Die Mischung machts

31.01.2013 09:00:00
Aus typografischer Sicht kann eine gelungene Schriftkombination für den besonderen Reiz sorgen.

Ein wunderbares gestalterisches Mittel ist das Kombinieren von Schriften. So gewichtet man Text nicht nur unterschiedlich, sondern schafft auch ein spannungsreiches Layout. Aber welche Schriften gehen eine passende Verbindung ein und von welchen Kombinationen sollte man lieber absehen?

Klein anfangen

Was immer geht: Verschiedene Schriftschnitte einer Familie mischen. Denn sie sind darauf ausgelegt, miteinander zu harmonieren. Wer sich weiter vorwagen will, kann sich Schriften des gleichen Designers ansehen. Meistens tragen sie die Handschrift des Gestalters und passen daher auch gut zusammen. Diese Tipps kommen vor allem in Frage, wenn mehrere Schriften das Textbild auflockern sollen, ohne dass die Unterschiede zu sehr auffallen.

Sich langsam steigern

Diese Regeln haben sich bewährt: Weniger gut funktionieren Schriften der gleichen Schriftklasse zusammen, weil sie sich einfach zu ähnlich sind. Interessant wirken dagegen Kontraste – zum Beispiel hinsichtlich von Schriftschnitt, Schriftgröße und Proportionen. Schreibschriften passen gut zu Antiqua-Schriften, Schriften mit und ohne Serifen sorgen für Abwechslung. So können Überschriften beispielsweise serifenlos und Textblöcke serifenhaltig gestaltet werden.

Mehr geht immer

Quelle: Tony Hegewald Pixelio

Quelle: Tony Hegewald
(Pixelio) Soll es vor allem darum gehen, mit der Schriftkombination aufzufallen, können die Kontraste noch stärker sein. Wichtig ist dabei, dass immer ein gemeinsamer Nenner bestehen bleibt – zum Beispiel die Linienführung der verwendeten Schriften, die Grundformen, die Laufweite oder die Proportionen der Buchstaben. Soll gar nicht der Text im Vordergrund stehen, sondern die gestalterische Wirkung der Buchstaben, können die Schriften auch extrem kombiniert werden.

…und doch ist weniger mehr

Um eine bessere Übersicht zu liefern, reichen in der Regel zwei verschiedene Schriftarten aus. Sie sollten sich zudem deutlich unterscheiden. Wenn sie nämlich zu ähnlich sind, sind die Betrachter schnell irritiert. Beim gestalterischen Einsatz von mehreren Fonts kann es etwas „wilder“ zugehen, aber auch hier stellen Layouter vor allem dann ihr Können unter Beweis, wenn sie nicht über das Ziel hinausschießen.

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