Dateiformate für das Internet

28.02.2008 09:00:00
Die Dateiformate GIF, PNG und SVG eignen sich besonders für die Veröffentlichung im World Wide Web. Weshalb ist das so und was sollte man dazu außerdem wissen?

Werden Daten im Internet publiziert, müssen andere Voraussetzungen erfüllt werden als bei Printprodukten. Unter anderem kommt statt dem Farbmodus CMYK im Web RGB zum Einsatz. Auch die Auflösung darf geringer sein. Es gibt daher Dateiformate, die sich besonders gut für das Netz eignen. Dazu zählen GIF, PNG und SVG.

Das „Graphics Interchange Format“, kurz GIF

Ende der Achtziger Jahre wurde das GIF-Format speziell für Grafiken und Bilder im Web von CompuServe entwickelt. Die Abkürzung steht übersetzt für „Grafisches Austauschformat“. Das World Wide Web Consortium hat das Format als MIME-Format anerkannt. Das heißt, dass GIF-Dateien von allen Browsern erkannt werden, ohne dass Plug-ins oder besondere Einstellungen nötig sind. GIF ist ein Bitmap-Format; Vektorgrafiken müssen erst gerastert werden. Im Gegensatz zum reinen Bitmap sind die Daten stark komprimiert. Das geschieht unter anderem mit Hilfe der LZW-Kompression. Eine Datei kann maximal 256 Farben enthalten – das war zur Entstehungszeit des Formats das Maß aller Dinge. Große Zeichnungen, Farbfotografien und fotografische Halbtonbilder enthalten oft mehr Farben; sollen sie als GIF-Datei gespeichert werden, müssen diese reduziert werden, was zu unschönen Effekten führt.

Transparentes, animiertes und „Interlaced“ GIF

Beim transparenten GIF werden einzelne Bildstellen maskiert. Sie erscheinen dadurch transparent. Weiche Übergänge wie in Photoshop lassen sich aber nicht erzielen. Ein animiertes GIF besteht aus mehreren Einzelbildern. Sie werden vom Browser in einem festgelegten Intervall nacheinander dargestellt. Der Effekt ist vergleichbar mit einem Daumenkino. Animierte GIF-Dateien können zum Beispiel mit Adobe Image Ready erzeugt werden. Das „Interlaced GIF“ überträgt die Bildinformationen nacheinander. Zunächst wird jede achte Zeile an den Browser übermittelt, damit sich das Bild schnell aufbaut. Anschließend werden die weiteren Bildinformationen übertragen. Dadurch steigt nach und nach die Auflösung. Interlaced GIF-Dateien empfehlen sich daher vor allem bei großen Bildern bzw. für Nutzer mit langsamer Internet-Verbindung.

Das Format „Portable Network Graphics“, kurz PNG

Das PNG-Format, das umgangssprachlich auch „Ping“ heißt, wurde 1994 entwickelt. Es sollte eine Alternative zum GIF-Format sein, da für den von GIF verwendeten Algorithmus Lizenzen gefordert wurden. Das Format erlaubt Farbtiefen bis zu 32 Bit. Im Gegensatz zu JPEG unterstützt es auch indizierte Farben. Darüber hinaus kann ein Alphakanal enthalten sein. Die Komprimierung basiert auf dem Verfahren zLib, das zwar ein verlustfreies Verkleinern ermöglicht, jedoch in größeren Dateien resultiert. Auch PNG-Dateien können wie GIF „interlaced“, das heißt zeilenweise übertragen werden, um einen schnellen Bildaufbau zu garantieren. Animierte PNG-Dateien sind jedoch nicht möglich. Dafür können PNG-Dateien den Gammawert eines Bildschirms speichern. Eine interne Prüfmethode deckt außerdem Fehler bei der Datenübermittlung auf.

Das Format „Scalable Vector Graphics“, kurz SVG

Im Herbst 2001 wurde das SVG-Format vorgestellt. Es beschreibt zweidimensionale Vektorgrafiken, Text und Rasterbilder im XML-Code. Dadurch werden kleine Dateigrößen und eine gute Auflösung sichergestellt. SVG kann Pfade, Farbverläufe, Transparenzen, Filtereffekte, Masken und Animationen beschreiben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Formaten können SVG-Daten beliebig skaliert werden, ohne an Qualität zu verlieren. Daher eignet sich das Format nicht nur für das Internet, sondern auch für Software oder E-Commerce-Projekte. Die meisten Browser können SVG ohne Probleme darstellen – lediglich der Internet Explorer benötigt ein spezielles Plug-in; zum Beispiel den SVG-Viewer von Adobe.

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