Die besten Tipps fürs Proofen

25.06.2015 09:00:00
Proofs simulieren als Generalprobe das spätere Druckergebnis. Wir erklären, was man darüber wissen sollte und geben Tipps für den richtigen Proof.

Proofs sind eine wichtige Rückversicherung im Produktionsprozess. Sie bieten eine Grundlage für das spätere Druckergebnis und sind oftmals sogar Teil des Vertrags zwischen Auftraggeber und Druckerei. Segnet der Kunde den Proof ab, steht dem Auflagendruck nichts im Weg. Dennoch sollte man beim Proofen einiges beachten – LASERLINE gibt die besten Tipps.

Erst Preflight, dann Proof

Proofs sollten so spät wie möglich vor dem Druck erfolgen und möglichst im Format 1:1, um das spätere Druckergebnis perfekt zu simulieren.
Quelle: Kay Herschelmann
Vor der Übergabe der Druckdatei zum Proofen sollte ein Screenproof mit den korrekten Farbprofilen vorgenommen werden. Auch ein Preflight empfiehlt sich, um Fehler frühzeitig zu erkennen und somit Kosten für eine weitere Ausführung des Proofs zu sparen. Sonderfarben können im Proof grundsätzlich nur simuliert werden. Man sollte daher immer einen Farbfächer auf dem korrekten Bedruckstoff zur Beurteilung des gewünschten Ergebnisses zu Rate ziehen.

Proofs in Originalgröße

Proofs sollten, sofern es das Format erlaubt, in Originalgröße gedruckt werden. Ist dies aufgrund des späteren Druckformats nicht möglich, kann man kritische Bereiche in einem Ausschnitt 1:1 proofen lassen. Farben und Muster können in kleineren Größen ganz anders wirken als im richtigen Format. Daher ist das originale Format für den Proof wichtig.

Je später der Proof, desto besser

Sobald ein Proof erfolgt und freigegeben ist, sollte man an den Druckdaten nichts mehr ändern. Deshalb sollte der Proof erst dann erfolgen, wenn die Arbeiten an dem Projekt abgeschlossen sind. Werden nach dem Proofdruck noch Änderungen vorgenommen, sollte man sicherheitshalber einen neuen Proof vornehmen.

Der Proof als Vertragsgrundlage

Proofs dienen auch der Absprache zwischen Druckerei und Auftraggeber. Akzeptiert ein Kunde den Proof, gibt er grünes Licht für den Auflagendruck und hat damit die Sicherheit, dass sein Druckprodukt genau so aussehen wird, wie im Proof ersichtlich. Gleichzeitig hat die Druckerei einen Schutz gegen ungerechtfertigte Reklamationen, was beide Vertragspartner gleichermaßen absichert.

Der Fogra-Medienkeil

Die Druckerei sollte mit einem aktuellen UGRA/Fogra-Medienkeil arbeiten. Er wird mit auf den Proof gedruckt und gibt zusätzliche Sicherheit.
Quelle: Kay Herschelmann
Druckdienstleister sollten mit dem UGRA/Fogra-Medienkeil in aktueller Version arbeiten. Er wird mit auf den Proof gedruckt. Ebenfalls dokumentiert werden Drucksystem und Tinte, mit der der Proof ausgeführt wird, Papiersorte, Datum und Uhrzeit sowie die verwendeten Profile. Je aktueller diese Systeme und Softwares sind und je weniger Zeit seit der letzten Kalibrierung der Systeme vergangen ist, desto zuverlässiger ist der Proof. LASERLINE bietet diese Möglichkeit beim Normproof an. Im Unterschied dazu besitzt der günstigere Farbprüfdruck, auch Farbausdruck genannt, keinen Medienkeil.

Contract Proof versus Validation Proof

ISO-Normen regeln den Unterschied zwischen farbverbindlichen und rechtsverbindlichen Proofs und zwischen Proofs, die genau das nicht sind und nur der Abstimmung dienen. ISO 12647-7 bezeichnet den verbindlichen Contract Proof, bei ISO 12648-8 handelt es sich lediglich um einen Validation Proof.

 

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