Den Satzspiegel selbst konstruieren

23.09.2010 09:00:00
Ausgehend von der Wahl des Seitenformats, kann man einen festen Satzspiegel selbst zeichnen – beginnend mit vier Diagonalen entsteht das Konstrukt. …mehr lesen

Der Satzspiegel weist dem Gestalter seinen Arbeitsraum zu: Diese Fläche kann er mit Texten, Bildern und Illustrationen füllen. Mit Hilfe von Linien lässt sich ein fester Satzspiegel, der dem Layout Halt gibt, rasch selbst erstellen. Was sich schwierig anhört, ist in der Praxis ganz einfach – vor allem, wenn man das Verfahren öfters anwendet: Übung macht den Meister!

Was genau ist der Satzspiegel?

Mit dem Satzspiegel legt man fest, welche Flächen einer Einzel- und/oder Doppelseite für die Gestaltung genutzt werden können. Ausgangspunkt ist das jeweilige Seitenformat. Neben dieser Nutzfläche bleibt der Rand übrig, der „Steg“ genannt wird. Der Satzspiegel hat die Form eines Rechtecks, außerhalb dieses Bereichs liegen nur wenige Elemente wie Fußnoten oder Pagina. Wird ein neues Layout begonnen, wird in einem der ersten Schritte der Satzspiegel bestimmt – zum Beispiel nach der folgenden Methode.

Schritt eins: Vier Diagonalen

Quelle: Sandra Küchler

Ausgangspunkt der Konstruktion ist die Doppelseite. Man zieht zunächst vier Diagonalen: Zwei durchkreuzen beide Seiten von rechten oberen zum linken unteren und vom linken oberen zum rechten unteren Eck. Man erhält dadurch ein großes Kreuz. Nun zeichnet man noch eine Diagonale von der linken unteren Ecke der linken Einzelseite zu ihrer rechten oberen Ecke. Anschließend folgt auf der zweiten, rechten Einzelseite eine Diagonale vom linken oberen Eck zum unteren rechten. Beide Diagonalen sehen aus wie ein großer Pfeil, der nach oben zeigt.

Schritt zwei: Schnittpunkte suchen

Quelle: Sandra Küchler

Jetzt wird es komplizierter: Dort wo sich die Diagonale der Doppelseite, die von links oben nach rechts unten führt mit der Diagonale trifft, die auf der rechten Einzelseite von rechts unten nach links oben führt, setzt man einen Schnittpunkt. Diesen Schnittpunkt verlängert man parallel zur anderen Doppelseiten-Diagonalen nach oben, bis man die zweite Einzelseiten-Diagonale trifft. Dieser Punkt markiert die linke obere Ecke des Satzspiegels.

Schnitt drei: Rechteck erstellen

Quelle: Sandra Küchler

Von diesem ersten Punkt des Satzspiegels zieht man eine horizontale Linie nach rechts, bis man die Doppelseiten-Diagonale trifft, die von links unten nach rechts oben führt. Dadurch erhält man die rechte obere Ecke des Satzspiegels. Ausgehend von diesem Punkt zeichnet man eine vertikale Linie nach unten, die die Diagonale auf der rechten Einzelseite kreuzt. Dies ist der dritte, rechts untere Punkt des Satzspiegels. Von dort zeichnet man wieder eine horizontale Linie. Nun kehrt man noch einmal zum ersten, links oberen Punkt des Satzspiegels zurück. Konstruiert man von ihm ausgehend eine vertikale Linie nach unten, so findet man in der Schnittstelle dieser zuletzt konstruierten Linien den vierten und letzten Eckpunkt des Satzspiegels.

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