Die Balanced Scorecard

30.10.2008 09:00:00
Die Balanced Scorecard ist eine 1992 entwickelte Methode, um die Aktivitäten eines Unternehmens bewerten zu können. Sie lässt sich auch auf kleinere Firmen anwenden. So funktioniert’s!

Ist mein Unternehmen erfolgreich? Wie leistungsfähig ist es? Werden neue Visionen und Strategien umgesetzt? Um diesen Fragen nachzugehen, bietet sich das Instrument der Balanced Scorecard an. Das Verfahren lässt sich je nach Unternehmen individuell anpassen und eignet sich daher auch für kleinere Firmen.

Was ist die Balanced Scorecard?

1992 haben die Unternehmer Robert S. Kaplan und David P. Norton die Balanced Scorecard entwickelt. Wichtig ist, dass nicht nur die reinen Finanzzahlen in das Instrument einfließen, sondern weitere Faktoren, darunter menschliche Aspekte, Kundenbeziehungen und mehr, berücksichtigt werden. Daher ermittelt sich der Erfolg oder der Misserfolg eines Unternehmens nicht nur aus den Gewinnen und den Verlusten. Vielmehr wird das komplette Firmengeschehen mit einbezogen, um einen ausgewogenen „balanced“ Blick auf das Unternehmen zu ermöglichen.

Ursache-Wirkungs-Diagramm

Das Herzstück jeder Balanced Scorecard ist das Ursache-Wirkungs-Diagramm. Hier werden die Sichtweisen und Abhängigkeiten miteinander verknüpft. Dies betrifft die Unternehmensstrategie, die Kundensicht, die Prozesslogik und die Mitarbeiterebene. Ausformuliert könnte ein Ergebnis lauten: „Um mehr Umsatz zu erzeugen, brauchen wir mehr zufriedene Kunden. Um mehr zufriedene Kunden anzusprechen, brauchen wir besser geschulte Mitarbeiter“. Jede Firma kann dabei unterschiedliche Blickwinkel und Aspekte mit einbeziehen. Klassischerweise sind dies jedoch das Unternehmen selbst, die Finanzen, die Kunden, die internen Abläufe und die Mitarbeiter.

Ein Parameter beeinflusst auch die anderen

Ergreift das Unternehmen nun Maßnahmen, so sollte immer die Auswirkung auf das gesamte System betrachtet werden. Je weniger Kennzahlen eine Balanced Scorecard dabei aufweist, desto besser und desto einfacher ist das Instrument zu handhaben. Ein Beispiel: Ein Unternehmen will erreichen, dass die Kunden noch zufriedener sind und sie längerfristig binden. Nun wird untersucht, wie viele Reklamationen es gab, ob Termine gehalten wurden und wie hoch die Kosten für den Auftrag waren. Ist die Anzahl an Reklamationen zu hoch, müssen weitere Mitarbeiter eingestellt werden, um die Aufträge ordentlich zu erledigen. Ist dies nicht möglich, weil sonst die Kosten pro Auftrag steigen, könnte eventuell eine zusätzliche Qualitätskontrolle eingeführt werden.

Empfehlenswerte Perspektiven

Aus finanzieller Sicht können der Umsatz und die Kosten pro Auftrag wichtige Kennzahlen eines Unternehmens sein. Aus Kundenperspektive ist es interessant, die Zufriedenheit, Termintreue, Reklamationen und mögliche wiederkehrende Aufträge zu analysieren. Bei den internen Abläufen sollte die Qualität der Arbeiten und die Produktionsdauer berücksichtigt werden. Aus Mitarbeitersicht könnte ein Unternehmen herausfinden, ob die Angestellten häufig wechseln und ob sie häufig krank sind. Dies spiegelt oft die Zufriedenheit mit der Unternehmensführung wider.

Vorteile und Risiken

Unternehmer, die eine Balanced Scorecard für ihre Firma entwickeln, beschäftigen sich oft das erste Mal aus ganzheitlicher Sicht mit ihrem Unternehmen. Zusammenhänge und Abhängigkeiten werden deutlich. Auch die Mitarbeiter werden miteinbezogen. Dennoch bewahrt die Balanced Scorecard nicht davor, Fehler in der Unternehmensstrategie zu machen. Die Erwartungen sollten daher nicht zu hoch gesteckt werden. Besser ist es auch, sich an dem Ursache-Wirkung-Prinzip zu orientieren, anstatt die Kennzahlen stur zu verfolgen. Oft helfen dabei auch Software-Programme, die bei der Gestaltung einer Balanced Scorecard unterstützen.

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