DIN-Formate

18.05.2007 09:00:00
Die richtige Größe von Papieren nach DIN 467 kennen - Grundlagen der Berechnung, Formate, Reihen und Unterschiede zu Normen in Nord- und Mittelamerika ...

Die DIN-Papierformate fallen vor allem durch ihre harmonisch wirkenden Proportionen auf. Sie sind aber auch effizient im Druck. Denn ausgehend vom Referenzformat A0 erreicht man durch Halbierung desselben jeweils das nächstkleinere Format. Auf Grundlage dieser Berechnung entstand im Jahr 1922 die DIN 467, die bis heute alle handelsüblichen deutschen Papierformate beschreibt. Die A-Reihe dient dabei vor allem den Bogen- und Blattformaten, die B- und C-Reihen befassen sich mit dazu passenden Zusatzformaten. 

Geschichte der DIN 467

Einer der ältesten bekannten Texte, der sich mit der Ästhetik von Papierformaten befasst, wurde von dem Physik-Professor Georg Christoph Lichtenberg der Universität Göttingen im Oktober 1786 verfasst. In einem Brief an seinen Freund Johann Beckmann schrieb Lichtenberg über das Seitenverhältnis 1 zu 1,4142 (die Wurzel aus 2) - seine ästhetischen und praktischen Aspekte und deren Vorteile. Dieses besondere ****Seitenverhältnis war damals in der Mathematik schon seit geraumer Zeit ein Thema - seit 1755 befasste man sich mit einem Papierformat, das sein Seitenverhältnis beibehält, wenn man es halbiert. Und gegen Ende des Jahrhunderts wurde auf dieser Grundlage in Frankreich ein Gesetz für Papiergrößen erlassen, das "Loi sur le timbre" (no. 2136, 1798). Die damals verwendeten Papiergrößen, sind heute noch gebräuchlich .

Grundlage von DIN ISO 467

Doch erst Anfang des 20. Jahrhunderts - die französischen Größen waren gar nicht mehr bekannt - erstellte Dr. Walter Porstmann auf genau derselben Berechnungsgrundlage die Basis für die heute eingesetzten Papiergrößen. Sie gingen in die 1922 festgelegte DIN ISO-Norm Nr. 476 ein und ersetzten die bis dahin unüberschaubare Zahl an Papierformaten mit dem Ziel, die Papierproduktion und auch den Druck effizienter und damit günstiger zu machen. Grundlage dieser vom Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) festgelegten und damit deutschlandweit gültigen Norm war die Erkenntnis, dass nur das Rechteck mit einem Seitenverhältnis von 1 zu 1,4142 (die Wurzel aus 2) die Eigenschaften hat, beim Halbieren oder Verdoppeln geometrisch ähnliche Rechtecke entstehen zu lassen.

Die DIN-Reihen

Da in der Technik damals allerdings statt des Zentimeters der Meter als Maßeinheit diente, ging man bei der Festlegung der Größen von einer 1 Quadratmeter großen Ausgangsfläche mit dem genannten Seitenverhältnis aus. Sie wurde zur DIN A0. Neben den daraus resultierenden A-Formaten wurden  auch eine B- und eine C-Reihe sowie weitere Zusatzformen festgelegt.

Die A-Reihe bezeichnet  vor allem Bogen-und Blattformate und wird demnach vor allem bei Drucksachen und Schreibpapier eingesetzt. Das wohl am häufigsten eingesetzte Format dürfte DIN A4 (210 mm x 297 mm) sein, das vor allem bei Briefen, ****Zeitschriften aber auch Büchern und Broschüren zum Einsatz kommt. Auch die meisten Computer-Drucker verwenden dieses Format.

Die B-Reihe liefert Zusatzformate für die A-Reihe, beispielsweise Umschläge oder Mappen. DIN B5 (176 mm x 250 mm) ist zudem beliebt, wenn es um Buchformate geht.

Auch die C-Reihe bietet Zusatzformate für Hüllen und Mappen der A-Reihe,  die größer sind als die der B-Reihe, so dass umfangreiches Material darin Platz findet.

Weitaus seltener, aber ebenfalls in der Norm verzeichnet sind die Reihen D und E. Außerdem existieren noch die Sondergrößen RA und SRA, welche das "sekundäre Rohformat A" beschreiben und etwas größer sind als die A-Reihe, damit die entsprechenden Papierbögen  nach dem Binden abgeschnitten werden  können.  Das Ausgangsformat ist hier nicht einen Quadratmeter groß, sondern bei DIN RA0 1,05 qm und bei DIN SRA0 1,15 qm.
 

Größen der DIN 476 Reihen

In der DIN 476 sind jedoch vor allem die für den Druckbereich wichtigen Reihen A, B und C angegeben. Die aus dem  Ausgangsformat resultierenden Formate werden dabei immer mit "Basis vor Höhe" angegeben, d. h. bei einem Hochformat wird die kurze Basis zuerst genannt, bei einem Querformat hingegen die lange Basis:

DIN A in mm

DIN B in mm

DIN C in mm


841 x 1.189

1.000 x 1.414

917 x 1.297

1

594 x 841

707 x 1.000

648 x 917

2

420 x 594

500 x 707

458 x 648

3

297 x 420

353 x 500

324 x 458

4

210 x 297

250 x 353

229 x 324

5

148 x 210

176 x 250

162 x 229

6

105 x 148

125 x 176

114 x 162

7

74 x 105

88 x 125

81 x 114

8

52 x 74

62 x 88

57 x 81

9

37 x 52

44 x 62

40 x 57

10

26 x 37

31 x 44

28 x 40

11

18 x 26

22 x 31

12

13 x 18

15 x 22

13

9 x 13

11 x 15

Eine Auflistung aller DIN-Formate finden Sie zudem auf der LASERLINE-Homepage im Bereich Service&Support.

Sonderformat DIN lang

Neben den Standards unter den DIN-Formaten gibt es auch das bekannte DIN lang, das für Briefumschläge genutzt wird. Entsprechend der DIN Norm 269 wird es inzwischen auch als "Dimension Lenghtwise" bezeichnet. Es wurde aus Faltarten entwickelt, die in DIN 623 verzeichnet sind. Ein dreimal gefaltetes DIN A4 Blatt erhält so die DIN lang-Größe.

Spezielle LASERLINE-Papierformate

Neben den DIN-Reihen bietet LASERLINE weitere Papierformate an, die für spezielle Zwecke genutzt werden können, wie Speisekarten, Kurzbriefe oder Visitenkarten. Diese sind:
LASERLINE-Format-Klasse

Größe (in mm)

C3

320 x 450

1/2 DIN A3

148 x 420

1/3 DIN A3

140 x 297

1/2 DIN A4

105 x 297

Kurzbrief

100 x 210

D6

103 x 297

Q5

148 x 148

S6

68 x 148

Q6

105 x 105

VK 54/85

85 x 54

Bon

50 x 72

Unterschiede zu USA, Kanada und Teilen Mexikos

Diese DIN 467-Reihen und deren Folgeformate konnten sich mittlerweile beinahe weltweit durchsetzen. Meist wichen den DIN-Formaten sogar die landeseigenen Formate. Allerdings sind mitunter innerhalb der DIN-Norm erlaubte Toleranzen zu verzeichnen. Zudem bekam in Japan die B-Reihe ein leicht variiertes Format. Ausnahmen von dieser Entwicklung sind drei Nationen, welche die Norm bis heute nicht übernommen haben: USA, Kanada und Teile Mexikos. In diesen drei Ländern werden stattdessen die Papiergrößen "Letter" (216 x 279 mm), "Legal" (216 x 356 mm), "Executive" (190 x 254 mm) und "Ledger/Tabloid" (279 x 432 mm) benutzt. Sie wurden relativ willkürlich festgelegt und stehen in keinem Verhältnis zueinander, ausgenommen von "Ledger/Tabloid", welches doppelt so groß ist wie "Letter". Aus diesem Grund ist es - anders als bei den DIN-Normen - beispielsweise nicht möglich, zwei Letter-Seiten am Kopierer zu einem verkleinerten Letter zusammenzufügen. Auch der internationale Austausch von Dokumenten wird durch die Uneinigkeit behindert. Letter-Briefe passen nämlich nicht in DIN-Ordner und umgekehrt passt ein DIN A4-Blatt nicht in einem Letter-Ordner. Dennoch halten die drei Nationen an ihren Papiersystemen fest

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