Die Kleinunternehmerregelung

11.10.2012 09:00:00
Wer unterhalb einer bestimmten Umsatzgrenze bleibt, gilt steuerlich als Kleinunternehmer. Was bedeutet das?

Nicht alle Selbstständigen, darunter auch freie Grafiker oder Designer, müssen automatisch Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen. Wer unter die so genannte "Kleinunternehmerregelung" fällt, ist von der Zahlung der Umsatzsteuer befreit. Man muss jedoch genau hinschauen, um diese Ausnahmeregelung vorteilhaft nutzen zu können.

Wer ist ein Kleinunternehmer?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Selbstständige, die im zurückliegenden Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 Euro steuerpflichtigen Gesamtumsatz erzielt haben und die im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro steuerpflichtigen Gesamtumsatz erwirtschaften werden, gelten als Kleinunternehmer. Sie haben die Wahl: Entweder nutzen Sie diese Regelung für sich oder Sie verzichten darauf.

Was ist mit Existenzgründern?

Wer die selbstständige Tätigkeit neu aufnimmt, ist Kleinunternehmer, wenn er im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht mehr als einen steuerpflichtigen Gesamtumsatz von 17.500 Euro erzielt. Selbstständige, die eigentlich als Kleinunternehmer gelten, können auf die Anwendung der Regelung aber auch verzichten, wenn Sie dadurch Vorteile haben. Dieser Verzicht gilt allerdings gleich für fünf Jahre.

Achtung, Vorsteuer!

Selbstständige, die die Kleinunternehmerregelung für sich nutzen wollen, müssen wissen: Wer keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführt, kann auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen. Aus diesem Grund dürfen die Rechnungen, die der Kleinunternehmer stellt, keine gesonderte Umsatzsteuer enthalten. Passiert das aus Versehen trotzdem, muss die ausgewiesene Umsatzsteuer ans Finanzamt abgeführt werden. Ansonsten müssen Kleinunternehmer keine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben.

Vor- und Nachteile

Kleinunternehmer haben weniger bürokratischen Aufwand, weil die Umsatzsteuervoranmeldung wegfällt. Gleichzeitig können sie durch die fehlende Umsatzsteuer ihren Kunden niedrigere Bruttopreise anbieten. Allerdings entfällt auch die Möglichkeit, den Vorsteuerabzug anzuwenden. Und manchmal kann sich dieser Abzug richtig lohnen - wenn beispielsweise erst eine teure Einrichtung oder Ausrüstung für die Geschäftstätigkeit angeschafft werden muss.

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