Die kleinen Zeichen

13.08.2009 09:00:00
Anführungen oder Apostrophe sind in der Typografie das Salz in der Suppe. Sie sind jedoch voll großer Tücken: Man muss wissen, wie sie korrekt verwendet werden.

Ob Apostroph, Auslassungspunkte oder Anführungszeichen: Auch bei diesen kleinen Details der Typografie sollte auf sorgfältige Verwendung Wert gelegt werden. Gradzeichen, Prozent- oder Promillezeichen erfordern ebenfalls Genauigkeit im Layout. Schließlich erkennt man auch an den kleinen Zeichen die Qualität einer Gestaltung.

An- und Abführungszeichen


Quelle: Sandra Küchler Die Anführungszeichen werden international verschieden eingesetzt. Unterschieden wird auch zwischen Anführungszeichen im Grundtext und in Überschriften. Im Deutschen werden Begriffe im Grundtext mit einem einfachen An- und Abführungszeichen gekennzeichnet: , und '. Alternativ kann man eckige Klammern verwenden, die sich zum Begriff hin wenden: > und <. Begriffe in Überschriften und die wörtliche Rede in Grundtext und Überschriften werden mit doppelten Strichen gekennzeichnet: „ und “. Auch hier kann man doppelte Klammern verwenden: » und «. Die Zeichen werden in der Regel ohne Abstand zum Text gesetzt. Außerdem kann man die einfachen Striche für Begriffe, die doppelten Striche für Zitate und die wörtliche Rede einsetzen.

Apostroph


Quelle: Sandra Küchler Der Apostroph wird auch Auslassungszeichen genannt. Wird er am Wortanfang benutzt, geht dem Zeichen ein normaler Abstand voraus. Werden allerdings Textteile durch ein Auslassungszeichen zusammengefügt, so gibt es dazwischen keinen Leerraum. Vergleiche: ’s ist heiß und Gib’s her! (Gib das her). Zu einiger Berühmtheit ist das umgangssprachliche „Deppen-Apostroph“ gelangt: Im Deutschen wird im Genitiv das „s“ nicht durch ein Auslassungszeichen abgetrennt! Korrekt heißt es also: „Gabis Boutique“ und nicht „Gabi’s Boutique“.

Auslassungspunkte


Quelle: Sandra Küchler Die drei Auslassungspunkte fungieren in der Typografie als ein Zeichen, Ellipsenzeichen genannt. Die meisten Schriften verfügen über dieses Zeichen. Stehen die Auslassungspunkte am Satzende, so folgt mit einem Abstand noch das Satzzeichen. Beispiel: „Es war schön… .“

Unterführungszeichen

In Aufzählungen werden oft Unterführungszeichen verwendet, um wiederkehrende Begriffe nur einmal nennen zu müssen. Ausgerichtet wird das Zeichen, das aussieht wie ein umgekehrtes Abführungszeichen, mit dem Tabulator. Bei mehreren Wörtern wird für jedes Wort ein eigenes Unterführungszeichen gesetzt.


Quelle: Sandra Küchler

Gradzeichen

Das Gradzeichen steht direkt hinter der Zahl: 37°. Folgt danach eine Einheit, rückt es von der Zahl weg und hin zur Einheit: 37 °C. Wird die Einheit dagegen ausgeschrieben, sollte man auch „Grad“ schreiben: 37 Grad Celsius.


Quelle: Sandra Küchler

Prozent- und Promillezeichen

Das Prozent- beziehungsweise Promillezeichen steht durch einen kleinen Abstand von der Zahl getrennt; bestenfalls ist er kleiner als ein Wortabstand: 37 %. Bei einer Ableitung wird kein Abstand verwendet: 40%iger Alkohol.

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