Die Papierindustrie wird ökologischer

16.04.2015 09:00:00
Die Energieeffizienz bei der Papierproduktion wird immer besser: So nutzt man das Medium zudem nachhaltig.

Bei der Herstellung von Papier wird viel Energie benötigt, doch die Produzenten sind alles andere als untätig: Sie versuchen, den Energieeinsatz zu verringern und die Technik so zu optimieren, dass weniger Energie verbraucht wird. Des Weiteren kann man bei der Nutzung von Papier nachhaltig und ökologisch vorgehen. Wir erklären, wie.

Die Papierproduktion

Quelle: Bernd Rother/ Pixelio.de

Quelle: Bernd Rother/
Pixelio.de Vereinfacht gesagt, läuft die Papierherstellung so ab: Bevor die Papiermaschine zum Einsatz kommt, werden die benötigten Stoffe aufbereitet. Beispielsweise werden den Grundstoffen, darunter dem Zellstoff, noch Füll- und Hilfsstoffe beigegeben. Die fertige Mischung wird aus der sogenannten Ganzstoffbütte der Papiermaschine zugeführt. Die meisten Papiermaschinen bestehen aus dem Stoffauflauf, der Siebpartie, der Pressenpartie, der Trockenpartie, dem Glättwerk und der Aufrollung. Die Fasersuspension wird auf die Siebpartie aufgebracht. Durch Entwässerung über das Sieb bildet sich die Papierbahn, die anschließend gepresst und getrocknet wird.

Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz

Heute gibt es viele Möglichkeiten, den Energieeinsatz in der Papierherstellung zu senken und somit die Effizienz zu steigern. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung in den Kraftwerken, die die Papierfabriken selbst betreiben. Wärme-Rückgewinnungsanlagen sorgen ebenfalls dafür, dass nachhaltiger produziert werden kann. Zudem werden die Aggregate selbst weiterentwickelt, so dass sie leistungsfähiger werden. Bei den Rohstoffen werden häufig Altpapiere verwendet das reduziert die energieintensive Holzstofferzeugung. Technisch gesehen lassen sich Antriebe und Pumpen in den Papierfabriken verbessern, der Wirkungsgrad im Kesselbereich steigern oder Kälteanlagen effizienter nutzen. Kurz: Es wird ständig daran gearbeitet, die Effizienz in den Papierfabriken zu erhöhen.

–kologische Nutzung von Papier

Quelle: Joujou/ Pixelio.de

Quelle: Joujou/
Pixelio.de Auch Verbraucher können dafür sorgen, dass mit Papier und damit mit der bei der Herstellung eingesetzten Energie verantwortungsbewusst umgegangen wird. Durch Sammeln von Altpapier stehen für die Produktion neuer Papiere wertvolle Rohstoffe zur Verfügung. 100 Prozent Recyclingpapier kommt ohne Frischfasern aus, so dass hier kein neues Holz verwendet werden muss. Anderen Sorten wird Altpapier beigemischt. Bei der klimaneutralen Produktion werden die CO2-Emissionen, die durch die Herstellung entstehen, über zertifizierte Projekte wieder ausgeglichen. Diese Entwicklung hat gerade erst im Markt begonnen, aufgrund von wachsendem Umweltbewusstsein wird sie jedoch sicher weiter vorangetrieben. Aber auch die Verwendung von zertifizierten Papieren hilft dabei, die Bedruckstoffe ökologisch möglichst sinnvoll zu nutzen.

FSC und PEFC

Die beiden wichtigsten Zertifizierungsprogramme für Papiere sind FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification). Beide setzen sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein. Bei Papieren, die das FSC- und PEFC-Logo tragen, kommt der Rohstoff Holz aus überprüften Quellen. FSC hat sich zum Beispiel zum Ziel gesetzt, international gültige Standards für eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Waldbewirtschaftung zu etablieren. Mit der Vergabe des FSC-Zertfikates wird garantiert, dass alle Arbeitsschritte - vom Waldbau und Holzeinschlag über die Verarbeitung und den Transport bis zum Verkauf - nach den Vorgaben des FSC kontrolliert sind. „hnlich funktioniert PEFC: Es ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und damit eine weltweiter "Wald-TÜV", wie die Organisation es selbst beschreibt.

Der Blaue Engel

Auch der Blaue Engel ist ein wichtiges Nachhaltigkeits-Siegel. Er wird seit 1978 an umweltfreundliche Produkte, darunter auch Papiere, verliehen. Bedruckstoffe, die den Blauen Engel tragen, bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier. Außerdem wird dadurch zertifiziert, dass bei der Herstellung auf giftige Chemikalien und Zusatzstoffe verzichtet wird. Mit der Wahl eines Papiers, das mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist, können Kunden und Verbraucher ein besonders starkes Bekenntnis zum Umweltschutz abgeben.

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