Die richtigen AGB für Fotografen

14.07.2011 09:00:00
Kommt es zum Streit, sichern „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ Fotografen gegenüber dem Auftraggeber ab. AGB lassen sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Allgemeine Geschäftsbedingungen – viele Fotografen verzichten auf dieses Instrument, weil sie zu viel Aufwand befürchten. Dabei ist es nicht schwer, solche Kernvereinbarungen einmal festzulegen, die dann für alle Verträge gelten. In der Regel muss man nicht darauf zurückgreifen, doch im Streitfall können AGBs Gold und Geld wert sein.

Was sind AGB?

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beinhalten die Grundlage von Verträgen. Sie enthalten zum Beispiel Bestimmungen zum Eigentumsvorbehalt, zur Bezahlung, zur Haftungsbegrenzung, zur Gewährleistung und zur Nachbesserung. Einmal erstellt, sind die AGB Basis für alle Verträge. Sie dürfen allerdings nicht dazu missbraucht werden, dem Kunden versteckte Inhalte unterzujubeln und so zum Beispiel den Preis in die Höhe zu treiben. Hier hat der Gesetzgeber einen eindeutigen Riegel vorgeschoben.

Woher nehmen?

Experten warnen davor, sich eigene AGB komplett selbst zusammenzubasteln. Zu groß ist das Risiko rechtlicher Stolperfallen. Die Gewerkschaft ver.di bietet jedoch über den Ratgeber mediafon Muster-AGB Muster-AGB an. Sie wurden gemeinsam mit der Fotografen-Organisation Freelens entwickelt und stehen auf Deutsch und auf Englisch zum Herunterladen zur Verfügung. Diese Mustervorlagen bieten eine gute Grundlage.

Maßgeschneiderte AGB

Quelle: Konstantin Gastmann Pixelio

Quelle: Konstantin
Gastmann (Pixelio) Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, erstellt eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen gemeinsam mit einem Rechtsanwalt. Dann kann auf spezielle Bedürfnisse genau und juristisch wasserdicht eingegangen werden. Mitglieder von ver.di oder dju können sich die AGB außerdem kostenlos anpassen lassen. Dazu muss die Mitgliedsnummer per Mail geschickt werden – die E-Mail-Adresse findet sich ebenfalls unter dem ver.di-Link

ver.di-Link.

Warum sind AGB so wichtig?

Allgemeine Geschäftsbedingungen sind im Streitfall Netz und doppelter Boden für den Leistungserbringer. Verwendet ein Selbstständiger, Freiberufler beziehungsweise Unternehmen keine AGB, so gelten automatisch die gesetzlichen Regelungen, die meist deutlich nachteiliger sind. So manche Unstimmigkeiten lassen sich zudem im Vorfeld bereits mit Hinweis auf die AGB klären, ohne dass es gleich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen muss. Mit den AGB schafft man sich ein Fundament für die Vertragsbeziehung mit seinen Kunden – und Freiraum für die Kreativität.

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