Drucken bedeutet Kraft

13.09.2018 10:00:00
Wer druckt, überträgt Farbe. Oft unter dem Einsatz von Kraft. Dabei werden Flächen gegeneinandergedrückt, zwischen denen die zu bedruckenden Materialien liegen. Bei den Flächen kann es sich um Platten oder Zylinder handeln – auch in Kombination.

Die Zutaten zum Drucken lauten: Farbe, Bedruckstoff, Druckmaschine und Druckform – oft in Kombination mit Kraft. Mit ihr presst man zwei Platten oder zwei Zylinder gegeneinander, um die Farbe vom Druckträger auf den Bedruckstoff zu übertragen. Auch die Kombination aus Zylinder und Platte ist möglich.

Fläche gegen Fläche

Die Zutaten zum Drucken lauten: Farbe, Bedruckstoff, Druckmaschine und Druckform.
Quelle: Matthias Baumbach
Wenn der Bedruckstoff – beispielsweise Papier – zwischen zwei Platten gelegt wird, spricht man vom Druck „Fläche gegen Fläche“.

Dieses alte Prinzip hat vor allem das Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen mit seiner Tiegeldruckpresse geprägt.

Der Tiegel ist in diesem Fall die untere Platte. Sie fungiert als flacher Gegendruckkörper. Von oben kommt die andere Platte, die Druckform.

Dabei ist über die gesamte Fläche der beiden Platten viel Kraft notwendig; maximal das Anwendungsformat A3 ist sinnvoll, genauso nur kleine Auflagen.

Eine größere Bedeutung hat das Prinzip heutzutage nur im künstlerischen Bereich, vor allem was den Buch- und Steindruck angeht.

Zylinder gegen Fläche

„Zylinder gegen Fläche“ heißt ein anderes Prinzip: Wenn der Druck über einen Zylinder ausgeführt wird und die Druckform eine Platte ist.

Der Zylinder bewegt sich konstant um die eigene Achse. Die Kraft ergibt sich aus der Drehbewegung des Zylinders.

Man braucht sehr wenig Kraft, weswegen die Geschwindigkeiten und Auflagen um ein Vielfaches höher sind als beim Tiegeldruck.

Zylinder gegen Zylinder

Frische Offsetdruckfarben warten auf ihren Einsatz.
Quelle: Matthias Baumbach
Als drittes Druckprinzip gibt es „Zylinder gegen Zylinder“. Mit ihm erreicht man von den dreien die höchste Geschwindigkeit. Es erlaubt einen geringen Anpressdruck und damit hohe Auflagen.

Kommen nur zwei Zylinder zum Einsatz, handelt es sich um die direkte Variante aus Druckformzylinder und Gegendruckzylinder.

Die Druckform beinhaltet das zu übertragende Bild klassisch spiegelverkehrt. Kommt ein dritter Zylinder hinzu, druckt man mit diesem Prinzip indirekt.

Die Druckform trägt das Bild seitenrichtig; der mittlere Zylinder nimmt es spiegelverkehrt auf; der Bedruckstoff übernimmt es wieder seitenrichtig. Auch in diesem Fall drehen sich die Zylinder konstant um die eigene Achse.

Von hoch über flach bis tief

Diese generellen Druckprinzipien dürfen nicht mit den allgemeinen Druckverfahren verwechselt werden. Unter diesen versteht man etwa Hochdruck, Flachdruck und Tiefdruck.

Hierbei geht es nicht um die Frage, wie Kraft übertragen wird. Sondern es geht darum, wo die Farbe auf/innerhalb der Druckform liegt und wie sie auf der Druckform wo haftet.

Um noch einen draufzusetzen, gibt es des Weiteren die speziellen Druckverfahren, die sich den beiden allgemeinen Kategorien zuordnen lassen. Der Offsetdruck zum Beispiel ist ein Flachdruckverfahren nach dem indirekten Zylinder-gegen-Zylinder-Prinzip – wie auch bei LASERLINE üblich.

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