Der Weg aus der Tintenfalle

19.03.2015 09:00:00
Zulaufende Schriften sind im Layout unerwünscht. Wir zeigen, wie man sie vermeidet und nicht in der "Tintenfalle" landet.

Kleine Schriftgrößen bieten im Druck einen Stolperstein, der auch als Tintenfalle bekannt ist. Stehen Buchstaben nahe zusammen, so können sie optisch oder tatsächlich zusammenlaufen und den Eindruck erwecken, dass es sich um ein falsches Zeichen oder einen Fleck handelt. So kann man den unerwünschten Effekt vermeiden.

Zu kleine Schriften weglassen

Quelle: Tim Ruster/ Pixelio.de

Quelle: Tim Ruster/
Pixelio.de Das menschliche Auge kann Fonts nur bis zu einem gewissen Schriftgrad ohne große Anstrengungen entziffern. Wie groß oder klein eine Schrift gewählt werden sollte, hängt auch von der Schriftart ab. Klare, serifenlose Fonts ohne Schnörkel lassen sich auch mit geringer Punktgröße gut lesen, während fette Schriftschnitte schneller Probleme machen. Je kleiner der Schriftgrad ist, desto größer ist die Gefahr, dass die Schrift zuläuft. Selbst wenn sich die Elemente dann tatsächlich nicht berühren, entsteht für den Betrachter trotzdem der optische Eindruck eines Flecks.

Auf den Bedruckstoff achten

Gerade im Inkjet-Druck, aber auch bei anderen Druckverfahren, kommt es zudem auf das verwendete Papier an. Nicht alle Medien haben die gleichen Eigenschaften und gestrichene unterscheiden sich zum Beispiel wesentlich von ungestrichenen Papieren. Je saugfähiger ein Papier ist das gilt zum Beispiel für viele der sogenannten Naturpapiere desto mehr Farbe nimmt es auf und desto höher ist auch hier das Risiko, dass die Buchstaben nicht mehr klar erkennbar sind.

Geeignete Fonts verwenden

Viele Schriftgestalter sind sich des Problems des Zulaufens bewusst und gestalten ihre Schriften dementsprechend. Lichtkegel oder Einstiche bei den einzelnen Zeichen sollen vermeiden, dass die Buchstaben optisch ineinander fließen. Sie werden beispielsweise beim spitzen Winkel des Versal-A-s eingesetzt. Hier ist die Gefahr eines Ineinanderfließens relativ hoch, da die beiden Außenstriche des Zeichens oben sehr dicht beieinander stehen.

Andere optische Phänomene

Quelle: ich/ Pixelio.de

Quelle: ich/
Pixelio.de Gestalter müssen nicht nur darauf achten, ein Zusammenlaufen der Zeichen oder ihrer einzelnen Elemente zu vermeiden, sondern haben es auch mit anderen Phänomenen zu tun, zum Beispiel beim Moiré-Effekt. Mehrere übereinander gelagerte Raster ergeben hier ein scheinbares, großes Raster. Man kennt diesen Effekt auch aus dem Fernsehen, wenn Personen kleingemusterte Kleidungsstücke tragen und es anfängt, zu flimmern. Das Phänomen kann auch in der Digitalfotografie auftauchen. Im Druck werden zum Beispiel frequenzmodulierte Raster eingesetzt, um Moirés zu vermeiden. Die Rasterpunkte folgen hier nicht einer festen Gitterstruktur, so dass der unerwünschte Effekt verhindert wird. Auch Feinstraster haben diesen Effekt: Je höheraufgelöst und feiner das Raster ist, desto zuverlässiger werden Moirés vermieden.

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