Echte Schriftschnittchen

18.10.2012 09:00:00
Fett, halbfett, kursiv – es gibt viele Schriftschnitte, aber wie unterscheiden sie sich? Und wann ist welche Variante zu empfehlen?

Schriftschnitte stellen innerhalb einer Schriftfamilie Variationsmöglichkeiten bereit, zum Teil in sehr großer Zahl. Meistens werden sie verwendet, um Text auszuzeichnen. Aber wie unterscheidet sich eine halbfette Schrift beispielsweise von einer fetten? Welche Merkmale sind anders und wann empfiehlt sich welche Version?

Welche Schriftschnitte gibt es?

Die Reihe der möglichen Schriftschnitte erscheint endlos. Es gibt breite Schriften, breitfette, breithalbfette und breitmagere. Enge, extrafette, fette, halbfette Varianten. Auch Kapitälchen gibt es in mehreren Versionen: kursiv, halbfett, fett, leicht. Ebenso die Kursiven, die es als kursiv extra, fett, halbfett, mager, schmal, schmalhalbfett oder ultraleicht gibt. Hinzu kommen Bezeichnungen wie mager, normal, schmal, schmalfett, schmalmager, schräg fett, schräg halbfett, schräg normal. Kurz: Es herrscht Formen- und Bezeichnungsreichtum.

Drei Merkmale zählen

Schriftschnitte sind durch drei Merkmale gekennzeichnet: die Schriftstärke, die Schriftbreite und die Schriftlage. Die Schriftstärke kann zum Beispiel mager, normal oder fett sein. Die Schriftbreite lässt sich in Werte wie schmal, normal oder breit einteilen. Die Schriftlage kann normal oder kursiv sein. Eine Schrift, die man als "kursiv schmalhalbfett" kennt, zeichnet sich also durch eine kursive Schriftlage, eine halbfette Schriftstärke und eine schmale Schriftbreite aus. Durch die Kombinationsmöglichkeiten aus Schriftstärke, Schriftbreite und Schriftlage ergibt sich eine Vielzahl an Schriftschnitten.

Welcher Schnitt für welchen Zweck?

Mit fetten oder halbfetten Schriftschnitten lassen sich einzelne Wörter oder Zeilen im Fließtext hervorheben. Bei Lexika wird so zum Beispiel das Auffinden des gesuchten Begriffs erleichtert. Dezenter sind kursive Auszeichnungen, die meist erst beim Lesen auffallen. Hier sollte auf jeden Fall ein eigener, kursiver Schriftschnitt verwendet werden, und nicht die Standardschrift auf "kursiv" gesetzt. Vermeiden sollte man dagegen Auszeichnungen per Unterstreichen.

Kapitälchen und Versalien

Quelle: Baba66 Wikimedia Commons

Ein wichtiges Instrument für den korrekten Satz sind Kapitälchen und Versalien. Kapitälchen werden auch oft als "Small Caps" bezeichnet. Sie empfehlen sich, wenn man Text mit Großbuchstaben auszeichnen möchte. Viele Schriften sind in dieser Version erhältlich. Ihr Vorteil: Bei Kapitälchen entspricht die Normalhöhe der von den anderen Kleinbuchstaben. Sie fügen sich dadurch viel harmonischer ins Gesamtbild ein. "Falsche Kapitälchen" dagegen sind größer und unter Layoutern verpönt.

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