Datentransfer zur Druckerei

18.05.2007 09:00:00
Leonardo, Mail, FTP oder Datenupload? - Die Unterschiede, Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren, Programme und was man beachten sollte ...

Wollte man vor 20 Jahren eine Datei von A nach B transportieren, reichten oft Disketten aus. Vor allem die  Grafiker, die bei 1,44 MB Datenbegrenzung an Grenzen stießen, mussten Daten damals mit Hilfe von  Syquest-, ZIP- oder JAZ-Medien transportieren. Inzwischen gibt es auch diese Medien nur noch selten, denn der Datentransport muss nicht nur sicher, sondern auch schnell gehen. Zur Auswahl stehen heute vielfältige Möglichkeiten, von Leonardo über Mail bis FTP.

Die Leonardo-Übertragung

Eine Alternative zu den herkömmlichen Disketten oder SCSI-Medien wie ZIP oder Syquest bot bereits Mitte der 80er Jahre der Hersteller Hermstedt mit dem "Leonardo"-ISDN-Adapter. Dieser übermittelte über ein Übertragungsprotokoll die Daten per Telefon. Und das lange bevor das Internet bekannt wurde. So etablierte sich "Leonardo" in der Druck- und Medienbranche als De-facto-Standard für den Datenaustausch. Dabei ließen sich Daten per ISDN-Telefonleitung mit Geschwindigkeiten von 128 kBit pro Sekunde übertragen. Das spezielle Protokoll erlaubt allerdings nur den direkten Austausch von Daten zwischen zwei Endnutzern, die beide Leonardo-Hard- und -Software benutzen und die Rufnummer des Gegenübers kennen. Inzwischen wenden sich  viele Nutzer von der Hermstedt-Lösung ab, da deren Hardware unter Mac OS X v.10.4 ("Tiger") größtenteils nicht mehr unterstützt wird. Einzig die Hardwareprodukte "Leonardo USB", "Leonardo X4", "Marco SL", "WebShuttle ISDN" und "WebShuttle DSL" funktionieren noch. Ältere Leonardo-Karten sind nur bis Mac OS X v.10.3 anwendbar.

E-Mail

Neben der Leonardo-Übertragung bietet auch das Internet inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, Dateien größeren Umfangs von einem Rechner auf einen anderen zu transportieren. Am einfachsten würde dies per E-Mail geschehen, doch leider beschränken die meisten Internet-Provider die Größe einer zu versendenden E-Mail auf ein Volumen von 5 MB bis 10 MB, damit die "Datenhighways" auf den Rechnern der Internetprovider nicht verstopfen. Deshalb sollte man sich vor dem Versand beim eigenen Provider erkundigen, welche Datenmengen zulässig sind, und im Zweifelsfall eine Alternative benutzen.

FTP (File Transfer Protocol)

Eine solche ist das Datenübertragungsverfahren (engl. "File Transfer Protocol") FTP, bei dem die Dateien zwischen den Rechnern via Internet übertragen werden. Notwendig ist hierzu eine Internetverbindung sowie die Zugangsdaten des Gegenübers, dessen Rechner "Server" genannt wird. Der eigene Rechner bildet den "Client". Bei entsprechend großzügiger Internetanbindung lassen sich so selbst große Datenmengen in kürzester Zeit übertragen. FTP lässt sich über den Terminal unter Mac OS X oder die MS-DOS-Eingabeaufforderung mit einigen wenigen Befehlen bedienen. Alternativ kann eine entsprechende FTP-Software, wie Transmit unter Mac OS X oder WS_FTP unter Windows, eingesetzt werden. Mit ihr lassen sich Daten so einfach übertragen wie bei der Benutzung der rechnereigenen Dateiverwaltung - per Drag&Drop. Viele Druckereien und Belichtungsstudios geben ihre Zugangsdaten zum hauseigenen FTP-Server auf ihrer Internetseite an. Oder Sie fragen direkt danach.

Achtung:

Während das Senden von Dateien ganz einfach ist, benötigt man zum Empfang einen eigenen Server beim Internet-Provider, der dann speziell eingerichtet werden muss.

FTP bei LASERLINE

Auch LASERLINE bietet einen FTP-Server an, auf den Kunden ihre Daten senden können. Die hierzu gültige FTP-Adresse lautet "ftp-portal.laser-line.de". Diese muss in die Oberfläche des verwendeten FTP-Programms eingetragen werden. Als Benutzername ist "ftp", als Passwort "portal" einzugeben. Im Anschluss baut das Programm die Verbindung zu LASERLINE für die Datenübertragung auf. Vor der Übertragung der Daten via FTP sollten Kunden jedoch im OnlineShop von LASERLINE den passenden Auftrag dazu aufgeben und einen eindeutigen Namen für die Datei nutzen. Bei mehreren Dateien sollte ein .zip- oder StuffIT-Archiv erstellt werden, dessen Name und dessen Upload-Verfahren (FTP) bei der Bestellung vermerkt werden müssen.

Datenupload

Neben der Möglichkeit der FTP-Übertragung kann man bei einigen Druckereien inzwischen seine Dateien auch direkt per Webformular auf deren Server laden. Oft ist hierbei aber die Datenmenge ebenfalls begrenzt, weshalb Sie diese Möglichkeit meist nur bei kleineren Datenmengen in Anspruch nehmen können. Auch hier gilt: Fragen Sie nach einer möglichen Beschränkung und nutzen Sie notfalls FTP als Alternative.

Datenübertragung zu LASERLINE per Webformular

Neben FTP kann man auch bei LASERLINE Daten direkt bei Auftragsabgabe per Webformular auf den Server laden. Hierzu wird kein extra FTP-Programm benötigt, die Datenübertragung ist jedoch auf maximal 40 MB beschränkt. Zum Austausch größerer Dateien, zwischen zwei Grafikagenturen oder um in einem Team alle anfallenden Daten zu sammeln und auszutauschen ist FTP daher immer noch das Mittel der Wahl.

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