Die VG Bild-Kunst

02.10.2008 09:00:00
Die Verwertungs- Gesellschaft Bild-Kunst nimmt für Kreative Urheberrechte wahr. Das funktioniert unkompliziert und bringt zusätzliche Einnahmen.

Ein Designer erstellt einen kompletten Unternehmensauftritt und wird dafür vom Auftraggeber entlohnt. Dennoch könnte seine Arbeit auch auf weiteren Kanälen genutzt werden: Eventuell erscheint sie in einem Pressespiegel oder wird vervielfältigt. Auch Fotografen wissen oft nicht, in welchem zusätzlichen Zusammenhang ein Bild von ihnen veröffentlicht wird. Hier hilft die VG Bild-Kunst.

Was ist die VG Bild-Kunst?

Die Verwertungsgesellschaft besteht seit 1968. Sie dient zur Wahrnehmung der Rechte von Urhebern und verwaltet sie treuhänderisch. Die VG Bild-Kunst wird als Verein von Urhebern selbst geführt. Ihre Aufgaben bestehen darin, die Urheberrechtsabgaben zu verteilen, Rechte zu lizenzieren und durchzusetzen sowie den urheberrechtlichen Schutz zu stärken. Die VG Bild-Kunst ist in Bonn ansässig.

Wie erfolgt die Teilnahme?

Der Beitritt zur Verwertungsgesellschaft erfolgt durch den Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags. Dadurch überträgt der Urheber die entsprechenden Rechte auf die VG Bild-Kunst. Wichtig ist, dass der Teilnehmer alle selbst produzierten Werke innerhalb eines bestimmten Datums der VG Bild-Kunst meldet. Auf Grundlage dieser Meldung hat der Kreative dann im nächsten Jahr an den eingegangenen Vergütungen teil, die nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel auf alle Mitglieder umgelegt werden. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht fällig. Die VG finanziert sich selbst, indem sie einen Teil der Vergütungen einbehält.

Wer kann beitreten?

Die VG Bild-Kunst gliedert sich in drei Bereiche. In der Berufsgruppe 1 sind Bildende Künstler und Verleger zusammen gefasst. Sie können Folgerechte, Reproduktionsrechte, Senderechte, Onlinerechte, eine Weitersendevergütung und eine Fotokopiervergütung geltend machen. Fotografen, Bildjournalisten, Designer, Karikaturisten, Pressezeichner, Bildagenturen und Verleger finden sich in der Berufsgruppe 2. Ihre Rechte beinhalten Bibliothekstantiemen, Fotokopiervergütungen, Pressespiegelvergütungen und Lesezirkelvergütungen. Die Berufsgruppe 3 besteht aus Regisseuren, Kameraleuten, Cuttern, Szenen- und Kostümbildnern, Choreographen und Filmproduzenten. Sie machen Videogeräteabgaben, Videoleerkassettenvergütungen, Videovermietvergütungen und Weitersendevergütungen geltend.

Woher kommen die Einnahmen?

Die Einnahmen der VG Bild-Kunst, auch Tantiemen genannt, kommen von verschiedenen Stellen. Unter anderem sind Bibliotheken, Bildungseinrichtungen, Copyshops und die Ersteller von Pressespiegeln abgabepflichtig. Hinzu kommen Fotokopierabgaben und Gebühren, die Hersteller von Kopiergeräten zu leisten haben. Auch Museen, Kunstvereine und Artotheken leisten Abgaben. Im Jahr 2006 hat die VG Bild-Kunst auf diese Weise 43,5 Millionen Euro eingenommen, die an rund 39.000 Mitglieder ausgeschüttet wurden.

Wie viel Geld kann man erwarten?

Die Verteilungspläne werden jedes Jahr neu aufgestellt und hängen auch von der Gesamtsumme der Tantiemen ab. Daher ist es nicht absehbar, wie hoch die Vergütung eines einzelnen VG Bild-Kunst-Teilnehmers ausfallen wird. Die Meldung der einzelnen Werke, die ein Kreativer ausgeführt hat, kann auch im Internet erfolgen. Wer sich an der Ausschüttung beteiligen will, muss schriftlich bis zum 30. Juni des darauf folgenden Jahres beziehungsweise online bis zum 31. Oktober des Folgejahres Auskunft über seine erzielten Honorare leisten.

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