Eine Datei, vier Druckfarben

09.06.2011 09:00:00
Im Vierfarbdruck wird mit den vier Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz gedruckt. Die Farbseparation macht den Weg dafür frei.

Bei der Farbseparation werden einzelne Farben für den Druck ermittelt. Gedruckt wird im Vierfarbdruck, manche Druckdaten enthalten jedoch Sonderfarben oder liegen im RGB-Modell vor, so dass ein Umrechnen nötig wird. Mithilfe von speziellen Winkelabständen der einzelnen Raster versucht man zudem, Moiré-Effekte zu verhindern.

Wie funktioniert CMYK?


Quelle: Wikimedia Commons CMYK ist ein subtraktives Farbmodell. Im Gegensatz zu RGB wird hier Licht reflektiert. Bei einer cyan-farbenen Fläche werden die roten Anteile absorbiert und die cyan-farbigen reflektiert. Dieses cyan-farbige Licht sieht der Betrachter. Je mehr Farbe man zumischt, desto dunkler wird die Farbfläche. Bei RGB ist das anders. Hier wird die Farbfläche umso heller, je mehr Farben „zugeschaltet“ werden. Die Grundfarben von CMYK sind Cyan, Magenta und Yellow. Weil ihr Zusammendruck aber kein reines Schwarz ergibt, kommt eben diese Farbe noch hinzu: Das „K“ steht für „Key“, übersetzt die „Schlüsselfarbe“. Um im Vierfarbdruck drucken zu können, muss man im Offsetdruck eine Druckplatte für jede der vier Farben erstellen.

Besonderheiten im Druck

Der Farbeindruck im Vierfarbdruck entsteht durch das Über- und Nebeneinanderdrucken der vier Grundfarben. Eng nebeneinander liegende Rasterpunkte erwecken beim Betrachter den Eindruck einer additiven Farbmischung, während beim Übereinanderdrucken subtraktive Effekte entstehen. Ebenso können Moirés auftreten. Daher druckt man die einzelnen Farben nicht einfach deckungsgleich übereinander, sondern in speziellen Winkeln versetzt. Lediglich Gelb wird nicht verändert. Cyan wird meist in einem Winkel von 75 oder 15 Grad gedruckt, Schwarz mit 135 oder 45 Grad und Magenta mit 15 oder 75 Grad.

Welche Rolle spielt Schwarz?


Quelle: Heidelberger Druckmaschinen Dem „K“ in CMYK kommt eine besondere Bedeutung zu. Zunächst dient es dazu, einen reinen Schwarzton zu erzielen. Gleichzeitig soll aber eine feine Abstufung des Schwarzanteils erzielt werden. Unnötig ist es dagegen, alle vier Farben zu 100 Prozent übereinander zu drucken. Die Farbseparation übernimmt also zusätzlich die Aufgabe, in solchen Fällen den Anteil von Cyan, Magenta und Yellow zu verringern. Dadurch entstehen aber wiederum „schmutzige“ Farben mit geringer Leuchtkraft und Sättigung. Im nächsten Schritt wird deshalb der Schwarzanteil so angehoben, dass der Schärfeeindruck wieder steigt.

Welche Programme beherrschen die Separation?

Die Farbseparation erfolgt in der Druckvorstufe. Besonders bei anspruchsvollen Projekten, bei denen Sonderfarben in CMYK umgerechnet werden, sollten Fachleute das Ergebnis prüfen. Programme wie QuarkXPress oder Adobe InDesign bringen Funktionen mit, die die Farbseparation erledigen. Die meisten Umwandlungen werden in Adobe Photoshop vorgenommen. Bevor Programme diese anspruchsvolle Aufgabe übernahmen, erstellten übrigens Reprofotografen mit Hilfe von Farbfiltern die Farbauszüge.

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