Dateiendungen für Grafiker

23.11.2006 09:00:00
Die Buchstaben hinter dem Punkt eines Dateinamens können entscheidend sein - was aber lässt sich womit öffnen und unterscheiden sich die Betriebssysteme? ...

Es passiert im Grafiker-Alltag beinahe täglich: Ihr Kunde schickt eine Datei, doch diese lässt sich bei Ihnen nicht öffnen. Entweder kennt das System die Dateiendung nicht oder diese stimmt nicht mit den enthaltenen Daten überein. Was aber steht hinter den Endungen, wie kann man diese ändern oder herausfinden, womit sich die Datei öffnen lässt? Dazu muss man wissen, wozu die Buchstaben hinter dem Punkt überhaupt benutzt werden, wie man deren Ursprung herausfindet und wie man das Betriebssystem dennoch dazu überreden kann, die Datei zu öffnen.

Offene Dateien

Im Grafik- und Layoutbereich wird noch immer viel mit sogenannten "offenen" Dateien gearbeitet. Dabei handelt es sich um Dokumente, die direkt aus dem entsprechenden Programm heraus in dessen Struktur abgespeichert wurden. So entstehen XPress-, InDesign-, Corel- oder Word-Dokumente etc., deren Nachteil darin besteht, dass sie intern auf Verweise, Schriften und Inhalte zugreifen wollen, die eventuell nur auf Ihrem Rechner zur Verfügung stehen. Werden diese zusätzlichen Dateien mit der offenen Datei nicht mitgeliefert, verändern sich beim Öffnen auf einem anderen Computer nicht nur die Zeilenumbrüche (durch die fehlende Schrift), sondern auch Bilder fehlen und ganze Seiten werden somit fehlerhaft angezeigt. Für den Austausch mit der Druckerei, welche die Datei nicht mehr weiter bearbeiten soll, s****ind deshalb offene Dateien zu fehleranfällig. Hier sollte auf ein geschlossenes Austauschformat wie PDF zurückgegriffen werden. Wollen Sie jedoch die zugesandte Datei in Ihrem System weiter nutzen oder verändern, so müssen Sie mit offenen Dateien arbeiten.

Datei-Endungen unter Windows

Erhalten Sie daher eine offene Datei, reicht es meist entweder diese doppelt anzuklicken oder - bei einem Grafikformat - diese in einem entsprechenden Programm zu öffnen. Der Umgang mit den Dateien unterscheidet sich dabei je nach Betriebssystem. Unter Windows nämlich ist die Endung einer Datei, also die drei Buchstaben nach dem Punkt - auch Extension oder Datei-Suffix genannt -, eng mit dem dafür vorgesehenen Programm verbunden. ****An ihr erkennt das Betriebssystem, welches Programm es bei Doppelklick darauf öffnen soll, indem es hierzu in der Windows-Registry, einer Art Systemdatenbank, nachschlägt. Ist die Endung dem System unbekannt oder wird sie in eine unbekannte Form geändert, registriert Windows dies und gibt dem Nutzer einen entsprechenden Hinweis. Zudem findet das System kein passendes Programm mehr dazu und öffnet stattdessen einen Auswahldialog, in dem Sie eine neue Anwendung bestimmen können. Dies geschieht unabhängig davon, ob sich neben der Endung auch der Inhalt der Datei verändert hat oder nicht.

Datei-Endungen unter Mac OS X

Unter Mac OS X hingegen orientiert sich das Betriebssystem meist an den Inhalten der Datei, statt auf die Dateiendung zu achten. Deshalb ist es dem System auch egal, ob sich hinter dem Dateinamen eine Endung befindet oder nicht. Die zum Öffnen notwendigen Informationen befinden sich in einer extra Informationsdatei, an der sich das System orientieren kann. Führen Sie deshalb auf eine Datei unter Mac OS X einen Doppelklick durch, öffnet sich automatisch das passende Programm. Und das selbst dann, wenn die falsche Dateiendung und in den Informationen auch der falsche Dateityp befindet. Oder die Datei gar keine Endung aufweist, was auf Apple-Rechnern meist der Fall ist. Wird allerdings eine Datei ohne Endung von einem Mac-Rechner auf einen Windows-Rechner übertragen führt dies zu Problemen, denn Windows erkennt natürlich dann nicht, um welchen Dateityp es sich handelt. Mac-Nutzer sollten deshalb immer darauf achten, Dateiendungen zu verwenden, auch wenn dies für ihr System gar nicht notwendig wäre.

Welches Programm für welche Endung?

Doch auch unter Mac OS X kann es vorkommen, dass die Zuweisung fehlerhaft ist und eine .doc-Datei (für ein Word-Dokument) dann in OpenOffice geöffnet wird oder eine als .tif gekennzeichnete Datei, die eigentlich ein .jpg ist, sich nicht öffnen lässt. Und auch unter Windows fragt einem das System im Zweifelsfall, welches Programm denn mit der Datei verbunden und entsprechend geöffnet werden soll. Grundsätzlich gilt, dass Grafikformate am besten in Photoshop geöffnet werden. Dieses erkennt meist den Fehler. Erscheint die Meldung, dass das Format einen falschen Header besitzt, benennen Sie die Dateiendung probehalber um. Machen Sie beispielsweise aus einem .tif ein .jpg. Oft kann das schon helfen. Welche Programme ansonsten zu welcher Dateiendung gehören können Sie einer Tabelle entnehmen. Sie listet die wichtigsten Programme und Suffixe für den Grafikbereich auf:

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