Der Standard PDF/X

05.04.2007 09:00:00
Weil PDF nicht PDF ist, entwickelte man mit PDF/X einen stetig weiter ausgearbeiteten Standard - zum Einsatz kommen dabei vor allem PDF/X-1a und PDF/X3 ...

Ursprünglich wurde das Portable Document Format (PDF) für den Druckdatenaustausch geschaffen, doch inzwischen kann es weit mehr als nur Druckdaten abspeichern - Audiodateien, Skripte und mehr lassen sich integrieren. Um die speziellen Ansprüche der Druckvorstufe wieder konsequent zu erfüllen, gibt es den PDF/X-Standard. Die für den Druck notwendigen Informationen sind in dieser PDF-Version genau definiert, sodass sichergestellt ist, dass PDF-Dateien für die Druckvorstufe problemlos ausgetauscht, vor allem aber gedruckt werden können. Doch der Standard wird schnell weiter entwickelt, in Europa setzten sich bis dato der PDF/X-1a- und PDF/X-3-Standard durch. 

Das Dateiformat PDF

Das Dateiformat PDF (Portable Document Format) wurde 1993 von der Firma Adobe (www.adobe) veröffentlicht und ist ein plattformübergreifendes Austauschformat, das auf PostScript aufbaut und dieses in seinen Einstellungsmöglichkeiten noch erweitert. Das Format arbeitet unabhängig von bestimmten Betriebssystemen. Mit ihm lassen sich perfekte Druckvorlagen erstellen, die alle benötigten Daten beinhalten, wie hoch aufgelöste Bilder und alle verwendeten Schriften. Druckvorlagen im PDF-Format  sind plattformunabhängig,  ihre Größe fällt durch optimale Komprimierung gering aus und sie können sehr gut am Bildschirm überprüft werden.

Was ist PDF/X?

Das PDF-Format eignet sichnicht nur zum Speichern druckbarer Dateien – es kann außerdem  Sound, Video, Verknüpfungen, Scripts usw. enthalten. Solche Informationen können im Druck zu Problemen führen. Deshalb entwickelte man einen Standard, in dem die Anforderungen für zu übermittelnde Druckvorlagen genau festgelegt wurden: PDF/X.

Die darin niedergelegten Normen schließen Elemente, die für den Druck problematisch sind aus, und machen Elemente, die für den  Druck wichtig sind, zur Voraussetzung für ein zu erstellendes PDF/X-Dokument. Zum Beispiel werden Transparenzen oder Transferfunktionen, oder Informationen, die sich nicht sinnvoll drucken lassen (Audio, Links) untersagt. Vorgeschrieben sind hingegen Angaben, die für einen präzisen Druck unerlässlich sind, wie Beschnitt, Farbinformationen usw. Dass diese Anforderungen vom Benutzer tatsächlich eingehalten werden, kann maschinell mit Hilfe von Preflight-Werkzeugen (z.B. in Adobes Acrobat) überprüft werden.

Zweck dieser Normen (www.pdfx3.org) iist auch die standardisierte Weitergabe digitaler Druckunterlagen sodass über PDF/X-Dokumente PDF-Daten für die Druckvorstufe blind ausgetauscht werden können.

In Europa kommen vorwiegend der PDF/X-1a und der PDF/X-3-Standard zur Anwendung mit unter anderem folgenden Reglementierungen:

PDF/X-1a

Vorschrift sowohl in PDF/X-1a als auch in PDF/X-3 sind eindeutig interpretierbare Farbangaben. In PDF/X-1a sind nur CMYK und Schmuckfarben erlaubt. Auch die Vollständigkeit der Daten für den Druck ist  Bedingung, weshalb verwendete Schriften eingebettet sein und alle Bilddaten als Bestandteil des PDFs enthalten sein müssen. Damit  unvorhersehbare Druckergebnisse ausgeschlossen werden können, muss die Seitengeometrie (Endformat/Anschnitt) genau definiert sein. Zudem sind Transparenzen, Kommentare, Formularfelder, OPI-Kommentare und Verschlüsselung nicht zulässig.

Weiterhin muss in PDF/X-1a angegeben sein, ob die Datei bereits überfüllt wurde und es müssen die Druckbedingungen genannt werden, für welche die Datei erstellt wurde. Und natürlich muss das PDF als PDF/X erkenntlich sein (PDFX-Norm-Kennung).

PDF/X-3

PDF/X-3 konforme Dateien setzen die gleichen Spezifikationen wie PDF/X-1a voraus, gehen aber noch einen Schritt weiter. So sind Lab- und ICC-basierte Farbräume, wie RGB, zusätzlich zu CMYK und Sonderfarben erlaubt, sofern der Farbraum durch ICC-Profile gekennzeichnet ist (müssen eingebettet sein). Auf diese Weise  ermöglicht PDF/X-3 ein medienneutrales Arbeiten.

Standards bei LASERLINE

LASERLINE ist in der Lage, beide Standards zu verarbeiten, gedruckt wird aber selbstverständlich auch jede Druckvorlage im einfachen PDF-Format. Die Standards eignen sich jedoch gut als Orientierung, um ein sicheres Druckergebnis der eigenen Vorlage zu erhalten. LASERLINE setzt voraus, dass die Dateien für den Workflow des Druckunternehmens aufbereitet wurden. Eingebettete CMYK-Profile werden dabei ignoriert und durch die Standard-Profile ECI uncoated oder ECI coated (herunter zu laden unter www.eci.org) ersetzt.

ACHTUNG: Mit den bei LASERLINE erhältlichen LASERLINE-JobOptions für den Acrobat Distiller wird keine Datei nach PDF/X-Standard erstellt, sondern lediglich ein druckfähiges PDF. LASERLINE will damit verhindern, dass wegen mangelnder PDF/X-Konformität ein möglicher Druck der Kundenvorlagen scheitert.

Der Standard im Detail: Seminar in der LASERLINE Academy

Da mit PDF/X-3 eine medienneutrale Datenanlieferung möglich ist, die besonderer Aufmerksamkeit bedarf, sollte man sich vor dessen Einsatz näher mit den Standards und deren Normen befassen. Gelegenheit hierzu bietet am 27. Juni 2007 das Seminar  "Sichere Datenproduktion mit PDF/X: Der Standard im Detail" mit Medientechniker Bernhard Südholt. Er geht in vier Stunden den Fragen rund um PDF/X auf den Grund und erläutert, wie man PDF/X-Dateien mit InDesign CS und Distiller7 erstellt, was es dabei zu beachten gibt und wie man die Preflight-Datei von Acrobat 7 richtig liest. In vier Stunden sind Sie fit für die Standards von PDF! Und das bei einem Seminarpreis ab nur 69,- EUR!

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