Ein ansprechendes Angebot

28.07.2011 09:00:00
Kostenvoranschlag und Angebot sollten Kunden auch formal überzeugen. Gleichzeitig darf sich der Dienstleister nicht selbst Steine in den Weg legen

Der erste Kontakt zum Kunden oder zu einem neuen Projekt ist geschaffen – jetzt wollen viele Auftraggeber ein Angebot. Man unterscheidet dabei zwischen unverbindlichem Kostenvoranschlag und verbindlichem Angebot. Beide Varianten bieten reichlich Stolperfallen, die man umschiffen muss. Dazu zählt auch die korrekte Ausweisung der Umsatzsteuer.

Der Kostenvoranschlag

Ein Kostenvoranschlag schätzt die Kosten, die für ein Projekt voraussichtlich entstehen. Der Auftraggeber muss aber klar erkennen können, dass die endgültigen Kosten erst nach Beendigung des Projekts feststehen und dass der Preis steigen kann. Sobald absehbar ist, dass Mehrkosten entstehen, muss der Dienstleister das dem Auftraggeber sofort mitteilen. Steigen die Kosten um mehr als 10 bis 15 Prozent, spricht man von „erheblichen Mehrkosten“. Der Kunde kann dann den Vertrag sofort kündigen und muss nur die Leistung bezahlen, die bis zu diesem Zeitpunkt erbracht wurde.

Das Angebot

Im Gegensatz zum Kostenvoranschlag enthält das Angebot einen Komplettpreis für ein Projekt. Es besteht dann keine Möglichkeit mehr, für die Leistungen mehr Geld zu verlangen, selbst wenn die Kalkulation für den Dienstleister nicht aufgeht. Umgekehrt kann der Auftraggeber aber auch nicht weniger bezahlen, wenn der Aufwand doch geringer war als zuvor geschätzt. Selbstständige und Freiberufler können besser kalkulieren, wenn sie ein Angebot erstellen, im schlechtesten Fall müssen sie jedoch mehr Arbeit als geplant erbringen und erzielen so einen geringeren Stundensatz.

Brutto oder netto?

Ebenfalls wichtig, sowohl beim Kostenvoranschlag, als auch beim Angebot, ist die korrekte Ausweisung der Umsatzsteuer. Der Kunde muss auf einen Blick sehen können, ob die Umsatzsteuer noch hinzukommt (Netto-Preis) oder ob sie bereits einberechnet wurde (Brutto-Preis). Formulierungen wie „zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer“ oder „zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer“ vermeiden Unstimmigkeiten. Vergisst der Dienstleister versehentlich auf die Umsatzsteuer hinzuweisen, so kann er sie im Zweifel auch nicht vom Kunden einfordern, muss sie jedoch dennoch an das Finanzamt abführen.

Was ist sonst noch wichtig?

Auf der sicheren Seite ist man, wenn man auf dem Angebot oder Kostenvoranschlag vermerkt, wie lange die Offerte gültig ist. Eine fortlaufende Nummer auf Angebot oder Kostenvoranschlag ist ebenfalls nützlich. Aufpassen muss man bei einer Kostenschätzung: Auch sie gilt im rechtlichen Sinn als Kostenvoranschlag. Des Weiteren sollten die Dokumente die Arbeiten, die eingeschlossen sind, genau beschreiben. Arbeitszeit und Arbeitskosten sowie gegebenenfalls Materialkosten und voraussichtliche Dauer bis zum Abschluss des Projekts müssen ebenfalls festgehalten werden. Sowohl für das Erstellen eines Angebots als auch für einen Kostenvoranschlag darf kein Honorar verlangt werden!

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