Das Urheberrecht bei Fotos

05.06.2014 09:00:00
Das Urheberrecht in der Fotografie ist umstritten und führt oft zu Problemen. Wie man es lösen könnte.

Im Urheberrecht prallen Meinungen, wirtschaftliche Interessen und das allgemeine Rechtsempfinden manchmal recht ungebremst aufeinander. Während der junge Bürger sein täglich Mittagessen und Shoppingtour ungeniert bei einem Konzern in die Welt postet, der sich selbst ganz entspannt über das Urheberrecht stellt, werden außerhalb von Facebook die Regeln immer strenger. Das sorgt für Verdienstmöglichkeiten für Fotografen und Rechtsanwälte, aber bei vielen Webseitenbetreibern und Verlagen für die große allgemeine Verunsicherung.

Das Urheberrecht

Quelle: siehe Bild

Jenseits der Frage, welcher Poptitan gerade bei einem Hinterhofmusiker abgekupfert hat, kümmert sich das Urheberrecht auch um die Rechte an Bildern. Und das ist äußerst wechselhaft. Kaum ein Rechtsgebiet wird so häufig überarbeitet und neu geschrieben, so dass sich selbst die DTV-Ausgabe kaum im Fotografenregal lohnt. Zumindest wenn man keine eigenen Forderungen durchzusetzen hat. Jenseits aller aktuellen Spitzfindigkeiten kann die Einsicht in die Grundregeln nicht schaden, wobei wir jetzt das Recht der Fotografierten am eigenen Bild einmal außer Acht lassen das ist einen eigenen Artikel wert. Grundsätzlich gilt: ein Bild, das ich nicht selbst fotografiert habe oder beauftragt und bezahlt habe, kann ich nicht einfach im Netz klauen und veröffentlichen. So lange die Piratenpartei noch von der Regierungsmehrheit entfernt ist und Fotografen nicht von der Gesellschaft bezahlt werden, wird sich das nicht ändern.

Der Streitwert

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Das Urheberrecht ist in Deutschland nicht veräußerbar. Was man aber sehr wohl käuflich erwerben kann, sind die Nutzungsrechte an Bildern. Dabei können die Preise recht unterschiedlich sein. Rechtlich betrachtet ist der Nutzer weiterhin verpflichtet, den Urheber zu nennen. Wer auf seiner Webseite die Bildquelle nicht nennt, fordert die Abmahnung also regelrecht heraus. Eigentlich sieht das Urheberrecht bei solcherart Ignoranz dann die Zahlung eines üblichen Bildhonorars vor. Wie niedrig das in der Praxis meist ausfällt, davon können Fotografen jederzeit ein Klagelied anstimmen. Doch vor Gericht kann es schnell um höhere Summen gehen, da Gerichte und Anwälte bezahlt werden wollen und zumindest bei professionellen Fotos häufig die berühmt berüchtigte MFM-Tabelle zum Einsatz kommt. Wahrscheinlich weit häufiger als bei den normalen Honorarverhandlungen zwischen Fotograf und Kunde.

Das Landgericht Köln

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Anfang 2014 hat das Landgericht Köln eine weitere Entscheidung getroffen, die das deutschsprachige Netz verändern würde, wenn alle anderen Gerichte sie sich auch zu eigen machen würden. Konkret ging es um einen Webseitenbetreiber, der bei Pixelio ein Foto erworben, lizensiert und auf seiner Seite mit korrekter Rechteangabe versehen hatte. Das Problem dabei ist nur, dass die Fotos meist per Klick zu einer eigenen URL-Adresse gelangen, die wiederum von einer Suchmachine auch direkt gefunden werden kann. Daher verlangt das Gericht, »den Urhebervermerk im Bild selbst anbringen müssen, wie es nach dem eigenen Kenntnisstand der Kammer auch mit einer Standardbildbearbeitungssoftware jedem durchschnittlichen Internetnutzer ohne weiteres möglich ist.« Was dann mal eine ausgesprochen lustige Idee ist, denn viele Nutzungsbedingungen, verbieten Veränderungen am Bild gerade wegen des Urheberrechts. Wie unsere Abbildungen zeigen, schaffen wir das sogar ohne Bilderbearbeitungsprogramm.

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