Einbein, Zweibein, Dreibein

12.09.2013 09:00:00
Für den richtigen Halt im Fotoleben sorgt das passende Stativ.

Man kann blitzen und die ISO-Werte hochschrauben, aber irgendwann wird es dann doch Zeit, erwachsen zu werden. Dann steht der Kauf eines Stativs an. Das ist angesichts der Marktfülle gar nicht so einfach und doch so wichtig, denn angesichts der heutigen Kameralebenszyklen wird einen Fotografen das Stativ länger begleiten als die meisten Spiegelreflexgehäuse. Wir nähern uns dem Thema heute einmal ganz äußerlich: Kann man auf einem Bein wirklich nicht stehen oder sind Vierbeiner die besseren Stative?

Einbein

Quelle: Novoflex

Bei HDR-Aufnahmen wird es nicht helfen, aber Einbein-Stative dienten schon als Bildstabilisator als der noch gar nicht erfunden war und bringen trotzdem nicht einmal ein Drittel des Gewichts eines normalen Stativs auf die Waage. Bei Pressekonferenzen, im Bundestag und in der Bundesliga erleichtert ein Einbein gerade da das Arbeiten, wo die Teleobjektive groß und schwer und die Termine lang und länger werden. Da freut man sich über jede Unterstützung. Aber natürlich muss man die Kamera die ganze Zeit festhalten, sonst kippt das Einbein um. Mit einem Monopod lassen sich längere Belichtungszeiten realisieren, allerdings nützen die bei Sport, Spiel und Tier meist recht wenig, weil die Motive dafür zu hektisch sind. Darüber trösten wunderbare Mitzieheffekte hinweg. Und der Rücken freut sich auch.

Zweibein

Quelle: Kesberger

Da werden auch altgediente Profis staunen: Was bitte ist ein Zweibein? Während wir selbst überwiegend recht sicher auf zwei Beinen stehen, erscheint das auf dem Stativsektor auf den ersten Blick nicht gerade einleuchtend. Eigentlich sind die Zweibeine auch nur Vierbeinstative, bei denen man zwei Beine abgeschraubt hat. Im Ergebnis ist das Zweibein ein Einbein, das nicht kippt, wenn man es anlehnt. Das kann man an sich selbst anlehnen oder an die Hauswand. Für die gewohnte Flexibilität braucht es aber zumindest einen Stativkopf, um das Motiv weiter verfolgen zu können. Und mehr Stellfläche benötigt das Zweibein auch.

Dreibein

Quelle: Kesberger

Das Dreibein ist älter als die Fotografie. Schon die Zeichenhilfe der Camera Obscura hatte ein Dreibein und gleich nachdem die Erfindung der Fotografie 1839 verkündet wurde, zogen die Fotografen mit einem Dreibeinstativ in die Welt hinaus. Damals waren sie aus Holz, heute sind sie überwiegend aus Aluminium und teurer, leichter, meist stabiler Carbon. Neben dem Materialmix ist die Fertigungsqualität entscheidend für verwacklungsfreie Langzeitaufnahmen: Wie stabil sind die Verschlüsse, wie dick die Beinsegmente, aus wievielen Elementen besteht es, wie groß ist es ausgefahren und wie lang zusammengeklappt? Fragen über Fragen um Stative über Stative zu klassifizieren. Antworten liefert vor allem die Praxis. Wer vor dem Kauf schlauer werden will, trägt seine Kamera am besten in den Laden und probiert mit der eigenen Ausrüstung ob das Wunschstativ ohne zu ruckeln und nachzuziehen mit den eigenen Objektiven fertig wird.

Vierbein

Quelle: Novoflex

Stative mit vier Beinen gibt es erst seit wenigen Jahren. Scharfe Fotos wurden auch vorher schon gemacht. Doch Novoflex aus Memmingen hat mit dem Vierbein ein System ersonnen, bei dem das vierte Bein zur Erhöhung der Stabilität nach dem Aufbau der ersten drei Halter festgeklemmt wird. Demgegenüber verdreht Xhia aus Nordhessen jeweils zwei Beine zueinander. Doch noch viel spannender als die Stabilitätssteigerung ist die Erweiterung der Möglichkeiten, da alle vier Beine jeweils abgeschraubt und durch diverse Zusatzteile ersetzt werden können, etwa wenn sich ein Bein nur anlehnt um näher an die Wand zu kommen oder via Universalklemme mit dem Geländer fest verschraubt wird. Wer bereit ist, ein paar Zusatzteile mitzutragen, den kann nichts mehr erschüttern. Und die Kamera auch nicht.

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