Die „Mitte finden“ mit dem Axialsatz

05.10.2017 09:00:00
Der Mittelsatz, auch Axialsatz genannt, wird im Layout wieder öfters verwendet. Allerdings sollte man dabei einiges beachten, um die Texte lesbar zu gestalten.

Lange Zeit war der Mittelsatz fast verpönt und kaum ein Layouter verwendete ihn. Das ändert sich inzwischen. Vor allem in der Magazingestaltung feiert der Axialsatz ein Revival. Um die Augen und die Aufmerksamkeit der Leser nicht zu sehr zu beanspruchen, sollte man beim Mittelsatz jedoch einige gestalterische Grundlagen beachten.

Verwendungsmöglichkeiten

Texte, die im Mittelsatz gesetzt werden, heben sich aus der Masse heraus. Sie fallen auf, lenken die Blicke auf sich. Man bringt ihnen beim Lesen besondere Aufmerksamkeit entgegen. Zudem bilden sie auch eine ganz eigene, manchmal beinahe künstlerische, Form. Man setzt den Axialsatz daher auch aus gestalterischen Gründen ein. Beispiele sind Magazine, Broschüren, aber auch Flyer. Neben „Mittelsatz“ oder „Axialsatz“ sagt man auch „zentrierter“ oder „symmetrischer“ Satz zu dieser Variante.

Do’s & Dont’s

Der Mittelsatz geht von einer gedachten Linie in der Mitte aus. Links und rechts von dieser Linie steht in jeder Zeile gleich viel Text, was unterschiedliche Zeilenlängen zur Folge hat. Der Leser hat es daher nicht leicht, den Anfang einer neuen Zeile zu finden. Daher sollte man keine langen Fließtexte im Mitteltext setzen. Es wäre zu ermüdend, sie zu lesen. Axialsatz eignet sich jedoch dafür, einzelne Elemente wie mehrzeilige Überschriften, Mottotexte oder Zitate hervorzuheben. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Spalte entsprechend breit ist. Trennungen verderben den Mittelsatz und machen es noch schwerer, ihn zu entziffern.

Feine Korrekturen

Form und Inhalt?
Quelle: Sandra Küchler
Layout- und Textprogramme beherrschen den Mittelsatz, dennoch sollte man das automatisch erzielte Ergebnis manuell korrigieren. Dabei sollte zunächst darauf geachtet werden, ob der gesamte Textblock harmonisch wirkt, oder ob es unschöne Lücken oder Dellen gibt, die ausgeglichen werden müssen. Auch Glas- oder Faßformen muss man abändern. Im Zweifel trennt man Wörter oder passt Abstände manuell an. Am schönsten wirkt der Mittelsatz, wenn sich längere und kürzere Zeilen abwechseln und so ein lebhaftes Gesamtbild entsteht.

Eine Frage der Schriftart

Axialsatz lässt sich in kleinen Schriftgrößen nur schwer lesen.
Quelle: Sandra Küchler
Nicht alle Schriftarten wirken im Mittelsatz gleich harmonisch. Da die Lesbarkeit durch die axiale Ausrichtung sowieso erschwert wird, sollte man keinen Font nehmen, der sich schlecht entziffern lässt. Außerdem ist es wichtig, eine entsprechende Schriftgröße zu wählen. Mittelsatz wirkt am besten in Größen ab 12 Punkt aufwärts, darunter ist er eher eine Qual für das Auge.

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