die Klebebindung ein. Dabei werden die Seiten zunächst zu einem Block zusammengetragen. An der Klebestelle wird der Block angefräst, um ein besseres Haften des Klebers zu gewährleisten. Unterschieden wird zwischen PUR- und Kaltklebebindung. PUR-Kleber wird heiß aufgetragen. Unter hohem Druck entsteht eine langlebige und elastische Verbindung zwischen Block und Umschlag. Kaltkleber – in der Regel Dispersionskleber – wird dagegen, wie es der Name vermuten lässt, kalt aufgebracht. Die Verbindung ist nicht dauerhaft wie beim PUR-Kleber. Stattdessen lassen sich die einzelnen Seiten abreißen. Das ist praktisch bei Schreibblöcken.

Wire-O-Bindung

Quelle: Kathrin Antrak Pixelio

Diese Bindeart ist auch unter dem Namen Drahtkammbindung bekannt. Dabei wird zu Schlaufen geformter Draht durch eine Reihe von Öffnungen geführt und anschließend fest verschlossen. Im Unterschied zu klebe- oder rückstichgehefteten Produkten bleiben so gebundene Drucksachen immer aufgeschlagen liegen. Daher setzt man sie beispielsweise für Kalender oder Schulungsunterlagen ein. Auf Wunsch kann für Kalender ein Kalenderaufhänger in der Mitte der Bindung eingearbeitet werden.

Wichtig in der Druckvorstufe

Die Wahl der Bindeart beeinflusst sowohl das Ausschießschema als auch den Bundzuwachs. Bei der Klebebindung werden die gefalzten Druckbögen fortlaufend aneinandergefügt, bei der Rückstichheftung werden sie dagegen ineinander gesteckt. Bei der Rückstichheftung muss man außerdem an den Bundzuwachs denken: Steckt man die Papierbogen ineinander, so ragen die mittleren Seiten am weitesten heraus und es bildet sich ein unerwünschter Treppeneffekt. Deshalb erfolgt ein Frontbeschnitt, der jedoch die mittleren Seiten stärker erfasst. Ab etwa 48 Seiten muss der Bundzuwachs daher ausgeglichen werden – was LASERLINE für Sie übernimmt. Sie müssen beim Anlegen der Druckdaten also den Bundzuwachs nicht beachten.

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