Der perfekte Mittelweg

12.12.2013 09:00:00
Zeilen dürfen im Layout nicht zu lang und nicht zu kurz sein. Aber wie findet man die optimale Zeilenlänge?

Der zur Verfügung stehende Platz im Layout ist der wichtigste Anhaltspunkt für die Zeilenlänge von Texten. Wo sind Spalten sinnvoll und wie viele Kolumnen sollten es sein? Wie lang oder kurz darf die optimale Zeilenlänge ausfallen? Es gibt Anhaltspunkte und Richtwerte, nach denen sich die Zeilenlänge optimieren lässt.

Lesbarkeit

Wieso ist die Zeilenlänge im Layout so wichtig? Am besten erklärt man dies an möglichen Extremfällen: Eine Zeile, die über die ganze Breite einer Zeitungsseite läuft oder eine, in der nur zehn Zeichen unterkommen. Sowohl zu kurze als auch zu lange Zeilen stören den Lesefluss erheblich. Bei zu langen Zeilen ist der Zeilensprung für das Auge zu weit, bei zu kurzen erfolgt er zu oft. Beides wirkt für den Leser ermüdend und die Konzentration auf den Text lässt nach.

Anhaltspunkte

50 bis 70 Zeichen pro Zeile, inklusive Leerzeichen, sind ein guter Wert für Bücher. Dieser Wert lässt sich auch auf 40 bis 80 Zeilen ausdehnen weniger oder mehr sollten es jedoch nicht sein. Ein weiterer Anhaltspunkt sind Millimeterangaben: Zeilen sollten zwischen 65 und 130 Millimeter lang sein. Man kann die optimale Zeilenlänge des Weiteren an der verwendeten Schriftgröße festmachen: Die Schriftgröße in Didot mal Zehn ergibt dann die Zeilenbreite in Millimetern.

Mehrspaltige Layouts

Für großformatige Seiten folgt aus diesen Werten automatisch, dass Text in mehrere Spalten aufgeteilt werden sollte. Hier verwendet man zwei, drei, vier oder bei Bedarf mehrere Spalten, für die wieder jeweils die einzelnen Werte gelten. Ausnahmen von diesen Regeln sollten nur gemacht werden, wenn wenig Text vorliegt und die Textaufteilung besonders ausgefallen wirken soll. Für lange Fließtexte gilt: Der Leser sollte es so einfach wie möglich haben, die Informationen zu erfassen.

Zeilenabstand

Zeilenlänge und Zeilenabstand hängen miteinander zusammen: Hier gilt, dass bei schmalen Spalten der Zeilenabstand geringer ausfallen sollte, damit die Zeilen optisch nicht noch mehr auseinander fallen. Bei breiteren Zeilen sollte der Zeilenabstand dagegen größer ausfallen. Als Faustregel kann man heranziehen: Der Zeilenabstand sollte 120 Prozent des Schriftgrads betragen bei schmaleren Spalten eher weniger, bei breiteren eher mehr. Im Satzspiegel wird deshalb zuerst die Spaltenbreite festgelegt, dann die Schriftgröße und als Letztes der Zeilenabstand.

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