Die Top Ten der Bildgestaltung

23.02.2012 09:00:00
Mit diesen zehn Tipps im Hinterkopf gelingen beim Fotografieren spannungsreiche Bilder.

Gelungene Fotos sind kein Hexenwerk. Mit zehn einfachen Tipps lassen sich interessante Bilder aufnehmen, die aus der Masse an Knipsereien herausstechen. In jedem Fall sollte man schon im Moment der Aufnahme die Perspektive oder den Verlauf von Linien im Motiv berücksichtigen.

1. Die richtige Perspektive einnehmen
Die Blickrichtung beim Fotografieren bestimmt wesentlich, wie Betrachter das Foto später wahrnehmen. Man muss nicht immer auf Augenhöhe knipsen: Manche Bilder entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn man sie von einem besonders hohen oder tiefen Punkt aufnimmt. Überlegen Sie einfach vor der Aufnahme, wie sich die Szene am besten einfangen lässt: Die einen Motive leben von der Nähe, andere von der Distanz. Statt lange zu überlegen, können Sie sich natürlich auch einfach ausprobieren und dann vergleichen.

2. Muster nutzen

Quelle: Peter Smola Pixelio.de

Wiederkehrende Muster und Symmetrien können den Reiz eines Bildes ausmachen, beispielsweise bei der Aufnahme von Gebäuden. Akzente finden sich überall dort, wo diese Muster aufgebrochen werden.

3. Leerräume sinnvoll füllen
Soll ein bestimmtes Objekt im Fokus des Bildes stehen, empfiehlt es sich, diesen Gegenstand nicht genau in die Mitte der Aufnahme zu rücken. Das wirkt schnell langweilig. Was aber mit den Leerräumen machen, die entstehen, wenn das Hauptmotiv näher an den Rand des Fotos gesetzt wird? Nutzen Sie diese Leerräume, beispielsweise durch einen anderen Gegenstand, der einen Kontrast bildet, verschwommen ist oder besonders weit weg. Oder Sie lassen Ihrem Motiv einfach mal ein bisschen Raum.

4. Ein Blick nach hinten
Ein Motiv wirkt nur vor dem passenden Hintergrund. Viele Bilder lassen sich später nicht verwenden oder müssen mühsam bearbeitet werden, weil irgendetwas stört. Das können ganz konkret ein Papierkorb, vorbeilaufende Passanten oder ein Verkehrszeichen sein. Vielleicht ist der Hintergrund auch generell zu dunkel, so dass sich das Motiv kaum abhebt. Gute Fotografen rücken deshalb nicht nur ihr Hauptmotiv ins rechte Licht, sondern achten immer auch auf den Rest des Bildes.

5. Linien verfolgen

Quelle: Norbert Selisky Pixelio.de

Jedes Motiv weist spezifische Linienverläufe auf: diagonal, vertikal, horizontal, kurvig. Diese Linien führen den Blick des Betrachters durchs Bild und sollten deshalb unbedingt berücksichtigt werden. Besonders deutlich wird das bei Straßenverläufen, aber auch bei Gebäuden oder der Linie des Horizonts.

6. Tiefeneindruck erzeugen
Fotografien bilden die Wirklichkeit nur zweidimensional ab. Um dennoch den Eindruck von Tiefe zu erwecken, kann man mit dem Kontrast von Objekten im Vorder- und Hintergrund spielen. Für die Komposition ist es immer sinnvoll das Bild gedanklich in drei Zonen zu teilen - Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund - und die Aufmerksamkeit nicht nur auf den Vordergrund zu beschränken.

7. Natürliche Rahmen nutzen
Ein Motiv wirkt besonders aufgeräumt und harmonisch, wenn es begrenzt wird. Dazu lassen sich natürliche Rahmen einsetzen, wie Wälder, Berge oder Straßen. So wird der Fokus automatisch auf das Geschehen innerhalb des Rahmens gelegt.

8. Die Drittel-Regel nutzen
Ein Bild lässt sich vor dem geistigen Auge schnell in neun gleichmäßige Rechtecke teilen. Dazu dienen zwei horizontale und zwei vertikale Linien. Die Objekte im Bild, die man hervorheben möchte, sollten an genau diesen Linien oder ihren Schnittpunkten platziert werden. Die Fotos wirken dadurch ausgewogen und zugleich spannungsvoll.

9. Mut zum Schnitt
Manchmal geht beim Fotografieren der Blick für das Wesentliche verloren und im Nachhinein fallen einem überflüssige und störende Details auf. Hier hilft später ein Bildbearbeitungsprogramm: Fotos können durch Reduktion und den Fokus auf einen bestimmten Bildausschnitt erheblich gewinnen.

10. Spaß haben!
Fotografieren muss Spaß machen. Durch Ausprobieren und Experimentieren lassen sich außergewöhnliche Bilder aufnehmen. Die Einstellungen der Kamera ändern, ungewöhnliche Perspektiven einnehmen, originelle Motive suchen: Die Möglichkeiten, die Digitalkameras bieten, sind schier unerschöpflich. Und anders als bei analogen Geräten sind Fehlschüsse ganz unproblematisch. Also legen Sie gleich los!

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