Der Falz als Blickfang

28.09.2006 09:00:00
Aufmerksamkeit erregen, Blicke auf sich ziehen, pfiffig und elegant wirken - das alles kann eine Broschüre oder ein Flyer über die richtig eingesetzte Falzart ...

Wieso bleiben manche Broschüren auf einer Messe im Regal wie Blei liegen, während andere einem von den Kunden geradezu aus den Händen gerissen werden? Natürlich kann es an den Inhalten liegen, aber auch die Aufmachung eines Werbeprospekts kann den Ausschlag geben. So wird allein schon durch die richtige Falzart das Auge des Betrachters auf die Drucksache gezogen. Dabei trennen Falze - umgangssprachlich auch "Bruch" genannt - rein technisch nur mehrere Seiten eines Bogens im Druck. Und doch lassen sie sich hervorragend auch als gestalterisches Mittel einsetzen.

Der Kunde soll zugreifen

Viele Flyer werden - sei es aus Tradition oder aus einem anderen Grund - im Leporello-Falz hergestellt. Das im Zick-Zack gefaltete Dokument ist dabei inzwischen so gegenwärtig, dass es schon langweilig wirkt. Was einmal schick gewesen sein mag ist nun kalter Kaffee. So verwundert es nicht, dass gerade außergewöhnliche Falzarten die Blicke der Konsumenten anziehen und zum Zugreifen verführen. Und schließlich will man nichts anderes mit einem Flyer erreichen, als dass er in die Hand genommen und gelesen wird. Deshalb sollten Sie sich vor dem Layout einer Werbebroschüre oder eines Flyers erst einmal Gedanken darüber machen, wie das fertige Produkt zu falzen ist. Zur Auswahl stehen viele gängige und einige nicht so bekannte Falzarten.

Falz-Termini

Ein Falz ist nichts anderes, als ein scharfer Bruch des Papiers. Man unterscheidet zunächst zwischen zwei Arten, dem Parallelfalz und dem Kreuzfalz. Beim Parallelfalz verlaufen alle Brüche parallel zueinander. Der Kreuzfalz hingegen wird jeweils im rechten Winkel (90°) zum vorhergehenden Falz gebrochen. Dabei sollte der letzte Falz allerdings immer auch parallel zur Laufrichtung des Papiers erfolgen, damit die Kanten nicht ausreißen und das Dokument stabil bleibt. Diese sowohl vertikale als auch horizontale Falzung findet vor allem bei Büchern und Zeitschriften Anwendung. Ab einem Papiergewicht von 170 g/qm (abhängig von der Papiersorte und dem Druckverfahren) wird der Falz zuvor "gerillt", also mit einem Rillrad oder einem Nutmesser an der zu brechenden Stelle eingedrückt und gestaucht. Dieses Vorgehen verhindert ebenfalls das Einreißen an den Kanten.

Gängige Falzarten

Gängige Falzarten sind Parallelfalze wie der Einbruchfalz, der Wickelfalz und der bereits erwähnte Leporello-Falz, auch Zick-Zack-Falz genannt. Beim Einfachfalz wird, wie der Name schon sagt, das Papier nur einmal gefaltet. Er wird häufig bei Format-Verkleinerungen, z. B. von A3 auf A4 verwendet. Beim ebenfalls oft verwendeten Wickelfalz wird das Papier mit zwei Parallelbrüchen "eingewickelt", wodurch eine geschlossene Kante entsteht. Der Leporello-Falz aber ist die Standard-Flyerfalzung, bei der abwechselnd nach vorne und hinten gefalzt wird. Bei zwei oder mehr Parallelbrüchen entsteht keine geschlossen Kante, wodurch die Flyer offener wirken.

Weniger gängig

Weniger oft finden der Fenster- oder Altarfalz und der Zwei- oder Mehrfachparallelfalz bei Drucksachen Anwendung. Der Altarfalz bekam seinen Namen, da das Papier nach dem Bruch mit seinen zwei Flügeln aussieht wie ein Altar oder Fenster. Er wirkt bei symmetrisch angelegten Flügeln elegant und wird deshalb vor allem für Einladungen genutzt. Der Zwei- oder Mehrfachparallelfalz hingegen ist eine Kombination aus Einbruchfalz und Wickelfalz und wirkt raffiniert. Er findet sich oft bei Prospekten oder Tisch- und Speisekarten.

Pfiffige Drucksachen

Wer lieber beim Falz ein wenig herumexperimentieren möchte, der kann mit kleinen Änderungen bereits pfiffige Drucksachen erzeugen. Probieren Sie einfach einmal die Verschiebung der Symmetrie aus. Erstellen Sie im Fensterfalz unterschiedlich große Fenster, wirkt die Karte gleich schicker. Verschiedene Seitenbreiten im Leoporello-Falz machen aus einem einfachen Flyer eine auffällige Broschüre und eine Überlappung beim Wickelfalz legt Inhalte einer Drucksache schneller frei. Darüberhinaus beginnen immer mehr Layouter auch den Kreuzfalz in ihre Arbeiten einzubinden. Er wirkt raffiniert und extravagant zugleich, lässt sich aber mitunter schlecht lesen. Dasselbe gilt für den seitlich abgebildeten "Ein Blatt Pausen-Falz" (Papierflieger-Falz), der aufwändig in der Herstellung und schlecht im Leseeinsatz ist. Aufmerksamkeit aber erregt er bestimmt … Alle beschriebenen Falzarten finden Sie auch in der neuen LASERLINE-Broschüre „Read me first!” (hier direkt als PDF herunterzuladen). Aber natürlich können Sie auch eigene Falzvarianten im Individual-Druck bei LASERLINE realisieren. Denn mit der richtigen Falzart kann aus jeder Broschüre ein echter Hingucker werden. LASERLINE unterstützt Sie bei der Umsetzung Ihrer Ideen gerne!

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