Eigene Bilder für Kalenderblätter aufmotzen

13.10.2016 00:00:00
Ein Kalender mit eigenen Bildern wäre ein schönes, persönliches Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde. Es gibt sie bereits ab einer Auflage von 10 Stück und man macht sich nur einmal die Arbeit.

Hier geht es zu den Bildkalendern. Doch bei der Suche nach geeigneten Bildern stellt sich oft heraus, dass die Bilder in der Erinnerung heller und bunter strahlen, als sie eigentlich aussehen. Trainerin und Designerin Marianne Deiters zeigt Ihnen ein paar Kniffe zum Aufmotzen von Bildern in Adobe Camera Raw oder Lightroom in Verbindung mit Adobe Photoshop. Diese können Sie so oder ähnlich auf Ihre eigenen Bilder anwenden.

Ein farbloses Nachtbild durch Teiltonung in ein Motiv zum Hingucken verwandeln

Die nächtliche Beleuchtung taucht alles in ein uniformes Licht. Unten: Nach Tonwertkorrektur und Teiltonung in Adobe Lightroom (ACR) wird daraus ein interessantes Motiv, gut geeignet für Kalenderblätter der dunklen Wintermonate.
Quelle: Marianne Deiters -
education-point.de
Öffnen Sie Ihr Bild in Lightroom oder Adobe Camera Raw. Optimal ist das Arbeiten am Raw-Format. Falls Sie mit JPEG in Adobe Camera Raw (ACR) arbeiten möchten, navigieren Sie in der Adobe Bridge zum gewünschten Bild, klicken die Miniatur an und drücken die Tasten cmd/strg + R. Ab der Photoshop Version CC 2014 können Sie einfach den Camera Raw-Filter nutzen, dann sollten Sie mit dem Befehl Für Smartfilter konvertieren aus dem Menü Filter als Erstes ein Smartobjekt er-zeugen. So können Sie den Filter imm wieder aufrufen und modifizieren. Außerdem steht Ihnen direkt eine Filtermaske zur Verfügung.

Die Grundeinstellungen für ein sehr dunkles Bild. Versuchen Sie in einem solchen Fall mehr Mitteltöne zu generieren.
Quelle: Marianne Deiters -
education-point.de
Die Grundeinstellungen können Sie vorerst ohne Rücksicht auf die spätere Teiltonung so vornehmen, wie Sie es auch sonst tun. Sie können nach Einstellung der Teiltonung immer noch nachjustieren. Bei diesem Bild habe ich die Tiefen extrem auf »+100« aufgehellt und Weiß auf »-42« abgedunkelt. Schwarz habe ich bei »-64« entsprechend herabgesetzt. Auf diese Art habe ich mehr Mitteltöne aus dem Bild herausgekitzelt, die ich mit Der Einstellung Klarheit »+50« auf einen hohen Kontrast gesetzt habe. Anfangs hatte ich die Farbe im Bild belassen und eine Teiltonung versucht. Eine schönere Umset-zung gelang aber, nachdem ich den Regler Dynamik auf »-100« gezogen hatte. Sie können alternativ auch mit einer kompletten Schwarzweiß-Umsetzung arbeiten, indem Sie rechts oben auf Schwarzweiß klicken.

Wechseln Sie zum Bereich Teiltonung. Hier stehen jeweils 2 Regler für Lichter und Schatten und ein Regler zum Abgleich der Gewichtung der Tonwertbereiche für Licht- oder Schattenfarbe zur Verfügung. Der erste Regler ist zuständig für die Auswahl der Farbe. Mit dem zweiten Regler bestimmen Sie die Sättigung dieser Farbe.

Intuitivere Bearbeitung über den Farbwähler:

Die Einstellungen für die Teiltonung. Es erfordert manchmal einiges Probieren, um zum Ziel zu kommen, macht aber auch viel Spaß. Manchmal müssen Sie in den Grundeinstellungen eine kleine Änderung bei den Tonwerten vornehmen, damit die Einstellung stimmige
Quelle: Marianne Deiters -
education-point.de
Sie können alternativ auf das Farbfeld rechts daneben klicken. Dann öffnet sich ein Farbwähler, in welchem Sie den Farbpunkt frei bewegen können. Horizontal wählen Sie die Farben, während Sie vertikal die Sättigung beeinflussen. Oben ist die Sättigung maximal, nach unten hin wird sie immer geringer. Tipp: Wenn Sie die cmd/strg-Taste gedrückt halten, können Sie vom Licht- zum Schattenregler wechseln und umgekehrt. So können Sie das Bild in diesem einen Fenster tonen. Die Methode der Teiltonung eignet sich grundsätzlich für alle Bilder, sie kann insbesondere Bilder mit einer langweiligen Farbgebung aufmotzen. Aus Lightroom wechseln Sie mit dem Befehl cmd/strg + E zu Photoshop, um die finale Größe und Korrektur einzustellen. (Achten Sie dabei auf die Voreinstellungen zur externen Bildbearbeitung!) Aus Adobe Camera Raw (ACR) öffnen Sie das Bild mit den entsprechenden Voreinstellungen, die in dem Link unter dem Bild angegeben sind, durch einen Klick auf Bild öffnen.

Ein Porträt durch eine einfache High-Key-Umsetzung in ein Winter-Traumbild verwandeln

Aus einem normal belichteten Porträt wird mittels des Filters Weiches Licht ein verklärtes Winter-Porträt.
Quelle: Marianne Deiters -
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Wie zuvor beginnt unsere Reise in Adobe Lightroom oder Adobe Camera Raw. Sie sollten als Ausgangs-bild selbstverständlich kein Low-Key-Bild verwenden, aber folgende Methode funktioniert bei jedem Bild mit durchschnittlicher, d.h. relativ gleichmäßiger Tonwertverteilung:

In Adobe Lightroom oder ACR sollten Sie als Erstes die Kontraste in Ihre Bild vermindern. Dazu hellen Sie die Tiefen auf (hier um ca. »+50«), und dunklen die Lichter ab (hier um ca. »-50«). Für manche Bilder bietet es sich an, zusätzlich den Kontrast zu verringern. Hauptsächlich sollten Sie darauf achten, dass genügend Tonwerte in den Lichtern vorhanden sind, da die nachfolgende Korrektur in Photoshop einige davon »verschluckt«. Grundsätzlich sind Sie sicherer, wenn Sie im 16-Bit-Modus arbeiten.

Je nachdem, wo Sie gestartet sind, wechseln Sie aus Lightroom mit dem Kurzbefehl cmd/strg + E zu Photoshop, oder wählen Sie durch einen Rechtsklick auf die Miniatur des Bilds In Photoshop als Smartobjekt öffnen. In ACR können Sie die alt-Taste gedrückt halten, damit sich die Taste Bild öffnen in Objekt öffnen wandelt. Ein Klick darauf öffnet das Bild mit den ACR-Einstellungen in Photoshop als Smartobjekt.

Grundeinstellungen in Adobe Lightroom/ACR und die Einstellungen für den Filter **Weiches Licht**
Quelle: Marianne Deiters -
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Achtung! Bevor Sie den Filter Weiches Licht verwenden, müssen Sie die Hintergrundfarbe auf die im Filter verwendete Farbe für die Überstrahlung einstellen. Wählen Sie Weiß als Hintergrundfarbe, indem Sie in der Werkzeugpalette ganz unten auf das hinten liegende Farbfeld klicken. Alternativ drücken Sie die Taste D, um S/W zu erhalten, und danach X, um diese umzukehren.

Im Menü Filter > Verzerrungsfilter wählen Sie Weiches Licht. Zoomen Sie (links unten) eventuell etwas aus, um das gesamte Bild zu sehen. In diesem Beispiel habe ich die Einstellungen für die Lichtmenge sehr gering auf den Wert »1« gestellt, Sie können dies aber durchaus verstärken. Mit dem Regler Kontrast steuern Sie gegen die Verluste der Details. Mit Körnung fügen Sie Störungen hinzu, um eine unnatürliche Glättung auszugleichen, oder einen Effekt zu generieren. Diesen Filter haben die »alten Photoshopper« früher sehr gerne zum Weichzeichnen von Porträts verwendet. Probieren Sie ihn doch mal mit unterschiedlichen Farben an wechselnden Motiven aus, so alt er ist, so genial ist er immer wieder, um Bilder subtil aufzuwerten oder zu verfremden. Ich hoffe, Sie haben Lust auf diese Bearbeitung bekommen. Für den nächsten Artikel habe ich ein herbstliches und ein romantisch-sommerliches Motiv für Sie vorbereitet.

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