Die zehn größten Fehler beim Proof

21.05.2015 09:00:00
Proofs dienen dem Testlauf vor dem finalen Druck und sind daher sehr wichtig. LASERLINE nennt die zehn größten Fehler beim Proof und erklärt, wie man diese Fehler am besten vermeidet.

Fehler in Drucksachen erst zu erkennen, wenn die Produktion bereits gestartet oder sogar schon fertig ist, wird teuer. Proofs – entweder auf Papier oder am Bildschirm – sollen das vermeiden. Sie können als Generalprobe vor dem eigentlichen Druck verstanden werden und bieten die Möglichkeit, Probleme frühzeitig zu erkennen, wenn man die folgenden Fehler vermeidet.

Fehler 1: Einfache Prüfungen unterlassen

Der einfachste, erste Proof lässt sich direkt am Bildschirm vornehmen, ohne dass große Kosten entstehen. Satzfehler lassen sich auch ohne spezielles Proofprogramm erkennen. In der Regel bietet die Layoutsoftware eine Funktion an, die es möglich macht, ein Dokument auf Fehler zu überprüfen – beispielsweise auf fehlende Schriften. Diese Features sollten unbedingt genutzt werden, denn sie sind ein schnelles und probates Mittel, um Fehler aufzuspüren und Fehldrucke zu vermeiden.

Fehler 2: Proofs zu spät vornehmen

Je früher in der Produktionskette die Prüfungen vorgenommen werden und je früher Fehler bemerkt werden, desto günstiger ist es, sie zu beheben. Wer auf Proofs verzichtet oder sie erst spät vornimmt, beraubt sich der Chance, relativ preiswert noch Änderungen in die Wege zu leiten.

Fehler 3: Kompletter Verzicht auf Proofs

Es empfiehlt sich nicht, ganz auf Proofs zu verzichten, um Produktionszeit oder Kosten zu sparen – oder schlicht im blinden Vertrauen darauf, dass schon alles passen wird. Das kann sich später doppelt rächen. Müssen Drucksachen neu produziert werden, verlängert sich die Produktionszeit und man muss im schlechtesten Fall mit doppelten Kosten rechnen.

Fehler 4: Farben auf ungeeignete Weise prüfen

Nur ein farbverbindlicher Proof stellt die Farben so dar, wie sie später im Druck aussehen werden. Bei allen anderen Proofverfahren erhält man nur einen annähernden Eindruck davon, wie die Farben später im Druck wirken. Kommt es darauf an, exakt einen Farbton zu treffen, sollte man die (überschaubaren) Kosten für einen farbverbindlichen Proof nicht scheuen.

Fehler 5: Proofs selbst vornehmen

Die Seiten schnell am heimischen Tintenstrahldrucker ausdrucken und dort überprüfen? Das kann funktionieren, muss aber nicht. Im Druck werden ganz eigene Einstellungen verwendet, deshalb lässt man Proofs am besten von der Druckerei anfertigen, die später die Produktion übernimmt. Dadurch lassen sich Probleme auf dem direkten Weg mit dem Ansprechpartner klären.

Fehler 6: Rechtsverbindlichkeit außer Acht lassen

Proofs dienen nicht nur dazu, das spätere Druckergebnis vorauszusagen – sie dienen zusätzlich als Vertragsgrundlage. Farbverbindliche Proofs sind eine wichtige Grundlage für Reklamationen und Streitigkeiten, und zwar für beide Seiten, sei es Kunde oder Druckdienstleister. Die rechtliche Absicherung durch einen professionellen Proof sollte daher im Interesse beider Vertragspartner liegen.

Fehler 7: Das falsche Licht verwenden

Beim Betrachten eines Proofs kommt es immer auf die Lichtumgebung an: Proofdrucke sehen unter künstlichem Licht anders aus als im Tageslicht. Idealerweise werden farbverbindliche Proofs daher unter Normlichtbedingungen, beispielsweise an einem Normlichttisch, betrachtet.

Fehler 8: Zuständigkeiten nicht beachten

Die 10 größten Fehler: So vermeiden Sie die Fehler beim Proof vor dem Druck.
Quelle: Petra Bork/Pixelio.de

Selbstverständlich sollte die Person den Proof prüfen und gegebenenfalls freigeben, die am meisten mit dem Druckprojekt zu tun hat und sich am besten damit auskennt. Landet der Proof in den falschen Händen, werden eventuelle kritische Stellen nicht richtig beachtet oder Fehler möglicherweise nicht bemerkt. Auf diese Weise könnten Fehler erst mit dem fertigen Druckprodukt auffallen.

Fehler 9: Papiersorte nicht berücksichtigen

Beim Proofen kommt es, wie beim späteren Auflagendruck, auf die verwendete Papiersorte an. Jedes Papier reagiert schließlich anders auf die Druckfarben, selbst wenn es sich um reinweißes Papier handelt. Deshalb sollten sich die Papiere so ähnlich wie möglich sein. Zwar werden im Proofdruck Tinten eingesetzt und im Offsetverfahren konventionelle Druckfarben, man kann jedoch trotzdem auch die Papiersorte annähernd simulieren.

Fehler 10: Dokumentation vernachlässigen

Proofs sollten aufbewahrt werden, um bei späteren Reklamationen etwas an der Hand zu haben oder einfach, um bei Wiederholaufträgen eine Referenz zu haben. Dabei ist es wichtig, so viele Details wie möglich zu notieren: Mit welchem Proofsystem, welcher Software und auf welchem Papier wurde der Proof angefertigt? So kann bei einem erneuten Druck gleich die Basis für ein überzeugendes Druckergebnis geschaffen werden.

Die besten Tipps für das Proofen haben wir auch in diesem Fachartikel für Sie zusammengefasst: www.laser-line.de/news/die-besten-tipps-fuers-proofen

 

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!